Die Spreu vom Weizen trennen – über den differenzierten Umgang mit Kritik

Die Spreu vom Weizen trennen: über den differenzierten Umgang mit Kritik

Die meisten von uns halten sich wahrscheinlich für absolut kritikfähig. Wenn uns jemand fragen würde, ob wir gut mit Kritik umgehen können, dann käme wohl die Antwort: „Na klar, auf jeden Fall!“

Aber ist das tatsächlich so? Ich behaupte, dass die meisten Menschen in Wahrheit keine großen Freunde von Kritik sind. Wer hört schon gern von anderen, dass er etwas falsch gemacht hat? So richtig angenehm ist das nicht. Und bei aller Offenheit solltest du nie vergessen, auch die an dich herangetragene Kritik kritisch zu sehen. Klingt verwirrend? Keine Sorge – wir nähern uns diesem Thema Schritt für Schritt.

Die Intention von Kritik

Kritik ist nichts universell Gültiges und schon gar kein Naturgesetz. Oder wie es in der Wikipedia heißt:

„Unter Kritik versteht man die Beurteilung eines Gegenstandes oder einer Handlung anhand von Maßstäben.“

Kritik ist also eine Beurteilung und damit subjektiv. Noch deutlicher machen das die erwähnten Maßstäbe, die sich von Epoche zu Epoche, von Gesellschaft zu Gesellschaft massiv unterscheiden können. Hinter Kritik steckt immer eine Absicht. Und diese muss nicht unbedingt gut sein.

Es ist daher enorm wichtig, den Unterschied zwischen konstruktiver und destruktiver Kritik zu kennen und zu erkennen. Warum kritisiert derjenige mich? Möchte er mich weiterbringen oder mich gar an meiner Entwicklung hindern?

Andere Menschen unter dem Deckmantel der objektiven Kritik (die es ohnehin nicht gibt) kleinreden zu wollen, ist eines der geläufigsten und zugleich perfidesten Mittel, dies zu erreichen. Anders als bei einer Beleidigung zum Beispiel, sind die Waffen des destruktiven Kritikers subtil – nicht selten beherrschen diese Menschen die Technik des emotionalen Heranholens und Wieder-Wegstoßens perfekt. Sie geben sich nah und wohlmeinend, doch sind in Wahrheit missgünstig.

Wann Kritik angebracht ist

Wenn Kritik weder persönlich noch herablassend formuliert wird, kann sie dir weiterhelfen. Immer wieder treffen wir Menschen, von denen wir etwas lernen können. Es müssen nicht gleich Mentoren sein, auch wenn diese in vielen Entwicklungsbereichen wertvoll sind.

Kritik ist also dann angebracht, wenn sie dich fördert und/oder fordert. Wenn du das Gefühl hast, dass sie dir einen neuen Zugang eröffnet. Konstruktive Kritik ist niemals respektlos oder aggressiv. Ein ehrlicher Kritiker wird dich zwar auch nicht mit Samthandschuhen anfassen, allerdings verwendet dieser nur so viele strenge Worte wie nötig, wohingegen ein destruktiver Kritiker maximalen Schaden anrichten will.

TIPP: Vor wenigen Monaten lieferte die Kritikprofis-Blogparade von Dr. Kerstin Hoffmann viele interessante Antworten auf die Frage „Wie gehen Kommunikationsprofis konstruktiv mit Kritikern, Querulanten und Pöblern um?“.

Der große Irrtum

In Hinblick auf die Kritik besteht ein weit verbreiteter Irrtum, ganz nach dem chinesischen Sprichwort:

„Wer mir schmeichelt ist mein Feind, wer mich tadelt ist mein Lehrer.“

Was weise wirkt, ist bei genauerem Hinsehen jedoch eine Verallgemeinerung. Ist wirklich jeder Tadel und jede Sanktion lehrreich? Macht uns das zu besseren Menschen? Nicht immer, wie man beispielsweise an der öffentlichen Diskussion von Strafen sieht, die im Grunde nichts anderes als die höchstmögliche Kritik einer Gesellschaft am Fehlverhalten Einzelner darstellen.

Bis zu einem gewissen Grad wirken sich Strafen positiv auf die intrinsische Motivation aus. Glücklicherweise gilt nicht mehr Auge um Auge, Zahn um Zahn, sondern die sogenannte Vereinigungstheorie, die mehrere Ziele für Gesellschaft und Täter zugleich verfolgt. Doch irgendwann ist dieser Regulator ausgeschöpft. So haben Psychologen ernsthafte Zweifel an der Abschreckungswirkung der Todesstrafe.

