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Schritt für Schritt eine Infografik erstellen

Infografiken gehören online zu den beliebtesten Inhalten bei den Usern. Dies sieht man zum einen, wenn man sich bei Google+ etwas umsieht, aber auch bei Websites wie Visual.ly, wo täglich Hunderte solcher Grafiken veröffentlicht werden.

Zum anderen erstellen wir bei Linksquad immer wieder Infografiken für Kunden und sehen so aus erster Hand, welchen Effekt die Promotion haben kann.

Für den Blogger oder sonstigen Website-Betreiber hat das Erstellen einer Infografik daher also diverse Gründe. Zum einen nimmt der Mensch visuelle Informationen besser auf, was dem Inhalt automatisch mehr Gewicht verleiht. Zum anderen ist so eine Infografik auch eine echte Marketing-Maschine.

Darum lieben die User Infografiken

Aber bleiben wir doch kurz bei der Frage, warum Infografiken bei den Usern so gut ankommen. Das nachfolgende Video klärt dazu einiges:

Wie nutze ich eine Infografik im Marketing?

Wie bereits erwähnt, kann die Infografik auch ein Marketing-Instrument sein. Doch wie genau soll dies funktionieren?

Eine Infografik erstellen und diese dann bewerben gehört auf jeden Fall in den Bereich des Content Marketings. Also eine Form des Marketings, wo nicht direkt verkauft wird.

Vielmehr geht es hier darum, dem User einen Mehrwert zu bieten und diesen auf diese Weise an das Unternehmen heranzuführen. Das „Unternehmen“ kann natürlich auch einfach eine Website oder ein Blog sein.

Damit eine Grafik für das Online Marketing genutzt werden kann, muss folgender Ablauf beachtet werden:

  • Recherche
  • Hochwertige Grafik erstellen
  • Promotion

Einen detaillierteren Ablauf habe ich bereits hier beschrieben: 10 Schritte zur erfolgreichen Infografik-Kampagne

Wie wird also eine erfolgsversprechende Infografik erstellt?

Erster Grundsatz: Vergiss das Produkt!

In der Regel bietet das eigene Produkt keine gute Grundlage für eine Infografik. Es ist schwierig, das eigene Produkt zu präsentieren, ohne dass es nach Werbung riecht. Ein werblicher Beigeschmack ist tödlich für jede Infografik-Kampagne.

Es gibt Ausnahmen wie etwa …

  • … ein Comic-Verlag, der auf einer Infografik seine Superhelden vergleicht.
  • … ein Satelliten-Hersteller, der die Funktion seines Produktes darstellt.
  • … eine Website wie Facebook, die ihre Zahlen präsentiert.

Die Zielgruppe definieren

Die Zielgruppe der Infografik muss keineswegs mit allen möglichen Kunden übereinstimmen. Das ergibt in der Regel eine zu breite Gruppe.

Stattdessen muss man bei der Definition auf eine Gruppe fokussieren, die auch den Marketing-Effekt generieren kann. Sprich, eher junge Internetnutzer, die im Social Web aktiv sind.

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Dies heißt aber nicht, dass nur Infografiken über die Simpsons oder Star Wars erfolgreich sein können. Denn vieles hängt schlussendlich von der Verpackung ab.

Ein Thema für die Infografik finden

Hat man sich für eine Zielgruppe entschieden, geht es darum, ein passendes Thema zu finden. Dieses sollte in erster Linie gut visualisierbar sein. Folgende Inhalte eignen sich gut:

Achtung! Nicht alle Themen eigenen sich gut. Die folgenden sind schwieriger umsetzbar:

  • Anleitungen für theoretische Abläufe – Also zum Beispiel, wie man einen guten Blogartikel schreibt. Dinge wie „Denke dir einen guten Titel aus“ kann man nicht visualisieren. Daher eignet sich eine Grafik nicht dafür.
  • Viel Text – Generell eignen sich Infografiken nicht, um viel Text darzustellen.

Sich für einen Stil entscheiden

Wenn es um Infografiken geht, dann gibt es wirklich unendlich viele Möglichkeiten. Wahrscheinlich so viele, wie es Grafikdesigner gibt. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Nun sind aber die meisten Menschen keine Grafikdesigner, womit diese Aufgabe auf einmal schwierig werden kann. Die einfachste Lösung dazu ist also? Das Rad nicht neu erfinden!

Ich persönlich nutze gern die Seite Visual.ly, wo in der Community Tausende Grafiken hochgeladen werden. Hier findet jeder eine Infografik nach seinem Geschmack. Diese kann er dem Designer als Inspiration zeigen. Weitere Quellen für Inspirationen sind:

Inhalte recherchieren und festlegen

Ob man den Stil nun wirklich vor dem Inhalt definieren sollte, sei natürlich jedem selbst überlassen. Persönlich mache ich es oft so. Denn die Wahrheit ist, dass das Aussehen der Infografik mindestens genauso viel zum Erfolg beiträgt wie der Inhalt.

Man kann sich also beim Inhalt an gewissen Designelementen orientieren, um am Ende eine Grafik zu erhalten, die wirklich stark aussieht.

