Erfolgreich bloggen

Erfolgreich bloggen – Tipps für mehr Erfolg mit deinem Blog

Weißt du noch, wie du deinen ersten Blog gestartet hast?

Zugegeben, ich weiß es nicht mehr. Es ist lange her.

Dafür erinnere ich mich an meine erste „Homepage“, die ich ca. 1999 mit einem Homepage-Baukasten (Tripod) erstellt hatte. Und ich erinnere mich sehr genau daran, was ich als Erstes tat, nachdem meine zwei bis drei Seiten online waren.

Ich habe allen meinen Freunden davon erzählt!

Und ich meine wirklich – erzählt – so in Real Life und echt in Farbe. Die meisten hatten noch nicht mal E-Mail und surften meine Page im Internetcafé oder bei einem Freund zu Hause an.

Der springende Punkt ist aber, dass ich mir etwas davon erwartet hatte. Ich wollte eine „erfolgreiche Homepage“, und das hieß für mich damals, meine Freunde auf meine Page zu locken. Mal abgesehen vom letzten Blog-Mohikaner, der wirklich einfach sein „Tagebuch“ verewigen möchte, strebt doch eigentlich jeder Blogger einen gewissen Erfolg an.

Doch was bedeutet das eigentlich? Was macht einen Blog erfolgreich? Und wie kannst du das erreichen?

Was bedeutet Erfolg beim Bloggen?

Zuerst einmal die gute Nachricht:
„Erfolgreich bloggen“ ist dann, wenn du deine Ziele erreichst!

Ob du nun Tausende von Besuchern haben möchtest, Unmengen Geld verdienen willst oder dir vornimmst, täglich 1.000 Wörter zu bloggen, du entscheidest wie erfolgreich du sein willst.

Wichtig ist beim Setzen von Zielen, dass diese irgendwie greifbar (oder messbar) sind. Genau darum reicht es auch nicht, sich einen „erfolgreichen Blog“ zu wünschen.

Wie auch immer also du deinen Erfolg definieren willst, halte diese Ziele irgendwie fest und arbeite darauf hin.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch das Resultat unserer Blogparade:

Diagramm Auswertung Blogparade

Mehr als 60 Blogger haben bei der Blogparade mitgemacht und ihre Ziele für das Jahr 2015 mit uns geteilt. Falls du also etwas Inspiration brauchst beim Festlegen deiner Ziele, findest du in dieser Liste bestimmt einige Ideen.

Was macht – objektiv gesehen – einen erfolgreichen Blog aus?

Neben den eigenen Zielen, die den Erfolg deines Blogs definieren, gibt es natürlich auch einige objektive Faktoren. Es geht also um die Frage, wie ein Außenstehender deinen Blog einschätzt.

Hier sprechen ganz andere Faktoren für einen erfolgreichen Blog – und zwar die Folgenden:

  • Design: Tatsächlich ist es so, dass das Aussehen deines Blogs einen großen Einfluss darauf hat, wie dieser wahrgenommen wird. Ein professionelles Design vermittelt ein erfolgreiches Projekt.
  • Social Proof: Durch viele Kommentare, Social Shares und Follower, also insgesamt viel Aktivität von Usern, kann der Besucher auf erfolgreiches Bloggen zurückschließen.
  • Regelmäßigkeit: Aus einem nicht regelmäßig aktualisierten Blog kann ein User schnell schlussfolgern, dass sich der Aufwand für den Blogger nicht lohnt. Sprich, der Blog hat keinen Erfolg.
  • Blogger ist bekannt: Fällt der Blogger immer wieder auf, zum Beispiel durch Gastartikel oder weitere Projekte, dann strahlt dies eine gewisse Autorität aus und ist ein Zeichen für Erfolg.
TIPP: Denke daran, dass der Besucher deines Blogs nicht das gleiche Hintergrundwissen mitbringt. Er sieht nicht, wie viele Besucher du hast oder wie viel Geld du mit deinem Projekt verdienst. Er kann sich nur an den sichtbaren Faktoren orientieren.

Tipps für erfolgreiches Bloggen

Die nachfolgenden Tipps sind natürlich sehr subjektiv und passen eventuell nicht zu all deinen Blog-Zielen. Dennoch denke ich, dass diese Tipps fast jedem Blogger weiterhelfen können.