Was bedeutet das nun für die Kritik? Anders als bei der Strafe durch den Staat, die eine erzieherische Wirkung erzielen soll und somit ein Beziehungsgefälle zwischen Täter und Justiz erzeugt, sollte Kritik immer auf Augenhöhe erfolgen. Du kannst ein Vorbild für andere Menschen sein – das berechtigt dich jedoch nicht dazu, sie zu tadeln.

Wenn der andere nichts Gutes vorhat

Hinter einer destruktiven Kritik können viele Motive stecken, die nicht immer wohlwollenden Ursprungs sind: ein Freund, der dir den Erfolg neidet, ein eifersüchtiger Verschmähter oder ein Mensch, der sich dir unterlegen fühlt und mit seinen kritischen Bemerkungen eine Art „Balance“ wiederherstellen will.

Wie bereits angesprochen, wird Kritik jedoch als prinzipiell berechtigt angesehen, ihre Funktion wird pauschalisiert. Berechtigt ist sie allerdings nur dann, wenn der Kritiker tatsächlich konstruktive Absichten verfolgt und auch den Gegenstand der Kritik überblickt. Was bringt dir die Schmähung eines Fischverächters an deiner Dorade?

Oder ein bisschen ernster: Wie sehr zu Herzen kannst du dir die Kritik von jemandem an deinem Sprung in die Selbstständigkeit nehmen, wenn derjenige selbst auf berufliche Sicherheit durch ein festes Arbeitsverhältnis setzt – oder umgekehrt?

Nicht immer Ja und Amen sagen

Du siehst also: Kritik ist relativ. Sie ist eine Synergie von Intention, Person und Absolution. Sie hat dann eine Wirkung auf uns, wenn wir sie auch annehmen, ihr also die Absolution erteilen.

Und das tun wir häufiger, als es eigentlich gut für uns wäre. Falls du sehr sensibel oder gar hochsensibel bist, weißt du, wovon ich rede. Je empathischer ein Mensch ist, desto mehr Gedanken macht er sich über Kritik. Dabei ist es gerade für diese Menschen besonders wichtig, konstruktive von destruktiver Kritik zu unterscheiden. Und die zerstörerische Kritik links liegen zu lassen.

Der gut gemeinte, aber wenig alltagstaugliche Ratschlag lautet dann: „Du musst dir ein dickes Fell zulegen!“ Das mag im Kern – wie gesagt – gut gemeint sein, läuft jedoch in die falsche Richtung. Denn ein dickes Fell kann schnell zu einem undurchdringlichen Panzer werden. Hat sich diese harte Schale erst einmal gebildet, wird es sehr schwierig für dich werden, für hilfreiche Kritik überhaupt noch zugänglich zu sein.

Entwickle ein Gespür für Kritik, eine Art Messinstrument zur Unterscheidung durch Fragen wie:

  • Wer kritisiert mich?
  • Warum tut die Person das und aus welcher Position heraus?
  • In welchem Kontext kommt die Kritik zur Sprache?
  • Was will die Person mit ihrer Kritik erreichen?

Wann auf Kritik hören?

Heißt das, du solltest dich jeder Kritik verschließen? Natürlich nicht. Es ist völlig normal, dass wir unsere wunden Punkte nicht besonders mögen. Und es kann schmerzhaft sein, von anderen Menschen auf diese wunden Punkte und Schwächen angesprochen zu werden. Aber oft verbergen sich dahinter Potenziale, die wir noch nicht ausgeschöpft haben.

Sei also ehrlich mit dir selbst und frage dich: Bin ich wirklich offen für Kritik? Kann ich meine Schwächen annehmen? Bloßstellung ist hierbei ein wichtiges Stichwort, denn es kommt nicht nur auf den inhaltlichen, sondern auch auf den sozialen Kontext an. Kritik sollte, wenn möglich, immer nur in Anwesenheit der Beteiligten und nicht vor versammelter Mannschaft erfolgen. Allein das kann ein Indikator dafür sein, dass du es mit einem destruktiven Kritiker zu tun hast!

Bist du kritikfähig? Und ist eigentlich jede Kritik hilfreich?TWEET

Die Reaktion auf Kritik

Insbesondere im digitalen Zeitalter mit der weit verbreiteten Spezies Troll ist ein Kritikmanagement unabdingbar. Harriet Lemcke hat zu diesem Thema einen amüsanten Überblick mit vielen Fünkchen Wahrheit über Kommentatoren-Typen geschrieben. Diese sind ebenso unterschiedlich wie Kritiker, aber du kennst das Phänomen: Früher oder später kommen sie, die Hasskommentare.