Meine Herangehensweise sieht wie folgt aus:

  • Eine Kernaussage finden.
  • Die Aussage stichpunktartig umschreiben.
  • 5-10 visuell darstellbare Fakten finden.
  • Einen Titel definieren, der Lust macht.

Die Infografik erstellen (lassen)

Nun geht es auch schon ans Design der Grafik. Wer selbst Designer ist oder vielleicht im Unternehmen intern jemanden hat, für den kann es gleich losgehen. Alle anderen sollten sich nun genau Gedanken machen, wie ihre Idee zum Designer gelangt.

Wir machen es oft so, dass wir einige Infografiken als Inspiration sammeln und dann sogar einige Bereiche daraus ausschneiden (als Screenshots speichern). In einigen Fällen ist aber auch etwas sehr Spezifisches notwendig. Hier kommt dann gutes altes Papier und Bleistift zum Einsatz. Danach einscannen und dem Designer schicken.

Was? Du hast noch keinen Designer?

Dann hast du Glück, dass du in der heutigen Zeit lebst. Denn nie zuvor war es einfacher, eine Infografik designen zu lassen, ohne selbst Grafikdesigner zu sein. Du hast dazu tausend Möglichkeiten. Hier sind einige:

  • Schau dich einfach mal in deinem Netzwerk um (Freundeskreis und Social Web).
  • Nutze eine Plattform wie oDesk, Freelancer oder eLance.
  • Finde einen Infografik-Designer (tatsächlich haben sich bereits einige Designer darauf spezialisiert).
  • Oder finde einen lokalen Grafikdesigner in deinem Ort.

Tipp: Solltest du einen nicht Deutsch sprechenden Designer wählen, lohnt es sich, die Grafik erst auf Englisch vorzubereiten und dann nachträglich zu übersetzen. Mache im Voraus bei der Preisverhandlung aus, dass die Infografik an Ende auf Deutsch sein muss.

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Dani Schenker

Dani Schenker

Dani Schenker ist seit 2005 im Online Marketing tätig. Zuerst als Blogger und Betreiber von mehreren Blogs, dann als Freelancer für diverse SEO-Agenturen. Heute schreibt er bei Tropenwanderer.com über das Leben in Costa Rica, von wo aus er arbeitet und seine Dienstleistungen anbietet.

6 Reaktionen zu “Schritt für Schritt eine Infografik erstellen”

  1. Claudia Dieterle
    Claudia Dieterle

    Hallo Dani,
    gut geschrieben der Artikel. Sehr anschaulich mit den vielen Beispielen von Infografiken. Ich bin ein großer Fan von Infografiken und erstelle meine mit easel.ly und pinne alle Infografiken, die mir gefallen.
    In einem Punkt stimme ich nicht mit Dir überein „Viel Text – Generell eignen sich Infografiken nicht, um viel Text darzustellen.“ Ich habe schon viele Infografiken gesehen, die als Liste dargestellt mehrere Punkte aufzählen und sehr viel Text haben. Eine Infografik ist mit einem guten Layout und einem oder mehreren Bildern ansprechender als eine PDF-Datei nur mit Text. Viele bieten ja auch Checklisten zum kostenlosen Download an, die oft inhaltlich sehr gut und nützlich sind, aber optisch nicht so ansprechend wie eine Infografik.
    Viele Grüße
    Claudia

    Antworten
    1. Dani Schenker
      Dani Schenker

      Hallo Claudia,

      Vielen Dank für deinen Kommentar.

      Über den einen Punkt kann man sicher diskutieren. Ich habe sicher auch schon einige Infografiken mit viel Text gesehen, die ich gut fand.
      Jedoch bin ich der Meinung, dass sich ein normaler Blogartikel für so etwas mehr eignet.
      Aber klar, wenn die Grafik vom Design her gut gemacht ist, kann das natürlich auch funktionieren :)

      Grüsse
      Dani

      Antworten
    2. Stefan Schütz
      Stefan Schütz

      Hallo Claudia,

      danke für den Tipp mit „easel.ly“ – eben kurz etwas damit gespielt, klasse Tool!

      Viele Grüße
      Stefan

      p.s. toller Beitrag Dani, aber das sagte ich ja schon andernorts ;-)

      Antworten
  2. Unternehmensberatung Regensburg

    Also ich benutze auch Easel.ly habe es aber inzwischen wieder aufgegeben, da man hier locker mal 2 Stunden dran hängt und es dann doch keiner dankt. Lieber ein paar mehr Sätze. Und vor die richtigen Infografiken, die wir auch schon erstellt haben, sitzt man 4-5 Stunden. Der Beitrag war klasse.

    Antworten
    1. Dani Schenker
      Dani Schenker

      Da kann ich dir absolut recht geben. Wenn man selbst kein Designer ist, ist es nicht die einfachste Aufgabe, selbst so eine Grafik zu erstellen. Das soll aber nicht heissen, dass ein guter Grafikdesigner nicht auch ein Tag oder so an einer guten Grafik arbeitet…

      Auf der anderen Seite… Was sind schon 4-5 Stunden, wenn man danach mit einer Infografik einen viralen Effekt erzielen kann???

      Antworten

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