  • Warum? Überlege dir genau, weshalb es deinen Blog gibt. Konzentriere dich bei der Frage auf die Vorteile für deine Leser.
  • Wer? Hast du dich schon einmal gefragt, wie dein perfekter Leser so ist? „Erfinde“ deinen perfekten Leser und schreibe genau für ihn. Du brauchst eine konkrete Zielgruppe, denn du kannst es niemals allen recht machen.
  • Mit wem? Siehst du um dich herum nur Konkurrenten? Dann hast du so gut wie verloren. Mach dir Freunde in der Blogosphäre und arbeite mit anderen Bloggern.
  • Wo? Schau dich um und finde Plattformen, auf denen du aktiv werden kannst. Communitys, Blogs, Foren und so weiter. Sei überall dort, wo deine potentiellen Leser schon sind.
  • Wie? Mach dir einen Plan, wie du deinen Blog und auch jeden einzelnen Artikel promoten willst, und ziehe es durch.
  • Wann? Sorge dafür, dass du einen Rhythmus in dein Blog-Leben bekommst. Baue Zeitfenster für die Arbeit am Blog ein und schreibe regelmäßig.
  • Was geht ab? Nutze Tools wie zum Beispiel Google Analytics, damit du die Entwicklung deines Blogs verfolgen und analysieren kannst.
Jetzt bist du dran! Wie definierst du „erfolgreich bloggen“?
Wie entscheidest du, wie erfolgreich andere Blogger sind?
Deine Meinung interessiert uns!
Erfolgreich bloggen – Tipps für mehr Erfolg mit deinem Blog
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Dani Schenker

Dani Schenker

Dani Schenker ist seit 2005 im Online Marketing tätig. Zuerst als Blogger und Betreiber von mehreren Blogs, dann als Freelancer für diverse SEO-Agenturen. Heute schreibt er bei Tropenwanderer.com über das Leben in Costa Rica, von wo aus er arbeitet und seine Dienstleistungen anbietet.

17 Reaktionen zu “Erfolgreich bloggen – Tipps für mehr Erfolg mit deinem Blog”

  1. Tina Gallinaro
    Tina Gallinaro

    Irgendwo habe ich mal gelesen, dass jemand meinte:“ Bevor Du bloggst, stelle Dir vor, dass Du es mit (Vorsicht, das klingt jetzt hart) doofen Menschen zu tun hast. Natürlich sind die Leser nicht doof, aber man darf wirklich nicht davon ausgehen, dass Leser auf dem gleichen Wissenstand sind wie der Blogbetreiber. Für viele Blogger ist es eine Selbstverständlichkeit, Dinge und Ansichten so zu beschreiben, wie sie es im Alltag auch anwenden. Sie sind irgendwann betriebsblind geworden.

    Wenn man also in einem Beitrag Tools und Anwendungen beschreibt, die sogar -> Omma Bienchen<- ;-) versteht, hat man schon gewonnen. Jetzt kommt es nur noch (nur noch ist gut..) auf dem Schreibstil an. Auch ich habe ziemlich lange gebraucht um meinen eigenen Stil zu finden.
    Was mir bei manchen Blogs auffällt, das manch Blogger so schreibt wie er denkt. Dann sind Kommas und Punkte reines Wunschdenken, Groß und Kleinschreibung purer Luxus und aus irren langen Sätzen unverständliches Kauderwelsch geworden.

    Aber es ist so wie mit dem Sprichwort:" Rom ist auch nicht an einem Tag gebaut worden!" Zum Lernen und Anwenden gibt es saugute Blogs (scusi ;-) ) , die viele hilfreiche Tipps geben. Da kann sich manch alter Hase noch eine dicke Scheibe von abschneiden..

    Und das Ganze nun in Kurzform :-) Ein wirklich guter Beitrag mit vielen wertvollen Tipps – dankeschön dafür ..
    LG Tina

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    1. Dani Schenker
      Dani Schenker

      Ich denke auch, dass es Sinn macht, möglichst einfach zu schreiben, damit der Leser auch wirklich alles mitbekommt. Gerade wenn man bedenkt, dass die meisten Leute online mehr überfliegen als durchlesen ;-) Eine Ausnahme könnte man vielleicht machen, wenn man eine ganz spezielle Zielgruppe ansprechen möchte, die einen gewissen Ton erwartet.