Diese „Kritik“ ist besonders harsch und wurzelt in der Anonymität, die wie eine Art Schutzzone wirkt. Kein Wunder – schließlich erfordert es Mut, einem anderen Menschen Kritik ins Gesicht zu sagen. Solche Auswüchse solltest du einfach links liegen lassen.

Für konstruktive Kritik aber solltest du dich stets bedanken und darüber nachdenken. Dabei handelt es sich schließlich um Feedback, das dir zeigen soll, wie etwas noch nicht funktioniert. Wie ich bereits erwähnte: Konstruktive Kritik öffnet dir eine Tür, anstatt dir alle zu verschließen. Sie zeigt dir, wohin du dich weiterentwickeln musst, um zu deinem Ziel zu gelangen.

Fazit

Kritik ist, sofern konstruktiv, eine Bereicherung. Lehne sie daher nicht von vornherein ab, sondern versuche, die Intention, die Motivation und die Person hinter der Kritik zu erkennen. So fällt es dir leichter, die an dich herangetragene Kritik einzuordnen und die Spreu vom Weizen zu trennen.

Nun zu dir: Kannst du gut mit Kritik umgehen? Sollte deine Antwort „Na klar, auf jeden Fall!“ lauten, sind wir gleich wieder ganz oben in meinem Artikel angelangt … Guter Versuch. ;-) Also?
Die Spreu vom Weizen trennen – über den differenzierten Umgang mit Kritik Rating: 4.87/5 15 Votes
Benjamin Brückner

Benjamin Brückner

Benjamin Brückner ist Schriftsteller, Journalist und Blogger. Nach Tätigkeiten in Hörfunk- und Fernsehredaktionen veröffentlichte er zwei Bücher und kooperiert mit anderen Unternehmern. Sein Blog umfasst Rezensionen, Lesetipps und Analysen zu gesellschaftlichen Themen.

14 Reaktionen zu “Die Spreu vom Weizen trennen – über den differenzierten Umgang mit Kritik”

  1. Matthias

    Hallo Benjamin,
    ein toller Beitrag. Vielen Dank dafür!
    Im täglichen Leben ist man immer wieder Kritik ausgesetzt und muss immer wieder neu evaluieren: Was sind die Gründe für diese Kritik. Je nach Tagesform fällt einem Menschen der Umgang mit Kritik schwerer oder leichter.
    Ich stimme dir zu: Für konstruktive Kritik immer bedanken und darüber nachdenken.
    Viele Grüße
    Matthias

    Antworten
    1. Benjamin Brückner
      Benjamin Brückner

      Hallo Matthias,

      danke schön. Da sprichst du einen weiteren wichtigen Punkt an – die Tagesform. Wenn wir „mit dem falschen Fuß“ aufgestanden sind, dann fassen wir Kritik womöglich anders auf. ‚Die Wahrnehmung von Kritik‘ wäre einen eigenen Beitrag wert. Hmmm … ;)

      Viele Grüße
      Benjamin

      Antworten
  2. Sylvi

    Hallo Benjamin,

    sehr spannendes Thema wie ich finde. Ich hätte wohl eher geantwortet „Kommt drauf an.“ :-)
    Es kommt mir darauf an, wer mich kritisiert und auch der Ton macht die Musik. Letzteres bestimme ich mit meiner Stimme und meiner Wortwahl. Im Internet muss ich noch sorgfältiger auf meine Wortwahl achten. Um die Kritik ein wenig zu relativieren, werden häufig Smilies eingesetzt – nach dem Motto „Sei mir nicht böse.“
    Schönes Beispiel sind Fotogruppen bei Facebook. Ganz schwieriges Thema. Man glaubt nicht, wie viele Menschen nicht kritikfähig sind. Dann erfolgt oft die Antwort „Ich wollte das aber so.“
    Aber es ist auch erschreckend, wie manche ihre Meinung per Holzhammer abgeben – null Empathie.

    Wenn ich das Bedürfnis habe, ein Feedback zu einem Bild abzugeben, belasse ich es meist nicht bei der Kritik, wie man etwas besser oder anders machen könnte, sondern hebe meist in einem Schlusssatz die positiven Punkte des Fotos hervor. Außerdem wende ich meist die Wortwahl „Ich würde es soundso machen.“ Und nicht „Du solltest es soundso machen.“ Bis jetzt habe ich es nicht erlebt, dass jemand beleidigt darauf reagiert hat.

