Funktionieren Pressemitteilungen auch in der Online-PR? Tipps für den Versand via LinkedIn InMail, Messenger-Newsletter etc.

Funktionieren Pressemitteilungen auch in der Online-PR? Tipps für den Versand via LinkedIn InMail, Messenger-Newsletter etc.

Wir befinden uns im Jahr 2018. Ein immer größerer Teil unserer Kommunikation findet online statt. Aber halt! Es gibt da noch ein Werkzeug klassischer PR, das sich bis heute nicht nur behauptet hat, sondern auf das man auch im Bereich der Online-PR nicht verzichten kann. Genau. Die Rede ist von der Pressemitteilung.

Zwar kann sie sich noch mit ihrem klassischen Textformat behaupten, doch haben sich mit der Zeit neue Möglichkeiten entwickelt, um der Pressemitteilung ein ansprechendes und zeitgemäßes Gewand zu verleihen. Neue Distributionskanäle wie Messenger-Newsletter oder Chatbots erlauben es Kommunikatoren, ihre Nachrichten noch gezielter zu versenden. Wie deren Einsatz gelingen kann, zeigt dieser Beitrag.

Online-Pressemitteilung: Unterschiede und Besonderheiten

Online-Pressemitteilungen sind, was den Inhalt, den Aufbau und den Versand angeht, anders strukturiert als klassische Presseinformationen.

Headline, Teaser, Text, Bilder, Links, Boilerplate – all diese Elemente finden sich zwar sowohl in der Struktur einer Online-Pressemitteilung als auch in einer klassischen Pressemitteilung wieder. Dennoch solltest du folgende Besonderheiten beachten, damit die Distribution auch auf den digitalen Kanälen klappt:

  • Verwendung sinnvoller Keywords
    Längst sind Keywords nicht nur entscheidend für SEO auf Websites oder Blogs. Sie werden ebenso immer relevanter für Texte – dazu zählen auch digital bereitgestellte Presseinformationen. Das Keyword kann/sollte gleichzeitig dem Hauptthema der Pressemitteilung entsprechen. Es sollte deshalb im Untertitel, in den Zwischenüberschriften, den Bildunterschriften und in regelmäßigen Abständen innerhalb des Textes Verwendung finden. Dabei besteht die Gefahr, das Keyword zu oft zu benutzen. Achte daher auf eine gewisse Balance, damit deine Stakeholder und die Medien nicht den Eindruck haben, dass es sich bei der Mitteilung lediglich um Werbung handelt.
  • Optimierung von Struktur und Bild für mobile Endgeräte
    Smartphones und Tablets sind aus der Arbeitswelt und aus dem Privatleben nicht mehr wegzudenken. Kein Wunder also, dass der Konsum von Inhalten auf mobilen Geräten in den vergangenen Jahren gestiegen ist. Daher ist es wichtig, deine Pressemitteilungen für diese Geräte zu optimieren. Ihre Lesbarkeit lässt sich beispielsweise durch eine sinnvolle Gliederung und Struktur verbessern. Wird visuelles Pressematerial verwendet, das nicht so viele Details aufweist, sind Bilder und Motive klar und deutlich zu erkennen – auch dann, wenn man sie sich auf einem Smartphone oder Tablet ansieht.
  • Relevante Inhalte für die Zielgruppe
    Diesen Satz wirst du in Verbindung mit Content-Marketing und Content-Strategie sicherlich schon öfter gehört haben: Achte auf Inhalte, die deinen Stakeholdern, den Key-Medien und allen weiteren Teilen deiner Zielgruppe einen Mehrwert bieten. Niemand wird deine Pressemitteilung beachten oder lesen, wenn du darauf beharrst, Produkt-Pressemitteilungen am Band zu versenden. Damit verärgerst du die meisten Journalisten und Multiplikatoren. Wer hat schon gerne einen E-Mail-Posteingang voll mit unwichtigen Nachrichten…?

Was könnten mögliche Themen sein, mit denen du deine Leser unterhalten und informieren möchtest?