      Was den Schreibstil betrifft, da denke ich, dass sich einige Blogger vielleicht einfach zu wenig ernst nehmen. Sie sehen sich „nur als Blogger“, also wird das wohl nicht so wichtig sein. Dabei könnte man die meisten Fehler schon mit der Rechtschreibprüfung von Word ausschliessen ;-)

      Wie auch immer. Es freut mich, dass dir mein Artikel gefallen hat :)
      Und hoffentlich wird er dem einen oder anderen zu einem erfolgreicheren Blog verhelfen :)

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      1. Tina Gallinaro
        Tina Gallinaro

        Hallo Dani, der Beitrag ist definitiv wieder für die Social Web News eingeplant.. Soviel guten Input muss man einfach weiterteilen ;-)
        LG Tina

        Antworten
  2. Claudia Dieterle
    Claudia Dieterle

    Hallo Dani,
    guter Artikel. Den wichtigsten Punkt finde ich auch, sich bei Erstellung eines Blogs ein Ziel zu setzen, über das sich dann auch die Definition vom Erfolg des Blogs ergibt. Ich habe privat gar nichts erzählt, als ich meinen 1. Blog erstellt habe. Es ist auch heute noch so, dass ich offline keine Leser habe und online sind es in der Regel andere Blogger. Die Themen habe sich seither auch geändert, bzw. es sind neue hinzugekommen durch Blogparaden. Die Teilnahme an diesen kann ich nur jedem Blogger empfehlen, sie sind optimale Inspirationsquellen und Kontaktmöglichkeiten.
    Viele Grüße
    Claudia

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    1. Dani Schenker
      Dani Schenker

      Danke, Claudia!
      Ich kann dir nur Zustimmen. Blogparaden stellen wirklich eine sehr gute Möglichkeit dar, sich zu vernetzen. Egal, ob man diese veranstaltet oder einfach daran teilnimmt.

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  3. Jutta Beyer
    Jutta Beyer

    Hallo Dani,

    wieder ein prima Artikel. Ich finde auch die Frage nach dem „Warum“ ganz wichtig. Wie du schreibst, einerseits welche Vorteile der Leser hat. Andererseits aber auch für einen selbst ganz wichtig, um sich über die verfolgten Ziele und Motive klar zu werden.

    Viele Grüße
    Jutta

    Antworten
    1. Dani Schenker
      Dani Schenker

      Sehr guter Punkt, Jutta. Das kann man auf jeden Fall so ergänzen. Gerade für Zeiten, wo man sich mal nicht sicher ist. Wenn es mal nicht so gut läuft, hilft es sicher, eine Mission vor Augen zu haben :)

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  4. Karsten

    Ich finde man sollte in allererster Linie Spaß am Thema haben über das man schreibt und nicht krampfhaft versuchen sich so schnell wie es nur geht eine große Leserschaft auf zu bauen. Den das geht schief und man verliert die Lust und den Antrieb weiter zu machen.
    Wenn man sich den Spaß am bloggen selber erhält, hat man die nötige Ausdauer immer weiter zu machen und mit der Zeit stellen sich dann auch die Erfolge ein.
    Dabei lernt man natürlich immer dazu, man informiert sich darüber was und wie andere machen und wird davon neu inspiriert.
    Kurz gesagt, Wunschdenken nach dem schnellen Erfolg = Misserfolg.
    Ausdauer und Spaß an der Sache = Erfolg.
    Wobei Erfolg wie oben schon steht jeder für sich anders definiert.

    Antworten
    1. Dani Schenker
      Dani Schenker

      Hallo Karsten,
      Vielen Dank für deinen Kommentar!
      Ich muss dir auf der einen Seite zusprechen, denn du hast natürlich recht. Je mehr Spaß man hat, desto mehr Ausdauer und Lust bringt man auch in den Blog. Das spüren auch die Leser irgendwann.

      Auf der anderen Seite muss ich dir jedoch auch etwas widersprechen. Denn Bloggen ist längst nicht mehr einfach nur ein Hobby einiger Nerds, es ist auch Business. Und viele Leute, zum Beispiel Selbständige (oder auch Unternehmen), haben heute fast keine andere Wahl mehr, als zu Bloggen.

