SEO: 5 WordPress-Plugins für mehr Sichtbarkeit

Feintuning für WordPress-Blogs: Fünf Plugin-Empfehlungen

Unumstritten: WordPress ist seit einigen Jahren das meistgenutzte CMS und vor allem bei Blog- und Infoseiten-Betreibern extrem beliebt. Die Gründe für die große und stetig wachsende WordPress-Fangemeinde sind vielschichtig. Die intuitive Bedienbarkeit sowie die Flexibilität spielen dabei sicher eine sehr bedeutsame Rolle. Apropos Flexibilität: es existieren viele tausend oder gar Millionen WordPress-Plugins, die eine Erweiterung des Standard-Funktionsumfanges ermöglichen. Ein Großteil dieser Plugins ist kostenfrei.

Zielbar-Gründer Steve Naumann hat in seinem Beitrag bereits viele sinnvolle WordPress-Plugins vorgestellt. In meinem Artikel geht es vorwiegend um jene Plugins, die dem (SEO-)Feintuning zuzuordnen sind. Es handelt sich um Erweiterungen, die die WordPress-Websites SEO-konformer machen und die Strukturen sowie Interpretierbarkeit der Internetauftritte grundlegend optimieren. Auf diese Weise können Webmaster die Reichweite und die Sichtbarkeit in den Suchmaschinen effektiv verbessern. Dabei liegt es auf der Hand, dass nicht jedes Plugin für jede WordPress-Website gleichermaßen geeignet ist. Es gilt, individuell zu prüfen, ob die Aktivierung eines der vorgestellten Plugins sinnvoll erscheint und einen Mehrwert erzeugt. Die Reihenfolge der Plugins ist rein zufällig gewählt.

1. Simple 301 Redirects

Es ist vollkommen normal, dass auf einer Website mit der Zeit vermehrt 404-Fehler auftreten. Das ist in der Regel dann der Fall, wenn ehemals gültige Unterseiten nicht mehr existieren. Dann liefern sie richtigerweise einen http-Statuscode 404 aus. Damit die Besucher einer Website nicht auf eine dieser ungültigen 404-Seiten landen und dort keine relevanten Inhalte angezeigt bekommen, ist es ratsam, sie auf ein passendes Pendant umzuleiten. In Frage kommen Blogbeiträge, Kategorien oder die Startseite. Klassischerweise werden solche Weiterleitungen manuell in die .htaccess-Datei, die auf dem Server liegt, eingetragen. Eine wesentlich einfachere Methode ist die Einrichtung solcher Weiterleitungen mit Hilfe des „Simple 301 Redirects Plugins“. Die Weiterleitungen können ohne tiefgreifende technische Kenntnisse direkt im WordPress-Backend eingepflegt werden.

Screenshot: WordPress-Plugin Simple 301 Redirects

Das Anlegen der Weiterleitungen ist wahrlich selbsterklärend.

Dadurch, dass die Weiterleitungen mit dem Statuscode 301 erfolgen, sind sie absolut SEO-konform. Google überträgt nämlich sämtliche Power, die von der ehemals gültigen URL ausgeht und ersetzt etwaige bestehende Rankings in der Google-Suche.

Simple 301 Redirects

2. No Category Base (WPML)

Die Funktion dieses praktischen WordPress-Plugins ist eigentlich relativ einfach erklärt. Nach dem Download und der Aktivierung des Plugins wird vollautomatisch der Pfad /category/ aus der URL entfernt, der standardmäßig bei den Kategorie-URLs mit ausgegeben wird. Dadurch werden die URLs wesentliche kürzer, besser lesbar und insgesamt aussagekräftiger. Die alten Kategorie-URLs werden übrigens automatisch via 301 auf die neuen URLs umgeleitet. Absolut SEO-konform also.

Ein Beispiel:
Vor Aktivierung: https://www. domain.de/category/kategoriebezeichnung
Nach Aktivierung: https://www. domain.de/kategoriebezeichnung

No Category Base (WPML)

3. Noindex Attachment Pages

Ein weiteres Helferlein ist das Plugin „Noindex Attachment Pages“. Viele WordPress-Websites fluten den Google-Index unnötigerweise mit haufenweise irrelevanten Unterseiten. Solch irrelevante Unterseiten können ganz unterschiedlicher Natur sein. Jedenfalls betrifft das in der Regel auch die Anhangseiten, die neben dem Anhang (z. B. einer Grafik) keine weiteren und für Google verwertbaren Inhalte abbilden.

Aus SEO-Sicht bieten sie deshalb absolut keinen Mehrwert und gehören nicht in den Google-Index. Aus diesem Grund sollten sie mit einem Noindex-Tag ausgestattet und damit von der Indexierung durch Google ausgeschlossen werden. Da viele SEO-Plugins diese Funktion nicht explizit anbieten, ist es ratsam, das „Noindex Attachment Pages“ Plugin zu installieren. Dabei genügt die Aktivierung – und das Plugin fügt automatisch allen Anhangsseiten einen Noindex-Tag hinzu.