  • Löse Probleme
    Im beruflichen und privaten Alltag sind wir ständig damit beschäftigt, Probleme zu lösen. Produkte und Business-Ideen entstehen meistens, wenn ein Problem gelöst werden will, zu dem es noch keine Lösung oder ein Produkt auf dem Markt gibt. Informiere deine Zielgruppe darüber, welche Probleme dein Produkt insbesondere lösen kann. Damit erhältst du garantiert mehr Aufmerksamkeit als mit einer Produkt-Meldung.
  • Gib hilfreiche Tipps
    Vielleicht bietest du zu deinem Produkt auch besondere Dienstleistungen an? Dann gib Tipps in Verbindung mit deinem Produkt oder deiner Dienstleistung. Setze nicht voraus, dass deine Zielgruppe schon alle Kniffe kennt. Außerdem bietest du hiermit einen deutlich höheren Mehrwert als mit einem bloßen Werbeversprechen.
  • Erzähle von Best-Practice-Beispielen
    Werbeversprechen sind schön und gut. Die gibt es im digitalen Bereich wie Sand am Meer. Setze das Werbeversprechen doch anders um: Erzähle gemeinsam mit einem Kunden, wie dein Produkt oder deine Dienstleistung deinem Kunden in einer bestimmten Situation helfen konnte. Mit Best-Practice-Beispielen wirkst du deutlich authentischer und bietest eine praktische Anwendung für dein Produkt.
  • Interviewe (neue) Mitarbeiter aus deinem Unternehmen
    Personalien sind neben Produkt-Meldungen ein weiteres beliebtes Thema für Pressemitteilungen. Doch hat deine Zielgruppe nur wenigen oder gar keinen Bezug zu der Person, die du vorstellst. Einen direkten oder besseren Bezug kannst du eventuell mit einem Interview aufbauen. So findet deine Zielgruppe schnell heraus, ob es sich bei der Person um einen künftigen Ansprechpartner handelt. Persönliche Informationen aus dem Interview können für Stakeholder eine Möglichkeit sein, leichter mit dem künftigen Partner ins Gespräch zu kommen – ein Eisbrecher sozusagen.

Denke bei all diesen Themen immer daran, dass es in der Online-PR längst nicht mehr nur um den Versand von Informationen – Hard Facts – geht. Ja, deine Zielgruppe möchte weiterhin informiert werden, aber eben auch unterhalten.

Statt die x-te Meldung zu einem neuen Produkt oder zu einer personellen Neubesetzung zu veröffentlichen, solltest du lieber einen roten Faden suchen:

  • Verbinde dein Produkt oder deine Dienstleistung mit einer Geschichte (beispielsweise mit einem Problemlösungsansatz).
  • Lasse Mitarbeiter, aber auch Partner und weitere wichtige Stakeholder Geschichten über ihre Erfahrungen mit deinem Produkt erzählen.
  • Konzentriere dich beim Erzählen immer auf die Bedürfnisse und Wünsche deiner Zielgruppe.

Worauf es beim Schreiben einer (klassischen) Pressemitteilung ankommt

Bereits beim Schreiben einer Pressemitteilung kann einiges schiefgehen. Folgende Tipps können dir bei der Erstellung helfen.

Tipps zum Aufbau:

  • Der Einstieg sollte alle W-Fragen beantworten:
Wer? Was? Wann? Wo? Wie? Warum? Woher?
  • In der Regel beinhaltet der erste Satz den Anlass der Pressemitteilung („Was“) und die Informationsquelle („Wer“). An den Anfang der Meldung gehören auch die Aktualität („Wann“) und die räumliche Einordnung („Wo“).
  • Nach dieser knappen Zusammenfassung folgen die Details und die Hintergründe der Presseinfo („Wie“ und „Warum“).
  • Das Lesen wird durch eine optische Gliederung – Überschrift, Absätze, Zwischenüberschriften – erleichtert.

