Fahrschule Marketing – Kundengewinnung für die erfolgreiche Fahrschule

Kennst du das? Jeden Tag drehst du deine Runde mit Fahrschülern. Gemeinsam mit ihnen fährst du durch die Straßen. Die meisten stellen sich gut an und sind bereit für die Prüfung. Doch die Auftragslage könnte besser sein.

Viele Fahrschulen stehen unter enormen Wettbewerbsdruck. Als Inhaber einer Fahrschule hast du es nicht leicht. Täglich opferst du dich auf und versuchst einen tollen Job zu machen. Dabei verlängert sich deine Arbeitszeit von Tag zu Tag. Zugegeben, die Schülerzahlen waren auch schon mal besser.

Erinnere dich, wie alles begann. Du wusstest zeitweise nicht, wie du deine Termine legen kannst. Was ist passiert? Geht es meinen Mitstreitern auch so wie mir?

Erhalte in diesem Artikel Anregungen und Tipps, wie du höhere Drehzahlen erreichst.

Überall die gleiche Situation

Jedes Geschäft braucht eine gute Auslastung, um rentabel zu arbeiten. Im praktischen Alltag ist das einfacher gesagt als getan. Verursacht durch den demografischen Wandel, sinken Führerscheinanmeldungen, was zu Umsatzeinbußen führt. Die abflauende Konjunktur heizt das Thema weiter an. Familien mit kleinerem Einkommen sind oft die Hände gebunden, wenn es um den Führerschein geht.

Preiskampf wird stärker

Hohe Spritkosten, regionale Preiskämpfe und Kostendruck verursachen Umsatzeinbrüche. Mitbewerber ziehen die Preisschraube immer weiter an und locken Interessenten mit unwirtschaftlichen Kampfpreisen. Welche Qualität die Fahrschüler für derartige Dumpingpreise noch erhalten, ist jedem klar. Immer öfter entpuppt sich das Sonderangebot als Luftnummer. Desto wichtiger ist es für seriöse Fahrschulen, neue Wege zu beschreiten.

Doppelbelastung als Störfaktor

Fahrschulinhaber sind oft Unternehmer und Fahrlehrer zugleich. Durch diese Doppelbelastung fehlt oft dringend notwendige Zeit, um sich Gedanken über das eigene Unternehmen zu machen.

Ursachen erkennen und handeln

Gib die Hoffnung nicht auf und halte durch!
Nur mit einem kühlen Kopf und einer sinnvollen Strategie überstehst du jede Durststrecke.

Lege den Grundstein zum Erfolg. Nimm dir die erforderliche Zeit, um deinen Erfolg zu planen und setze dich intensiv mit der IST-Situation auseinander.

Analysiere deine Mitbewerber und finde Maßnahmen zur Erreichung eigene Ziele.
Da jeder Unternehmer andere Ziele anstrebt, werden folgende Lösungsansätze nicht gleichermaßen für jede Fahrschule von Nutzen sein.

Leitfaden für mehr Fahrschüler und mehr Umsatz

Lerne deine Kunden kennen!

Willst du den Kampf gewinnen und deine Fahrschule wieder rentabel machen, musst du deine Zielgruppe genau analysieren. Menschen sind alle gleich und doch ticken wir alle anders. Genauso verhält es sich mit der Ansprache, wenn du neue Kunden erreichen möchtest.

Befrage ehemalige Fahrschüler, warum sie sich für dich entschieden haben und nicht für einen Wettbewerber. Wie zufrieden war man mit deiner Ausbildung? Lass dich von ihnen inspirieren. Gibt es noch was zu verbessern?
Ein hierfür ausgearbeiteter Fragebogen heftest du ganz einfach an den Ausbildungsvertrag neuer Schüler.

Bleibe wirtschaftlich!

Keiner muss sich unter Wert verkaufen.