      Einfach damit man den Anschluss nicht verpasst und sich irgendwie einen Namen machen kann. Diese „Blogger“ müssen vielleicht etwas anders an die Sache rangehen, als ein Hobbyblogger. Eben mit einer Strategie und konkreten Zielen.

      Das kann natürlich immer noch Spaß machen, es kann aber auch zwischendurch zur Belastung werden. Umso wichtiger ist es für diese Blogger, einen Plan zu haben und zu wissen was funktioniert. Denn, wenn man in einer solchen Situation erst herausfinden muss, wie das alles läuft, dann ist die Motivation natürlich schnell weg ;-)

      Meine Tipps am Ende des Artikel setzen genau da an. Es sind die wichtigen Fragen die man sich beantworten muss, um möglichst schnell „erfolgreich“ zu sein.

      Cheers,
      Dani

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  5. Karsten

    Hallo Dani

    Ja du hast natürlich recht, ich gehe von der Seite eines Hobbybloggers da ran. Wenn man davon leben möchte ist dies sicherlich etwas anders. Allerdings muss auch da Spaß dabei sein, spätestens der Blick auf den Kontoauszug sollte einem den nötigen Spaß bringen und Motivieren^^.
    Ich unterstelle einfach einmal das sich derjenige einen Plan und eine Strategie zurechtgelegt hat um sein Ziel, maximale Einnahmen, zu erreichen.
    Stress wird es wenn dann die Einnahmen ausbleiben.

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  6. David

    Erfolgreich bloggen für Anfänger, da hab ich mich auch mal an einem Artikel darüber versucht ;-) Freue mich über Feedback von euch
    http://neuvolution.de/was-ist-ein-blog-erfolgreich-bloggen-fuer-anfaenger/

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    1. Dani Schenker
      Dani Schenker

      Hi David. Das schau ich mir mal an :)

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  7. Ben Klarsen

    Geiler Artikel!
    Was ich schade finde ist die Tatsache, dass mittlerweile jeder bloggen möchte. Kann ja natürlich jeder machen, aber bloggen sollte auch gekonnt sein. Die meisten schreiben mir vieeeel zu monoton. Ist natürlich nur meine Meinung..

    Aber besser zu viele Blogger als gar keine, nicht? ;-)

    Grüße,
    Ben

    Antworten
    1. Dani Schenker
      Dani Schenker

      Hallo Ben. Freut mich, dass dir mein Artikel gefällt!

      Natürlich hast du recht und ein großer Teil aller Blogs sind wohl eher uninteressant (für jeden Einzelnen sowieso). Aber mir gefällt gerade das am Bloggen – jeder kann es machen!

      Wenn ich mir heute meine ersten Blogartikel aus dem Jahr 2007 ansehe, dann kann ich es kaum fassen, wie ich so schlecht sein konnte… Aber irgendwo muss man eben anfangen. So lange man sich über die Zeit irgendwie verbessert, passt es doch.

      Dazu noch eine andere Sichtweise: Je mehr „schlechte“ Blogs es gibt, desto einfacher kannst du dich abheben und die Leser überzeugen ;-)

      Antworten
      1. Ben Klarsen

        Hi,

        das stimmt allerdings! Hey, solange es gute Blogs wie diesen hier gibt, ist doch alles gut :-)

        Antworten
        1. Andreas Quinkert
          Andreas Quinkert

          Online-Magazin mit Bloggerherz! ;-)

          Antworten
  8. Raphaela

    Hallo, danke für den gelungenen Beitrag! Vor allem die Ausformulierung der Fragen (Warum, Zielgruppe etc.) ist meines Erachtens nach besonders wichtig. Ein häufiger Fehler ist auch, dass Blogger das Konzept hinter Ihrer Artikel in zu kurzer Zeit immer wieder ändern. Entscheidend ist, die Ziele, die man setzt auch konsequent zu verfolgen! Andernfalls wirkt das auch auf den Leser schwammig und lässt die User zweifeln. Gut zusammengefasst, auf jeden Fall! :) Hier gibt es noch ein paar Ergänzungen zum Thema Blogs für Unternehmen und wie Storys zum Erfolg führen können: http://www.inseo.at/2017/01/24/blogs-fuer-unternehmen-storys-zum-erfolg/

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