Tipps zum Schreiben:

  • Für einen Gedanken oder Aspekt solltest du nicht mehr als einen Satz verwenden.
  • Ja, der Journalist kennt sich mit deiner Branche aus. Das heißt aber nicht, dass du getrost Fachchinesisch verwenden kannst. Konzentriere dich lieber auf einen einfachen Satzbau und vermeide Verschachtelungen sowie allzu lange Nebensätze.
  • Schreibe in einem aktiven Stil – das wirkt lebendiger und dynamischer.
  • Verzichte auf Füllwörter, Floskeln und Verneinungen.

Noch ein Wort zum Thema Ehrlichkeit:

Das Sprichwort lautet nicht umsonst: „Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht.“ Darum: Erfinde keine Sachverhalte und verspreche nichts, was du nicht halten kannst. Sonst verlierst du schnell an Glaubwürdigkeit. Ein Journalist wird es sich kein zweites Mal überlegen, ob er etwas über dich und dein Unternehmen schreibt.

Neue Distributionswege und -kanäle für die Pressemitteilung 2.0

Es gibt bereits einige Möglichkeiten, die du für den Versand oder die Publikation deiner Online-Pressemitteilung nutzen kannst.

Dazu zählen:

  • Die eigene Corporate Website
  • Die eigenen Social-Media-Kanäle
  • Mediennetzwerke wie Medium oder Tumblr
  • Dokumentennetzwerke wie SlideShare, Scribd usw.
  • Bilder- und Video-Netzwerke wie Pinterest, Instagram oder Flickr
  • Expertennetzwerke – wie beispielsweise Competence Site oder BrainGuide – sind Plattformen, die Fachbeiträge zu unterschiedlichen Branchen und Themen bieten. Hier kannst du fachspezifische Pressemitteilungen oder Texte veröffentlichen. Gib diesen Inhalten ein Gesicht, indem du einen Markenbotschafter für dein Unternehmen ernennst.

Exkurs I: Online-Presseportale – wie sinnvoll ist ihr Einsatz?

Presseportale sind Websites, die auf das Veröffentlichen von Pressemitteilungen spezialisiert sind. Sie sind eine von vielen digitalen Plattformen, die die Öffentlichkeit und die Medien über Ereignisse, Produkte und Veranstaltungen informieren. Vor allem Institutionen, Unternehmen und Agenturen nutzen Presseportale für die Veröffentlichung ihrer Pressemitteilungen. Je nach Portal kann es sich dabei um ein kostenpflichtiges oder kostenfreies Angebot oder um eine Mischform handeln.

Online-Presseportale galten besonders am Anfang der digitalen PR-Ära als der Distributionskanal schlechthin. Konnte man doch weitaus mehr Journalisten und Medien erreichen als zuvor mit den Werkzeugen der klassischen PR. Doch mit der voranschreitenden Technologie und mit den ständigen Anpassungen von Google an seinen Suchmaschinenalgorithmus gelten viele Regeln nicht mehr. Heute funktioniert Online-PR auf eine andere Art und Weise.

Die Bedeutung und Reichweite der einzelnen Presseportale ist unterschiedlich. Je nachdem, welche Relevanz das Portal für die jeweilige Zielgruppe hat. Neben allgemeinen Presseportalen gibt es auch eine Reihe themenorientierter Branchenportale.

Wenn du auf die Verwendung von Online-Presseportalen nicht verzichten willst, dann setze auf themenorientierte Portale oder Nischenlösungen. Allgemeine Presseportale haben vielleicht eine größere Reichweite. Sie bieten aber auch deutlich mehr Kategorien und Inhalte. Deine Informationen können hier also deutlich schneller untergehen.

Für eine erfolgreiche Online-PR ist ein gut recherchierter und gut gepflegter Verteiler aber nach wie vor unverzichtbar. Presseportale – egal wie groß oder klein – sollten also nicht der einzige digitale Distributionskanal sein. Es sei denn, du willst, dass niemand deine Pressemitteilung liest.