Stelle deine Gesamtkosten gegenüber. Leg den maximal zu erzielenden Verkaufspreis fest, den du anstrebst. Das ist die Grundlage für eine Umsatzsteigerung.

Unwirtschaftliche Lockangebote bringen langfristig keine Umsatzverbesserung. Eine Fahrstunde unter 20 Euro rechnet sich kaum. Spritkosten, Stundenverdienst und die Unterhaltung der Fahrzeuge decken deine laufenden Kosten nicht. Fraglich, ob die Ausbildungsqualität so gewahrt bleibt.

Billigpreise und eine überdurchschnittlich hohe Durchfallquote schädigen deinen Ruf. Eine Fahrschule ist erfolgreich, wenn sie sich über Qualität profiliert und ein optimal kalkuliertes Preis-/Leistungsverhältnis bietet. Gerade dann wirst du weiterempfohlen.

Spezialisiere dich!

Du steigerst deinen Erfolg, wenn du dich spezialisierst.
Nehmen wir als Beispiel eine integrative Fahrschule, die sich auf Führerscheinausbildung für Menschen mit Handicap spezialisiert hat. Als Experte etabliert sich das Unternehmen durch rollstuhlgerechte Räumlichkeiten, Fahrschulunterricht in Gebärdensprache und behindertengerechten Schulungsfahrzeugen.

Eine Nische wird mit besonderen Leistungen und Kompetenzen besetzt. Das macht einzigartig und ist eine wahre Goldgrube.

Werbe erfolgreich und fall auf!

Für die Führerscheinausbildung wird fast immer auf die gleiche Art und Weise geworben. Ob Anzeigenwerbung, Flyer-Werbung oder Postwurfsendung, keine der klassischen Werbeformen bringt eine wesentliche Abgrenzung zur Konkurrenz.

Spring nicht auf den Zug auf. Willst du einen Kaufanreiz im Kopf deiner Kundschaft hervorrufen, ist es erforderlich neue Wege zu gehen.

Denk um und werde kreativ. Gute Werbung kostet nicht viel, bringt aber viel! Nutze die Neugierde des Menschen, um Aufmerksamkeit auf dein Unternehmen zu lenken.

Wie würdest du reagieren? Du möchtest im Baumarkt eine Besorgung machen. In der Parklücke angekommen steigst du aus dem Auto aus. Neben dir entdeckst du ein abgestelltes Unfallwrack. Deine Neugierde ist geweckt, da du damit hier nicht gerechnet hast. Deine Augen erblicken auf der Motorhaube ein Schild mit der Aufschrift „Mach Deinen Führerschein lieber beim Profi!“. Kannst du deinen Blick abwenden?

Arbeite aktiv an der erfolgreichen Zukunft deiner Fahrschule!

Errege Aufmerksamkeit, damit potentielle Kunden über dich sprechen. Deine Fahrschule wird in aller Munde bleiben. Je ausgefallener und öffentlichkeitswirksamer Werbeaktionen sind, desto größer ist der Werbeeffekt. Damit wirst du einen großen Strom von neuen Kunden anziehen und bestehende Kunden binden.

Wie lenkst du Aufmerksamkeit auf Deine Fahrschule? Lohnen sich Deiner Meinung nach solche Werbeaktionen?
Fahrschule Marketing – Kundengewinnung für die erfolgreiche Fahrschule
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Steve Brattig

Steve Brattig

Als ideengetriebener Kreativer, mit Vorliebe für Markenkommunikation, ist Steve Brattig in Design verliebt. Als Markenspezialist formt er Marken-Persönlichkeiten. Zu seinen Stärken gehören Corporate Design, Kommunikationsdesign und nachhaltige PR. Seit 1999 ist er Kopf der COMARTIST Werbeagentur in Leipzig.

