Visual Micro Content - Wie du deinen Blogbeitrag sinnvoll mit visuellen Elementen erweiterst

Visual Micro Content: Wie du deinen Blogbeitrag sinnvoll mit visuellen Elementen erweiterst

Dein Magen grummelt, aber du hast keinen großen Hunger? Dann ist wohl die Zeit für einen kleinen leckeren Snack gekommen. Er überbrückt perfekt die Zeit bis zur nächsten Mahlzeit, verspricht deinem Magen aber auch weitere kulinarische Hochgenüsse.

Stell dir vor, deine Blogbeiträge sind eine Mahlzeit und visueller Micro Content (VMC) ist der Appetizer, der deinen Lesern Hunger auf mehr macht. Der Vorteil: Es reichen wenige, aber qualitativ hochwertige und richtig platzierte Content-Häppchen aus, um die Leselust deiner Zielgruppe zu wecken.

In diesem Beitrag möchte ich dir zeigen:

  • Warum Micro Content auch für dich relevant sein kann.
  • Welche Arten von visuellen Inhalten du erstellen kannst.
  • Worauf du bei der Erstellung achten solltest.

Micro Content und Visual Micro Content: Darum geht’s


Welche Inhalte sind Micro Content?

Mit Micro Content ist der kleinstmögliche Content-Baustein gemeint: Text, Bild oder Video. Dazu zählen auch Fragmente deiner erstellten Inhalte. Bei einem Blogbeitrag wären das einzelne Absätze, Zitate, aber auch eine Headline. Diese einzelnen Elemente werden dann beispielsweise auf Social Media geteilt, um dem Leser Appetit auf mehr zu machen.

Ein großer Teil des geteilten Mico Contents besteht heutzutage aus visuellen Elementen. Keine überraschende Neuigkeit, oder? Schließlich lieben wir Menschen seit Anbeginn der Zeit Bilder. Wir sind visuelle Wesen. Wir nehmen den Großteil unserer Umwelt mit unserem Sehsinn war.

Der Vorteil von Visual Micro Content ist, dass die Informationen und Inhalte, die du vermitteln willst, in wenigen Sekunden von deiner Zielgruppe erfasst werden können.

Zu Visual Micro Content zählen zum Beispiel:

  • Bilder
  • Gifs
  • Icons
  • Infografiken
  • Illustrationen
  • Sketchnotes
  • und viele mehr

„Durch kurze, visuelle, mobile oder interaktive Inhalte wird die Aufmerksamkeit von Usern gewonnen. Sie bestehen zum Beispiel aus Infografiken, Foto-Serien, Mini-Clips oder interaktiven Tools. Gestreut wird Micro Content über Kanäle wie Instagram, YouTube oder Snapchat.“ – TWT.

Wenn du mehr über Micro Content wissen willst, dann empfehle ich dir die folgenden Beiträge:

  • Micro Content – Wie wir die kurze Aufmerksamkeitsspanne des Menschen im Marketing richtig nutzen von Robert Weller.
  • How To Maximize Your Marketing Micro Content von Michael McNew.
  • Micro Content – Darf es auch ein bisschen weniger sein? von Stefan Schütz via Zielbar.de.

Warum Visual Micro Content auch für dich wichtig sein könnte

Es gibt viele gute Gründe, warum du Visual Micro Content erstellen solltest. Für mich gibt es jedoch zwei besonders interessante Aspekte:

  • Content ist überall. Unsere Aufmerksamkeitsspanne wird immer kürzer. Die Aufmerksamkeit deiner Zielgruppe zu erlangen, ist keine leichte Aufgabe. Denn du musst innerhalb kürzester Zeit Interesse wecken. Wie gut, dass es visuelle Inhalte gibt. Diese lassen sich schnell vom Leser erfassen. Gewinne die Aufmerksamkeit deiner Zielgruppe mit Visual Micro Content, mit dem du sie beispielsweise zu deinem Blogbeitrag ziehen kannst.
  • Smartphones und Tablets nutzt heute fast jeder.  Kein Wunder also, dass wir auch mit Smartphone und Tablet eben mal ins Internet und auf Recherche gehen. Wer kompakte Inhalte erstellt, die auf diesen Geräten leicht zu konsumieren sind, wird schneller gefunden, konsumiert und erhält die Aufmerksamkeit für seine veröffentlichten Inhalte. Denke also bei der Erstellung von Visual Micro Content daran, dass sie auch auf mobilen Geräten funktionieren und gut aussehen.