Noindex Attachment Pages

4. kk Star Ratings

Jeder kennt sie: Die Sternchen-Bewertungen, die bei vielen Suchergebnissen in der Google-Suche angezeigt werden. Warum werden Bewertungssternchen angezeigt? Im Prinzip ganz einfach: Im Quelltext der jeweiligen Seite sind sogenannte Strukturierte Daten (Markups) hinterlegt, die solche Bewertungen für Google lesbar machen. Für WordPress-Nutzerinnen und –Nutzer gibt es verschiedene Möglichkeiten, Sternchen-Bewertungen zu generieren. Eine von vielen Möglichkeiten bietet das Plugin „kk Star Ratings“. Durch die Aktivierung des Plugins werden im Frontend der Seite – zum Beispiel auf Artikel- oder Seitenebene – Bewertungssternchen angezeigt. Die Besucherinnen und Besucher der Seite können über diese Funktion eine Bewertung abgeben, ohne eine Rezension schreiben zu müssen.

Screenshot: WordPress-Plugin kk Star Ratings

Die Bewertungssternchen werden im Frontend angezeigt und im Quelltext mit entsprechenden Markups versehen. Abbildung: itsystemkaufmann.de

Die Bewertung wird im Code für Google so deklariert, dass sie in den Suchergebnissen angezeigt wird. Eine höchst effektive und simple Maßnahme, um sich von Konkurrenten in den Google-Suchergebnissen abzusetzen und mehr Aufmerksamkeit zu erzeugen. Höhere Klickraten sind eine mögliche Folge.

kk Star Ratings

5. Table of Content Plus

Zu guter Letzt sei hier das Plugin „Table of Content Plus“ erwähnt. Nutzerinnen und Nutzer stehen total auf gut strukturierte Inhalte und Google erst recht. Die Gründe: Für Google sind solche Inhalte wesentlich leichter interpretierbar und die Nutzersignale (z. B. die Verweildauer) werden ebenfalls positiv davon beeinflusst. Ist der Inhalt gut strukturiert, bietet sich mit „Table of Content Plus“ die Möglichkeit, zusätzlich ein Inhaltsverzeichnis abzubilden.

Screenshot: WordPress-Plugin Table of Content Plus

Das Inhaltsverzeichnis kann beispielsweise auf Basis der Zwischenüberschriften generiert werden. Abbildung: itsystemkaufmann.de

Dieses Inhaltsverzeichnis kann beispielsweise auf Basis der Überschriften generiert werden und ist mit Sprungmarken versehen. Diese Sprungmarken ermöglichen es den Nutzerinnen und Nutzern, Inhalte schnell und einfach abzurufen. Das weiß Google zu schätzen. Die Suchmaschine zeigt diese Sprungmarken in einigen Fällen auch in den Suchergebnissen an. Dadurch wird der Platz, den das einzelne Suchergebnis einnimmt, vergrößert und zusätzlich wird die Aufmerksamkeit nochmals verbessert.

Table of Contents Plus

Fazit

Diese kleine aber feine Auswahl an Plugins erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es gibt noch viele weitere Plugins, die das Leben von WordPress-Seitenbetreibern wesentlich vereinfachen und zu einer besseren Sichtbarkeit in den Suchmaschinen beitragen können. Je nach Art und Ausrichtung der Website, können unterschiedliche Plugins mal mehr und mal weniger sinnvoll sein. Bei aller Optimierung sollten immer die Nutzer im Fokus stehen – das ist übrigens auch der Tenor von Google. Eine gute Basis dafür liefern diese Plugins allemal.

 

Artikelbild: Martin Mummel/GRVTY

Feintuning für WordPress-Blogs: Fünf Plugin-Empfehlungen
Rating: 4.4 18 Votes
Marvin Mennigen

Marvin Mennigen

Marvin Mennigen ist Online-Marketing-Freelancer und bietet seine Leistungen unter web-malocher.de an. Er hat sich auf die Bereiche Suchmaschinenoptimierung und Web-Analyse mit Google Analytics spezialisiert. Neben der erfolgreichen Umsetzung eigener Online-Projekte berät er Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größen.

2 Reaktionen zu “Feintuning für WordPress-Blogs: Fünf Plugin-Empfehlungen”

  1. Fenja Engelhardt

    Hm, ist das jetzt Absicht dass Yoast SEO als „#1 WordPress SEO Plugin“ nicht mit aufgeführt ist, da zu banal? ;) Neben der SEO-Optimierung von Beiträgen und Seiten, Titel und Meta Description lässt sich damit jedenfalls auch sehr gut einstellen, welche Seiten nicht im Google-Index landen sollen.

    Ansonsten sehr guter Überblick – ich als alter WordPress -SEOler kannte tatsächlich ein Plugin aus der Sparte so noch nicht.

    Grüßlichst
    Fenja

    Antworten
  2. Marvin Mennigen
    Marvin Mennigen

    Hey Fenja,

    SEO-Basic-Plugins wie Yoast SEO und All in One SEO habe ich nicht aufgeführt, da hier eher „Feintuning-Plugins“ im Fokus standen. Ansonsten hast du natürlich absolut Recht. Danke für dein Lob! :)

    VG
    Marvin

    Antworten

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