5 Reaktionen zu “Fahrschule Marketing – Kundengewinnung für die erfolgreiche Fahrschule”

  1. Nicole

    Ich hab zwar keine Fahrschule, mag aber trotzdem etwas dazu sagen.
    Auf den ersten Blick scheint mir die Autowrack-Werbung zumindest ein „Hingucker“ zu sein. Aber schon im zweiten Moment muß ich schlucken. Werben mit dem Schaden anderer? Profilieren auf dem Unglück der anderen? Ich weiß nicht, ob Schadenfreude ein so guter Werbeträger ist.
    Lieber wäre mir positives Denken in der Werbung. Nicht: wenn du mich nicht wählst, wirst du den Schaden haben. Sondern: wenn du mich wählst, hat das Vorteile für dich.
    Wie wäre es statt dessen mit einer Werbung in der Nähe (räumlich und inhaltlich) öffentlicher Verkehrsmittel? Im Sinne von: nie wieder Verspätung im eigenen Wagen?
    Oder zusammen mit Gebrauchtwagenhändlern. Ein schickes Auto mit der Botschaft: du kannst mich fahren, mit einem Führerschein dieser Fahrschule. In diesem Zusammenhang fällt mir spontan sogar noch das Stichwort „Rabattaktion“ ein. Machst du den Führerschein bei mir, bekommst du bei ihm soundsoviel Prozent Rabatt beim Autokauf. Denn auch Gebrauchtwagenhändler haben es schwer.

    Antworten
  2. Tamara

    Sehr geehrter Herr Brattig,

    erstmal ein Lob für den realitischen Beitrag über die Fahrschulsituation.

    Mein Mann und ich betreiben in Berlin ein kleine Fahrschule und können ihrer Situationsbeschreibung nur zustimmen.
    Gerade in Berlin ist die Konkurenz extrem groß und die Preise im Verhältnis zum anderen Bundesgebiet sehr niedrig.

    Unsere Erfahrungen sind, dass nicht immer die Qualität gewinnt, sondern oftmals leider viel über den Preis geht.
    Trotz allem konnten wir uns ständig steigern, weil wir durch unseren hohen Qualitätsstandard eine Empfehlungsschine aufgebaut haben, aber das allein reicht eben doch nicht.

    Werbung ist unverzichtbar und dafür muss man schon etwas kreativ sein.

    Die Werbung mit einem Unfallwagen halten wir auch für etwas gewagt. Wie im ersten Kommentar schon gesagt, setzen wir lieber auf postive Aussagen.

    Was nach unserer Erfahrung immer gut ankommt, sind positive Aussagen in einem Gästebuch auf der Homepage oder z.B. auch bei Facebook etc.

    Wir fragen auch jeden unserer Schüler, wie sie zu uns gefunden haben und warum sie bei uns ausgebildet werden wollen.

    Die Antworten dazu sind immer ähnlich wie z.B.
    – ich habe mich im Internet umgeschaut und in der Nähe meines Wohnortes gesucht und die Internetseite hat mir gut gefallen …
    oder
    sie wurden mir von ……. empfohlen.

    Werbung muss also auf vielfältige Art erfolgen und dazu gehören natürlich die gute und informative Internetpräsenz, die Fahrschulwerbung auf den Ausbildungsfahrzeugen und Printwerbung. Die sollte mehrmals im Jahr stattfinden, damit man sich immer wieder in Erinnerung bringt. Gutscheinaktionen oder andere Vergünstigungen sind auch hilfreich.
    Empfehlungen haben einen ganz besonderen Stellenwert und können auch durch einfache Aktionen in Gang gesetzt werden.

    Hier haben wir die Erfahrung gemacht, dass kleine nützliche Werbegeschenke bei der Anmeldung und auch zur bestandenen Prüfung viel Freude machen.

    Bei allem aber ist eines ganz besonders wichtig:

    Das Desing der Fahrschule und ein einprägsames Logo sollten auf jeden Fall für alles die Grundlage sein. Das sogenannte „Corporate Identity“ sorgt für den Wiederkennungswert und das wird sich langfristig auszahlen.