Du willst weitere gute Gründe, warum du Micro Content und Visual Mirco Content nutzen solltest? Dann wirf einen Blick in das Visual Content Playbook von visually. Es ist schon drei Jahre alt, aber den Großteil des Inhalts halte ich nach wie vor für relevant.

Welche Arten von Visual Micro Content gibt es?

Zugegeben: Es gibt viele Arten von Visual Micro Content, die du für dich nutzen könntest. Zum Glück gibt es aber auch eine Reihe von visuellen Elemente, die sich bewährt haben.

Im Folgenden stelle ich dir ein paar von ihnen vor. Einige dieser visuellen Elemente habe ich auch für meinen Blog-Beitrag „Briefing 1 x1“ genutzt:

Infografik

Infografiken gibt es schon seit mehreren Jahren, sie sind ein beliebtes Content-Marketing-Format. Mit ihnen kannst du komplexe Informationen auf eine benutzerfreundliche Weise bereitstellen. Ihre Erstellung kann ein wenig zeitintensiv sein.

Darum mein Tipp: Verliere dich bei Infografiken nicht in Details. Packe nur die wichtigsten Aussagen deines Beitrags in die Grafik.


Micro Content Beispiel: Infografik

Minigrafik

Wenn zeitliche und finanzielle Ressourcen knapp sind, dann genügt vielleicht schon eine Minigrafik, um den Leser neugierig zu machen. Du kannst Minigrafiken aber nicht nur für die Auflockerung deines Textes nutzen. Sie eignen sich auch wunderbar als Social-Media-Inhalte. Diese beiden Beispiele eignen sich beispielsweise aufgrund ihres Formats für Pinterest.

Mein erster Tipp: Achte bei der Erstellung von Minigrafiken auf die Größe und das Format. Diese können von Social-Media-Kanal zu Social-Media-Kanal unterschiedlich ausfallen.

Mein zweiter Tipp: Nutze für Minigrafiken auffällige Farben, die aber auch zu deinem Blog-Design passen, um die Aufmerksamkeit deiner Leser auf dich zu ziehen.


Beispiel Minigrafik für Micro Content

Animation

Animationen und Gifs kann heute jeder sehr leicht und schnell erstellen. Warum also kein passendes Gif für deinen Blogbeitrag bauen? Außerdem werden Animationen und Gifs neben Memes sehr gerne auf den sozialen Kanälen geteilt. Du kannst also auch diesen Visual Mirco Content für mehrere Kanäle nutzen.

Mein Tipp: Nicht jede Animation und jedes Gif wird deiner Zielgruppe gefallen. Umso wichtiger ist es, unterschiedliche Ideen auszuprobieren. Ich mache es mir gerne leicht und nutze die Bildschirmaufnahmefunktion von Quick Time, mit dem ich kurz über meinen fertigen Artikel scrolle. Das Videomaterial bearbeite ich dann so, dass ich es auf Twitter oder Instagram teilen kann.



Natürlich gibt es viele Visual Micro Content Formate. Wenn du weitere Inspiration benötigst, dann schau dir doch die folgenden Beiträge an:

  • 5 Visual Content Formats for Engaging Your Audience and Driving Business Results von Newscred.
  • Das Marketing-Format fürs Social Web: Mit Visual Micro Content die Reichweite steigern von t3n.

Tipps und Tools für die Erstellung von Visual Micro Content


Micro Content erstellen Tools

Für die Erstellung von Visual Micro Content habe ich noch ein paar Tipps und Tools für dich. Egal, ob du nun Micro Content oder Visual Micro Content erstellen willst, folgende Kriterien sollte dein Content erfüllen:

  • Erstelle Content-Häppchen, die deine Leser auch wirklich interessieren, Informationen vermitteln und hilfreich sind.
  • Die Inhalte sollten leicht verständlich und damit schnell konsumierbar sein.
  • Achte darauf, dass dein Visual Micro Content auf mobilen Geräten eine gute optische Figur macht.
  • Einen Call-To-Action in deine Content-Bausteine zu integrieren ist nie verkehrt. Übertreibe es aber nicht dabei – Aufforderung zum Abonnieren oder Folgen sind manchmal unangemessen und wirken äußerst oberflächlich.