(Ein weiterer schlechter Grund für Agenturen ist die Verwendung von Presseportalen, um für das regelmäßige Reporting an den Kunden genügend Links gesammelt zu haben. In der Online-PR sollte es um Qualität gehen. Nicht um Quantität.)

Neben diesen bewährten Online-Kanälen gibt es aber noch weitere Distributionswege, die sich erst in den vergangenen Jahren etabliert haben. Die folgenden Möglichkeiten sind interessante Alternativen, da sie völlig neue Wege nutzen, wenn es darum geht, Pressemitteilungen zu versenden.

Bei den folgenden Vorschlägen handelt es sich um Distributionsmöglichkeiten, die ein wenig mehr Mut brauchen. Denn sie sind in der deutschen Online-PR-Landschaft noch nicht allzu sehr erprobt:

Messenger-Newsletter

Im Marketing hat sich dieser Distributionskanal bereits etabliert. Die Rede ist von Messenger-Newslettern. Im Aufbau ähneln sie im Grunde einer klassischen Pressemitteilung.

Da sich nur tatsächliche Interessenten für diese Art von Newslettern anmelden, erreichst du mit dem Messenger-Newsletter eine ganz bestimmte Zielgruppe. Dadurch entsteht zwar ein sehr kleiner, aber sehr spezieller Verteiler.

Bei der Erstellung eines solchen Messenger-Newsletters gilt es unbedingt auf rechtliche Aspekte zu achten, die sich aufgrund der neuen Datenschutz-Grundverordnung verschärft haben. Rechtsanwalt Thomas Schwenke hat dazu einen umfangreichen Artikel verfasst, den du auf jeden Fall vor Erstellung eines eigenen Messenger-Newsletters lesen solltest.

Zeitungen, Radiostationen und TV-Sender zählen zu den ersten Unternehmen, die beispielsweise WhatsApp als zusätzlichen Kanal nutzen. In der Nachrichtenbranche gibt es ständig neues Material, das sofort an Leser, Hörer und Zuschauer geliefert werden soll – egal ob es sich dabei um Nachrichten aus In- und Ausland, Politik, Wirtschaft, Sport handelt.

Seit Januar 2016 nutzt BILD.de zum Beispiel den Facebook Messenger für seinen Bundesliga-Transferticker. Fußball-Fans bekommen in der Wechselperiode aktuelle Infos auf das Smartphone geschickt und bleiben so betreffend Gerüchten und anstehenden Transfers immer auf dem Laufenden.

Quelle: Bild.de, BILD Bundesliga-Transferticker

Auch die Deutsche Bahn bietet einen Messenger-Newsletter via WhatsApp an: Das Angebot umfasst den Streckenagenten für bestimmte Regionen in Deutschland.

Ob durch Messenger-Newsletter der E-Mail-Newsletter verschwindet, bleibt abzuwarten. Dies hängt vor allem mit der Akzeptanz der Nutzer und der Art der Informationen zusammen, die über diese Kanäle transportiert werden. Wenn Nachrichten über einen Messenger-Dienst versendet werden, müssen sie einen Mehrwert für den Nutzer darstellen. Andernfalls werden sie als störend empfunden.

Chatbots

Auch Chatbots sind in einigen Unternehmen bereits Bestandteil der Kommunikationsstrategie und wenn es darum geht, die eigene Zielgruppe mit aktuellen Nachrichten und Meldungen zu versorgen. Nutzer haben mit einem Chatbot deutlich mehr Interaktions- und Filtermöglichkeiten als mit einem Newsletter.

Der Versand kann via Facebook-Messenger, Telegramm, WhatsApp oder anderen Messengern getätigt werden. Wie der Messenger-Newsletter liefert der Chatbot nur Informationen an Empfänger, die den Bot – mit Double-Opt-in-Verfahren rechtlich sicher – abonniert haben.

