Social Media: 5 Thementipps für Führungskräfte

Aufruf zur Social Media-Kommunikation für Geschäftsführer und Führungskräfte 
mit 5 Thementipps

Warum sollte ich als Geschäftsführer oder Führungskraft aktiv sein auf Social Media? Wie kann das aussehen, über welches Thema soll ich sprechen und was soll das überhaupt bringen? Das sind nur einige wenige Fragen, die in Gesprächen mit Geschäftsführern und Führungskräften immer wieder gestellt werden.

Im digitalen Zeitalter werden Transparenz und Authentizität von Geschäftsführern und Führungskräften mehr denn je nachgefragt. Alles kann heute in Echtzeit von jedem überprüft, nachgelesen und kommentiert werden. Unternehmenslenker als Vorbilder, sogenannte „Thought Leader“ (Robert Weller beschreibt das in seinem Beitrag ausführlich) werden von der Öffentlichkeit händeringend gesucht. Die breite Öffentlichkeit möchte jedoch nicht mehr nur über die herkömmlichen Kommunikationsmaßnahmen Informationen zum Unternehmen erhalten, sondern wünscht sich das vielmehr über die sozialen Netzwerke. Dass diese Erwartungshaltung heute von Geschäftsführern und Führungskräften nicht länger ignoriert oder außer Acht gelassen werden sollte, zeigen die von Kontor4.de für Deutschland im Januar 2019 veröffentlichten Zahlen:

  • Facebook hat 32 Mio. aktive Nutzer, davon sind 23 Mio. Nutzer täglich aktiv.
  • Xing hat ca. 15 Mio. Nutzer, ein Plus von ca. 2 Mio. im Vergleich zu 2018, und hat 2,5 Mio. Nutzer wöchentlich.
  • LinkedIn hat ca. 12-13 Mio. registrierte Nutzer.
  • Twitter wird von 2,5 Mio. Nutzer wöchentlich genutzt und hat 0,6 Mio. Nutzer täglich.
  • Instagram hat 10 Mio. aktive Nutzer wöchentlich und 6 Mio. aktive Nutzer täglich.

Die sozialen Netzwerke freuen sich jedes Jahr über den steten Zuwachs – international betrachtet ist dieser sogar noch größer.

Die Wirkung und den Einfluss sozialer Netzwerke wird nach der Präsidentschaftswahl in den USA und anlässlich des jüngsten Beispiels mit dem Youtuber Rezo sicherlich niemand mehr anzweifeln. Die Zahlen zeigen, wie viele Menschen täglich in den sozialen Netzwerken unterwegs sind, dort News lesen, sich informieren, Inhalte kommentieren und sich dort austauschen.

Über diese Netzwerke können nicht nur neue Kunden gewonnen, geeignete Kooperationspartner gefunden oder ein Austausch mit Geschäftsführern und anderen Führungskräften über Trends und Erfahrungen erfolgen. Nein, es sollte heutzutage vielmehr von diesen als ein Platz verstanden werden, um Unternehmensthemen noch aktiver zu kommunizieren, voranzutreiben, neue Mitarbeiter zu gewinnen und mit den relevanten Zielgruppen in Kontakt zu kommen.

Ergreift die Chance und seid Vorbild!

Schaut euch einmal genau die Ergebnisse dieser aktuellen Umfragen an und lasst die Antworten, warum die Social Media-Kommunikation so relevant ist und warum diese Form der Kommunikation auch ein wichtiger Meilenstein für die Zukunft des Unternehmens darstellt, auf euch wirken:

  • Der Trust Barometer 2019 sagt beispielsweise, dass „über 80 Prozent der Kunden eher einem Unternehmen vertrauen, dessen CEO und Führungskräfte auf Social Media aktiv sind“.
  • Zudem glauben 4 von 5 Angestellten, dass CEOs/ Geschäftsführer, die auf Social Media aktiv sind, besser qualifiziert sind, Unternehmen in digitalen Zeiten zu führen.
  • Auch „Inhalte, die von unternehmenseigenen Mitarbeitern auf Social Media geteilt werden, haben 8 Mal mehr Engagement als die Inhalte, die direkt über die Unternehmenskanäle veröffentlicht werden.“ Meiner Meinung nach, kann das Mitarbeiter-Engagement aber erst dann richtig entfaltet und auch gefordert werden, wenn der Geschäftsführer und die Führungskräfte mit gutem Beispiel vorangehen und selbst aktiv sind. Stichwort Authentizität.
  • Im aktuellen Social CEO Report ist zu lesen, dass „82 Prozent der Befragten glauben, dass Personen mit einem Executive-Level-Status auf Social Media aktiv sind, Branchenexpertise und Führungsqualität ausstrahlen“. Im Umkehrschluss bedeutet das ganz überspitzt gesagt, dass es Personen, die mit einem Executive-Level-Status nicht auf Social Media aktiv sind, an Branchenexpertise und Führungsqualität fehlt.