Die folgenden visuellen Tools nutze ich regelmäßig zur Erstellung meines VCM:

Canva

Für Canva brauchst du eigentlich nur einen Internetanschluss und einen anständigen Browser – du kannst aber auch die App nutzen, um unterwegs weiterzuarbeiten. Mit Canva lassen sich sehr einfach und schnell Grafiken erstellen. Du kannst Infografiken und Bilder für deine Social-Media-Kanäle mit den passenden Bildgrößen anfertigen. Hierfür bietet dir Canva eine Vielzahl von Templates und Vorlagen, mit denen du ganz einfach und schnell durchstarten kannst. Viele Inhalte sind kostenlos verfügbar – es gibt allerdings auch ein paar Ausnahmen, die kostenpflichtig sind. Wer ein wenig Geld in Canva Pro investiert, kann seine Entwürfe leicht in kurze Animationen umwandeln.

Du hast dort eine große Bandbreite an Möglichkeiten, von Infografiken bis zu „normalen“ Bildern für deine Social Media Posts. Such dir ein Template aus, schiebe Bilder, Grafiken und Text hinein und schon kannst du starten. Vieles ist kostenlos verfügbar, lediglich einige Bilder und Icons sind kostenpflichtig.

makeagif

Es gibt viele Möglichkeiten, um ein Gif zu erstellen. So etwa das Tool makeagif. Eine weitere Methode habe ich dir zudem bereits genannt: Die Animationsfunktion von Canva Pro. Aber es geht auch ohne kostenpflichtige Programme.

Die Erstellung von Gifs habe ich mit Hilfe eines Beitrags von buffer gelernt. Diesen solltest du dir unbedingt durchlesen – vor allem dann, wenn du dich selber kreativ austoben möchtest.

Quik

Mit dieser App für Android und iOS kannst du in wenigen Klicks kurze Videos mit unterschiedlichen Stilen und auf Wunsch auch mit Musik erstellen. Du kannst nicht nur Fotos oder Videoclips für das Video verwenden, sondern auch beides miteinander kombinieren.

Bei der Videoerstellung kannst du die Videolänge der einzelnen Elemente anpassen oder kurze Textabschnitte hinzufügen.

Vimage

Auch Cinemagraphs erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Für Fotos mit bewegten Effekten habe ich selbst allerdings noch keine sinnvolle Verwendung – außer als Auflockerung und Spielerei – gefunden. Mit Vimage für Android und iOS kannst du solche Fotos sehr schnell und leicht erstellen. Um das Wasserzeichen zu entfernen, musst du ein wenig Geld in die Hand nehmen.

StoryArt

Instagram Stories werden als Visual Content immer wichtiger. Deine Botschaften immer wieder in einem klar erkennbaren Design zu veröffentlichen, ist nicht immer leicht. Wer kontinuierlich Stories auf Instagram veröffentlichen will, sollte einen Blick auf StoryArt für Android und iOS werfen.

Mit den Layoutvorlagen – manche kostenlos, manche kostenpflichtig – kannst du deinen Stil vereinheitlichen. Deinen Layouts kannst du auf Wunsch Textbausteine hinzufügen.

Visual Micro Content: Die Erstellung lohnt sich trotz des Aufwands

Ist der Aufwand, zusätzlichen Visual Micro Content für einen Blogbeitrag zu produzieren, nicht enorm? Das Erstellen von VCM lässt sich gut in deinen Content-Workflow integrieren.

Wichtig ist, dass du dir genau überlegt, welche Art von Visual Micro Content für deine Zielgruppe am besten funktioniert. Du solltest nicht nur einen Blog-Beitrag anteasern. Vielmehr geht es darum, deiner Zielgruppe eine zusätzliche Information anzubieten, die sie auch dazu veranlasst, den gesamten Blogbeitrag zu lesen.

Weitere lesenswerte Beiträge zum Thema Micro Content:

Artikelbild: Martin Mummel/GRVTY

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Stephanie Kowalski

Stephanie Kowalski

Stephanie Kowalski ist Bloggerin und unterstützt als freiberufliche PRlerin kleine und mittelständische Unternehmen bei ihrer Kommunikation. In ihrem Blog Online PR Guide erklärt sie, wie man mithilfe bewährter PR-Strategien und moderner Online-Kanäle erfolgreich digital kommuniziert.

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