Für Medienvertreter bietet BMW Motorsport den Versand von Presseinformationen und -materialien via Chatbot an. Die Anmeldung erfolgt via WhatsApp. Nach der erfolgreichen Aktivierung kann man mit diversen Befehlen unterschiedliche Inhalte erhalten. Mit AUDIOS erhält man die letzten fünf Statements von diversen Fahrern sowie von BMW Motorsport Director Jens Marquardt und mit dem Befehl PHOTOS die aktuellsten Pressebilder.

Novi ist ein Chatbot von funk, ein Content-Netzwerk von ARD und ZDF, das auf eine jüngere Zielgruppe abzielt. Der Bot wurde vom NRD und von der Tagesschau entwickelt. Per Facebook-Messenger liefert Novi zweimal täglich aktuelle Nachrichten im knappen Chatformat. Dabei verschickt der Bot auch passende Bilder, GIFs oder kurze Videos. Mithilfe von Keywörtern können Nutzer im Messenger Nachrichten bestimmter Themen anfordern oder mit dem Wort „erklärt“ Novi auffordern, mehr Details zu einer Newsmeldung zu liefern.

Waren Chatbots vor einigen Jahren noch Zukunftsvisionen, nutzen sie heute immer mehr Unternehmen, um unterschiedlichste Funktionen zu übernehmen – vom Kundenservice bis hin zum Chatbot als persönlichem Nachrichtenberichterstatter.

Nicht jede Branche eignet sich gleichermaßen, um Nutzer von und für Chatbots zu begeistern. In einer Studie hat YouGov festgestellt, dass sich (potenzielle) Kunden durchaus vorstellen können, in den Bereichen E-Commerce oder Telekommunikation mit Unternehmen via Chatbot zu kommunizieren. Dasselbe gilt für öffentliche Einrichtungen. Bereiche wie Banken, Regierungsorganisationen und Apotheken halten die Befragten hingegen für weniger geeignet.

Der Messenger-Marketing-Beitrag von Sebastian Riehle hier auf Zielbar beinhaltet alle Aspekte, die du beachten musst, wenn du mit einem Chatbot Inhalte verschicken willst.

LinkedIn InMail

Eine weitere mögliche Alternative zum Hochladen einer Pressemitteilung auf das x-te Presseportal könnte der Versand von Nachrichten und Informationen mit LinkedIn InMail sein.

Mit diesem Nachrichten-Werbeformat – ja, du hast richtig gelesen: Werbung – ist es möglich, auch unbekannten Personen eine Direktnachricht zu senden. Sowohl Premium-Mitglieder als auch Unternehmen, die den LinkedIn-Kampagnen-Manager nutzen, können diese kostenpflichtige LinkedIn-Funktion für ihre Online-PR-Maßnahmen verwenden.

Der Haken an LinkedIn InMail: Der Versand einer einzigen InMail kostet etwa 10 $. Mithilfe des Kampagnen-Managers lässt sich die Zielgruppe, die die Nachricht erhalten soll, genauestens definieren. Mit LinkedIn InMails kannst du Influencer, Experten und Multiplikatoren auf LinkedIn gezielt ansprechen. Wichtig dabei ist, dass du die InMail keinesfalls werblich, sondern zielgruppenrelevant gestaltest.

Kurzanleitung: LinkedIn InMail erstellen und versenden

Bitte beachte, dass du das Nachrichten-Werbeformat nur verwenden kannst, wenn du Premium-Mitglied bist oder dein Unternehmen ein Business-Profil auf LinkedIn hat.

Schritt 1: Login und Aufruf des LinkedIn-Werbeportals

Logge dich wie gewohnt auf LinkedIn ein. Im „Work“-Menü – zu finden in der Menüleiste oben rechts – klickst du dann auf das Icon „Advertise“. Du wirst zum LinkedIn-Werbeportal weitergeleitet.

Screenshot: LinkedIn, Schritt 1: Login und LinkedIn-Werbe-Portal

Schritt 2: Anzeigenformat auswählen

Klicke auf der Startseite des Portals auf „Anzeige erstellen“. Auf der folgenden Unterseite wählst du „personalisierte Anzeigen“ aus. Hier erhältst du bereits einen ersten Eindruck davon, wie eine fertige und verschickte LinkedIn-InMail im Postfach deiner Zielgruppe aussehen wird.