    In diesem Sinne ein schönes Wochenende

    Antworten
  3. Steve Brattig
    Steve Brattig

    Hallo Tamara, herzlichen Dank für deinen Kommentar. Ich freue mich sehr über deine Ausführungen und kann dir nur zustimmen.
    Auch mir gefällt die „Geiz-ist-geil“-Mentalität nicht. Sicher ist der Preis in der Entscheidungsfindung ein wichtiger Orientierungsmaßstab. Dennoch sollte man ihn nicht zu sehr in den Vordergrund stellen. Die Qualität ist meiner Meinung nach gerade beim Führerscheinerwerb wichtiger als der Preis.

    Sieht man sich die Zielgruppe der Führerscheininteressenten genauer an, wird schnell klar, wieso der Preis oft nicht als Qualitätsindikator gesehen wird. Daher ist es besonders wichtig, dass Fahrschulen Öffentlichkeitsarbeit offline wie online betreiben. Wie auch du richtig erkannt hast, reicht die bloße Mund-zu-Mund-Propaganda hier einfach nicht aus. Ein gesunder Marketing-Mix ist oft der Schlüssel zum Erfolg.

    Im Internet sind Gästebücher für mich schon ein richtiger Ansatz. Aber es gibt auch andere tolle onlinebasierte Hilfsmittel, die besonders in Fahrschulen vernachlässigt werden. Ich favorisiere beispielsweise eine zusätzliche Google+ Seite, welcher die selbe Aufmerksamkeit / Bedeutung entgegengebracht werden sollte, wie der eigenen Internetpräsenz.

    Häufig haben Fahrschulen einen kleinen Onlineauftritt, der mit einer flankierenden Facebook-Seite gestützt wird.
    Google wird leider nicht berücksichtig. Unverständlich, da viele potentielle Fahrschüler gerade Google als Suchmaschine nutzen.

    Gerade durch positive Bewertungen in Googles lokalen Diensten (Maps, Local, Places) kann die Reputation einer Fahrschule gestärkt und die Kaufentscheidung beeinflusst werden.
    Qualitätsunterschiede können häufig nur Kunden ausmachen, die bereits praktische Erfahrungen sammeln konnten. Hilfreich für Neukunden sind abgegebene Erfahrungsberichte auf der Google+ Local-Seite, die ein Indiz für die Arbeitsweise und Qualität des jeweiligen Unternehmens sein können.

    Falls Du Hilfe bei der Erstellung einer Google+ Seite brauchst, dann empfehle ich dir diesen Artikel.

    Meine Empfehlung lautet, sich stärker mit den eigenen Zielgruppen zu beschäftigen. Nur wer die Zielgruppe genau kennt, kann die richtigen Impulse setzen.

    Wie ich lesen konnte, macht ihr das in Berlin schon völlig richtig und die Einstellung zum Thema Marketing stimmt. Daher wünsche ich Euch Beiden für Eure Fahrschule viel Erfolg, stetige Führerscheinanmeldungen, traumhafte Umsatzzahlen, stets unfallfreie Fahrt und genug Schaffenskraft.

    Schreibt mir bitte, wenn ihr einen Rat braucht, sich die Fahrschulsituation in Berlin nicht bessert oder ich Euch irgendwie weiterhelfen kann.

    Herzliche Grüße aus Leipzig.

    Antworten
    1. Tamara

      Vielen Dank für das Angebot. Wir nehmen es gern an.

      Antworten
  4. Hans Brandt

    Ich denke, Sie haben Recht, wenn Sie sagen, dass Sie Ihre Kunden kennenlernen müssen. Zu wissen, was sie mögen und was sie nicht mögen. Viele Menschen wählen ihre Fahrschule nur durch Mundpropaganda. Es ist daher wichtig, einen guten Ruf und ein gutes Verhältnis zu den Schülern zu haben. Ich denke auch, dass Fahrlehrer eine wichtige Rolle spielen.

    Antworten

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