Diese Aussagen sollen zum Nachdenken anregen und die Notwendigkeit aufzeigen, in naher Zukunft endlich selbst aktiv zu werden, sich von den eigenen Vorurteilen zu verabschieden und sich stattdessen für neue Kommunikationswege zu öffnen, umzudenken und als Geschäftsführer und Führungskraft für Social Media-Kommunikation sensibel zu werden. Wichtig ist, die Ängste vor diesen Medien abzubauen und Vorbild zu werden. Nicht vergessen: Ängste lassen Menschen in Situationen verharren und verhindern Wachstum und Innovation.

5 Thementipps für den Einstieg in die sozialen Netzwerke

Mit diesen fünf Thementipps kann Geschäftsführern und Führungskräften der Einstieg in die sozialen Netzwerke gelingen:

  1. Erhöht die Sichtbarkeit des Unternehmens!

    Interpretiert und kommentiert eure Unternehmensneuigkeiten. Teilt diese und gebt beispielsweise einen persönlichen Ausblick oder Einschätzung, die so nicht in der Pressemeldung steht. Informiert so die verschiedenen Zielgruppen über wichtige Neuerungen oder auch Veranstaltungen des Unternehmens. Es geht nicht nur darum, die eigene Reputation zu erhöhen, sondern vielmehr darum, dass das Unternehmen als vertrauenswürdig von der Öffentlichkeit wahrgenommen wird und die Positionierung am Markt geschärft wird. Macht deutlich, wie attraktiv das Unternehmen beispielsweise auch als Arbeitgeber ist und erreicht die besten Kandidaten, um offene Stellen zu besetzen.

  2. Seid in der Öffentlichkeit präsent!

    Wenn Vorträge gehalten oder Veranstaltungen besucht werden, dann informiert oder schreibt etwas darüber und streut das unbedingt über eure Social Media-Präsenzen. Bereits im Vorfeld werden von Veranstaltern über Events in den Social Media-Netzwerken weitreichende Informationen veröffentlicht. Teilnehmer registrieren sich online, können sich gleichzeitig einen guten Überblick über Inhalte und Referenten verschaffen und teilen die Inhalte wiederum in ihrem Netzwerk. Das sind Chancen, um neue Kontakte zu knüpfen und gleichzeitig sind dies ideale Vorlagen, um das eigene Netzwerk über eure Teilnahme zu informieren.

  3. Findet ein Herzensthema!

    Schreibt darüber was euch bewegt. Menschelt. Die persönliche Note ist dabei das Entscheidende. Wenn ihr beim Was und Wie Unterstützung benötigt, sprecht eure Kommunikationsverantwortlichen an oder sucht euch einen Sparringspartner mit PR-Erfahrung, der euch bei der Umsetzung unterstützt, Vorgehensweisen bespricht und Handlungsempfehlungen aufzeigt. Der Austausch und auch das Feedback von Kunden, Mitarbeitern, Partnern und Kollegen zeigt die Bereitschaft zum offenen Dialog.

  4. Schafft Vertrauen!

    Authentizität und Integrität sind gefragt und müssen auch so vorgelebt und kommuniziert werden. Es geht um persönliche Überzeugungen, Einstellungen und Werte. Je klarer Geschäftsführer und Führungskräfte hier in den Äußerungen sind, desto vertrauenswürdiger erscheinen sie. Inszenierung bewirkt das Gegenteil!

  5. Bildung geht jeden an!

    Geschäftsführer und Führungskräfte teilt euer Wissen, gebt die eigenen Erfahrungen weiter und helft so anderen Geschäftsführern und Führungskräften Hürden zu meistern, Chancen zu ergreifen und Ängste abzubauen. Abonniert Inhalte von anderen Influencern, Geschäftskollegen, Partnern oder auch Wettbewerbern, seid offen für Neues und lernt selbst dazu.

Von einem Schnellschuss ist abzuraten, vielmehr sollten sich Geschäftsführer und Führungskräfte klare Ziele setzen und auch genau definieren, was mit dem Social Media-Auftritt erreicht werden soll. Die Kommunikationsabteilung oder der Pressesprecher ist mit seiner Erfahrung ein idealer Ansprech- und Sparringpartner. Viel Erfolg!

Artikelbild: Martin Mummel/GRVTY

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Nina I. Mülhens

Nina I. Mülhens

Nina I. Mülhens ist Pressesprecherin der Gelbe Seiten Marketing Gesellschaft mbH und Inhaberin der Kommunikationsberatung nina mülhens. Kommunikation klipp & klar. Ihr Fokus liegt auf der Kommunikation und Positionierung von Geschäftsführern mittelständischer Unternehmen mit dem Ziel, die Unternehmenslenker in digitalen Zeiten als Marke und Gesicht des Unternehmens aufzubauen.

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