    Gruß Sylvi

    Antworten
    1. Benjamin Brückner
      Benjamin Brückner

      Hallo Sylvi,

      in der Tat kommt es immer drauf an. Mimik, Gestik und – wie du richtig sagst – Stimme und Wortwahl helfen uns im persönlichen Gespräch dabei, das Gesagte richtig einzuordnen. Im Netz fehlen uns diese Hilfestellungen und wir können nur aus dem Text heraus interpretieren. Die positiven Aspekte hervorzuheben, ist sehr wichtig. Ich habe mal gelesen, dass man vor jeder Kritik zuerst mit etwas Positivem anfangen und auch mit etwas Positivem schließen soll. Auch in Beziehungen gilt ja die goldene Regel: 5 x Lob, 1x Tadel. Wenn dieses Verhältnis nicht besteht, kann die Wertschätzung darunter leiden.

      Viele Grüße
      Benjamin

      Antworten
  3. Alexa
    Alexa

    Hallo Benjamin,

    „Lieber von den Richtigen kritisiert als von den Falschen gelobt werden.“ – Gerhard Kocher

    Die Unterscheidung von konstruktiver und destruktiver Kritik begegnet uns jeden Tag aufs Neue. Und wie du schon sagst, Kritik ist eine subjektive Beurteilung, daher nimmt auch jede Person die in den Raum geworfene Kritik subjektiv auf. Genau das führt häufig zu einer Verschwimmung der Grenzen – so wie du sie sehr schön in deinem Artikel beschrieben hast.

    Kritik ist nicht gern gehört, dennoch verbirgt sich hinter ihr in meinen Augen ein wichtiger Faktor: Wachstum! Egal, ob konstruktiv oder destruktiv, aus jeder Art von Kritik können wir persönlich wachsen und daraus lernen. Und genau deshalb finde ich sie so wichtig.

    In meinem Blog habe ich mich auch schon mal in einem Artikel diesem Thema gewidmet (http://www.el-instante.de/4-gruende-warum-kritikfaehiger-content-ein-muss-ist/).
    Darin beziehe ich mich allerdings darauf, dass nicht nur (in dem Fall) jeder Blogger kritikfähig sein sollte, sondern auch sein Content!

    Insgesamt ein wichtiges Thema in Zeiten des Internets herauszufinden, welche Kritik wirklich angebracht ist und welche eben nicht.

    Danke für deine Tipps und liebe Grüße
    Alexa

    Antworten
    1. Benjamin Brückner
      Benjamin Brückner

      Hallo Alexa,

      vielen Dank für das Lob und die Kritik. ;) Wachstum – das ist die Tür von der ich sprach, sofern die Kritik konstruktiv ist. Sie legt dann unsere Potenziale frei und wir können uns dieser bewusst werden. Deinen Beitrag finde ich sehr interessant, inbesondere in Hinblick auf den Perfektionismus, den du dort ansprichst. Blogger arbeiten, wie du richtig beschreibst, interaktiv, sie kommunizieren mit ihrer Zielgruppe. Und da ist es natürlich wichtig, Kritik auch annehmen zu können.

      In diesem Sinne, viele Grüße und ein schönes Wochenende
      Benjamin

      Antworten
  4. Pascal

    Also Hasskommentare finde ich persönlich super. Das zeigt mir dass meine Meinung die Gemüter spaltet und das ist mir lieber, als völlig belanglos zu bleiben. ;)

    Mit Kritik annehmen das kommt natürlich immer drauf an. Tagesform, von wem Sie kommt, ob der Kritiker damit einen Nerv trifft.

    Wenn ich mich über Kritik empört habe, hat sich später oft rausgestellt, dass tatsächlich ein wahrer Kern dran ist. Ist die Kritik dagegen für mich völlig substanzlos, dann lässt es mich in der Regel eher kalt.

    Ich denke es ist gefährlich, sich jede Kritik und jeden vermeintlich gut gemeinten Vorschlag gleich zu Herzen zu nehmen. Wer bloggt oder sonst in irgendeiner Form Content publiziert macht sich angreifbar. Es wird immer Leute geben, denen dieses oder jenes nicht passt und man kann es nicht jedem Recht machen. Besser eine Position beziehen, anstatt ständig sein Fähnchen in den Wind zu hängen.

    Antworten
  5. Svenja

    Hallo Benjamin,

    vielen Dank für diesen Artikel.