Screenshot: LinkedIn, Schritt 2: Anzeigenformat auswählen

Schritt 3: Anzeigeprodukt „Sponsored InMail“

Auf der darauffolgenden Seite kannst du zwischen drei Anzeigenprodukten wählen. Um eine personalisierte InMail zu verschicken, klicke auf die dritte Option „Sponsored InMail“.

Screenshot: LinkedIn, Schritt 3: Sponsored InMail

Schritt 4: Kampagnen-Informationen ausfüllen

Auf der darauffolgenden Seite gibst du deiner InMail-Kampagne einen Namen. Welche Sprache spricht deine Zielgruppe? In diesem Drop-down-Menü kannst du festlegen, welche Sprache deine Zielgruppe sprechen soll – d. h. auch, dass du pro InMail nur Journalisten und Multiplikatoren erreichst, die diese eine Sprache sprechen. Im Anschluss musst du überlegen, was passieren soll, wenn der Empfänger auf deine Anzeige geklickt hat. Wenn du eine Pressemitteilung verschickst, ist es sinnvoll, den Empfänger auf deine Website oder auf hierfür passende Inhalte weiterzuleiten.

Screenshot: LinkedIn, Schritt 4: Kampagnen-Informationen

Schritt 5: Absender auswählen

Willst du den Namen der Sponsored InMail ändern? In diesem Schritt kannst du noch einmal diese Veränderung vornehmen. Anschließend lege den Namen des Absenders fest. Handelt es sich dabei um eine andere Person oder ein weiteres Unternehmen, vergiss nicht, dass dieser/dieses unbedingt über ein(en) LinkedIn- Account/Profil verfügen muss. Ansonsten funktioniert die Verknüpfung nicht.

Screenshot: LinkedIn, Schritt 5: Absender auswählen

Schritt 6: Text der Nachricht erstellen

Nachdem du einen Absender festgelegt hast, erstelle im nächsten Schritt den Betreff und den Text deiner Nachricht. Diese Textbausteine erstelle mithilfe eines einfachen WYSIWYG-Editors. Benutzerdefinierte Felder können auf Wunsch hinzugefügt werden.

Screenshot: LinkedIn, Schritt 6: Text der Nachricht erstellen

Spezifikationen für Sponsored InMails

  1. Name des Absenders max. 30 Zeichen inklusive Leer- und Interpunktionszeichen.
  2. Betreffzeile max. 60 Zeichen inklusive Leer- und Interpunktionszeichen.
  3. Zusammenfassung max. 60 Zeichen inklusive Leer- und Interpunktionszeichen.
  4. Haupttext max. 1.500 Zeichen inklusive Leer- und Interpunktionszeichen.
  5. Maximal drei klickbare Links.
  6. Im Haupttext sind verlinkte Textabschnitte max. 70 Zeichen inklusive Leer- und Interpunktionszeichen erlaubt.
  7. Maximal 20 Zeichen für Text des CTA-Buttons.
  8. URL im Hyperlink oder CTA-Button hat keine Einschränkungen.
  9. Benutzerdefinierte Nutzungsbedingungen max. 2.500 Zeichen inklusive Leer- und Interpunktionszeichen.
  10. Bannerwerbung 300 x 250 Pixel, Dateityp: .jpg, .gif oder .png; maximale Dateigröße: 40 KB, Klickraten-URL.

Quelle: LinkedIn, Bannerwerbung

Hier noch ein paar Tipps zum Schreiben von InMails:

  • Verfasse deine InMail so, dass diese zum Gespräch oder zur gewünschten Reaktion anregt.
  • Fasse dich kurz und bündig – für den Haupttext stehen dir nur 1.500 Zeichen inklusive Leer- und Interpunktionszeichen zur Verfügung.
  • Gib einen Grund zur Antwort, indem du um Rat, Meinungen, Empfehlungen oder Feedback bittest.