    Man sollte sich den Artikel ausdrucken und immer wieder aufs Neue durchlesen. Ich finde, Dein Artikel sensibilisiert das Thema Kritik wunderbar – sowohl für den Kritikgeber als auch für den Kritisierten.

    Viele Grüße und ein schönes Wochenende
    Svenja

    Antworten
    1. Benjamin Brückner
      Benjamin Brückner

      Hallo Svenja,

      gern geschehen. :) Und herzlichen Dank für das Lob. Genau, beide Perspektiven sind wichtig. Ausdrucken ist immer gut! Man weiß ja nie mit dem Internet als Modeerscheinung und so … ;)

      Viele Grüße zurück
      Benjamin

      Antworten
  6. Andreas Storrer

    Hallo Benjamin
    In einer meiner früheren Tätigkeiten habe ich Manager auf Stufe Geschäftsleitung rekrutiert und zur Unterstützung ein sehr gutes Assesment Tool dazu verwendet, um die Persönlichkeit zu analysieren. Ich habe dabei festgestellt, dass im persönlichen Gespräch bei keiner anderen Frage soviel die Unwahrheit kolportiert wurde wie bei der Frage: Wie gehen Sie mit Kritik um? Die Wahrheit ist, je weiter oben sich die Hierarchie in der Führungspyramide verengt, desto weniger will jemand kritisiert werden und zwar unabhängig ob positive oder negativ. Offensichtlich herrscht nach wie vor die Unfehlbarkeits-Meinung in der Chefetage vor. Zu was das führt ist uns allen hinlänglich bekannt. Die Kunst war es nun, aus der Persönlichkeitsanalyse herauszu finden, wie stark sich dieses Persönlichkeits-Merkmal auf den zukünftigen Job auswirken könnte.
    Ich stimme deinen Ausführungen grösstenteils zu und für mich ist es nur wieder eine Bestätigung.

    Herzliche Grüsse
    Andreas

    Antworten
    1. Benjamin Brückner
      Benjamin Brückner

      Hallo Andreas,

      das ist eine spannende Erfahrung, die du da schilderst. Im von dir angedeuteten Rahmen kann ich nachvollziehen, warum es den Betroffenen schwerfällt, mit Kritik umzugehen. Je mehr Verantwortung besteht, desto fataler können natürlich auch Fehler sein. Dennoch halte ich ein Klima, in dem es menschlich ist, Fehler zu machen, für sehr wichtig. Fehler müssen ja nicht immer dramatisch oder im Sinne von „Pannen“ gemeint sein. Gier ist sicherlich auch eine fehlerhafte Haltung, genau wie Rachsucht oder ähnnliche emotionale Niederungen.

      Herzliche Grüße zurück
      Benjamin

      Antworten
  7. Kleckerlabor

    Obwohl ich ein sehr dickes Fell habe, finde ich schon das ich kritikfähig bin, da ich mich angewöhnt habe wenn ich kritisiert werde, kurz in mich hineinzugehen und ganz sorgfältig zu prüfen ob da was dran ist, vielleicht bin ich ja „Betriebsblind“ bin, bei konstruktive kritik brauche ich meistens nicht lange um festzustellen, das nicht immer alle andere in mein Umfeld scheisse sein können, bei destruktive Kritik bemerke ich genau so schnell das ich mich diesen Schuh nicht anziehen muss

    Antworten
  8. Manuela Nikui

    Hallo Benjamin, vielen Dank für den spannenden Beitrag. Bei den vier Punkten zum Gespür für Kritik fehlt noch das „wie“. Denn der Ton macht die Musik. Und hier stellt sich auch schon schnell heraus, ob die Kritik ernst gemeint ist und konstruktiv sein soll oder jemand nur seine schlechte Laune abbauen möchte. Auch sollte man Kritik nicht persönlich nehmen, sondern sie auf der Sachebene belassen. Dann fällt auch der Umgang mit ihr viel leichter.
    Herzlichen Gruß
    Manuela

    Antworten
    1. Benjamin Brückner
      Benjamin Brückner

      Hallo Manuela,

      gern. Das „Wie“ wollte ich mit der Frage abdecken: „Warum tut die Person das und aus welcher Position heraus?“ Deine Schilderung geht da präzise rein, denn natürlich spielen auch die Gemütslage, die Stimme und deren Klangfarbe eine wichtige Rolle. Kritik nicht persönlich zu nehmen, gehört sicherlich zu den größten Herausforderungen des Alltags.

      Herzlichen Gruß zurück
      Benjamin

      Antworten

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