Dazu gibt es auch eine Anleitung mit Tipps auf LinkedIn.

Schritt 7: Versand der InMail und Rückkehr zur Sponsored-InMail-Übersicht

Im letzten Schritt musst du nur noch den Versand der InMail bestätigen. Im Anschluss wirst du automatisch auf die Sponsored-InMail-Übersicht zurückgeleitet. Hier erhältst du einen Überblick über alle Nachrichten, die du verschickt hast.

Screenshot: LinkedIn, Schritt 7: Versand der InMail

Exkurs II: Persönliche Ansprache statt Massen-E-Mail-Versand

Bei jeder Bewerbung um einen Job gehört es dazu, ein Anschreiben richtig zu adressieren. Das gilt auch für Pressemitteilungen. Schließlich machst du dem jeweiligen Redakteur damit auch klar, dass du dich mit ihm und dem Medium auseinandergesetzt hast. Nimm dir also die Zeit und identifiziere die Redakteure, an die du deine Inhalte und Informationen schicken willst. Umso besser du die Menschen hinter den Medien kennst, desto leichter fällt die Ansprache.

Man könnte natürlich auf das Format „Pressemitteilung“ gänzlich verzichten und eine weitaus persönlichere Methode wählen. Identifiziere eine Reihe von Journalisten und sprich jeden individuell an. Erarbeite dafür einen auf die jeweilige Publikation zugeschnittenen Themenvorschlag – mit einer persönlichen Geschichte oder deiner Expertise im Vordergrund.

Auf die persönliche Note sollte man zurückgreifen, wenn die Zahl anzuschreibender Journalisten und Medien überschaubar ist. Besonders in Branchennischen knüpft man sehr schnell und auch sehr persönliche journalistische Kontakte. Ein persönlicher Bezug ist hier meistens leichter herzustellen.

Bewegt man sich in einer größeren Branche, kann es schwierig – aber nicht unmöglich – sein, seinen Online-Pressemitteilungen eine persönliche Note zu verleihen.

Hier kann sich beispielsweise eine Recherche in den sozialen Netzwerken lohnen. Denn immer mehr Journalisten sind auch auf Facebook, Twitter, LinkedIn oder Xing zu finden. Der digitale Beziehungsaufbau zu Journalisten, Medien und anderen digitalen Multiplikatoren ist von Vorteil, da du monitoren kannst, womit sich der Journalist oder Blogger gerade thematisch beschäftigt. Zum Thema, wie du Journalisten via Social Media erreichen kannst, habe ich bereits einen Beitrag geschrieben.

Online-Pressemitteilungen gekonnt erstellen und gezielt versenden

In deiner Online-Pressemitteilung sollte dein Unternehmen, dein Produkt oder deine Dienstleistung nicht im Vordergrund stehen. Stattdessen solltest du dich auf die Erstellung von Beiträgen konzentrieren, die Antworten und Lösungen auf die Probleme und Bedürfnisse deiner Zielgruppe liefern.

Du beweist deine Expertise und dein Fachwissen am besten, indem du die Bereitstellung der richtigen Informationen für die passende Zielgruppe auf dem richtigen Kanal gewährleistest – der entsprechende Zeitpunkt kann besonders in Krisensituationen entscheidend sein.

Artikelbild: Martin Mummel/GRVTY

Funktionieren Pressemitteilungen auch in der Online-PR? Tipps für den Versand via LinkedIn InMail, Messenger-Newsletter etc.
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Stephanie Kowalski

Stephanie Kowalski

Stephanie Kowalski ist Bloggerin und unterstützt als freiberufliche PRlerin kleine und mittelständische Unternehmen bei ihrer Kommunikation. In ihrem Blog Online PR Guide erklärt sie, wie man mithilfe bewährter PR-Strategien und moderner Online-Kanäle erfolgreich digital kommuniziert.

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