Warum Unique Content letztlich (leider) nur ein Ideal bleiben wird

Warum Unique Content (leider) nur ein Ideal bleiben wird

Unique Content ist so etwas wie der Rolls-Royce im inhaltsgetriebenen Online-Marketing. Das höchste Ziel also, wenn man so will. Doch leider werden einzigartige Inhalte wohl auch in Zukunft die Ausnahme von der Regel bleiben. Dafür gibt es eine Vielzahl von Gründen, und genau darum geht es in diesem Beitrag.

Zwei der Gründe sind dabei besonders offenkundig: Erstens wird es angesichts des „Content-Tsunamis“ immer schwerer, noch halbwegs unverbrauchte Themen zu identifizieren, um daraus tatsächlich einzigartige Content-Stücke entwickeln zu können. Und zweitens ist deren Planung und Produktion oftmals ein äußerst zeit- und kostenaufwändiger Prozess. Da es vielen Inhaltsanbietern hierfür jedoch entweder an Ressourcen fehlt oder schlichtweg am Willen mangelt, werden sie auch weiterhin „das mit den Fähnchen“ machen und das Web mit weitgehend austauschbaren Inhalten überfluten. Verbieten kann man es ihnen nicht – das Murren mancher Nutzer über all die thematischen und inhaltlichen Doubletten und Redundanzen ist dennoch berechtigt. Es sollte uns aufhorchen lassen.

Wider die Wiederholung des immer Gleichen

So betrachtet kommt Klaus Eck mit seinem „Macht endlich euer eigenes Content-Marketing“ übertitelten Weckruf auf t3n gerade zur rechten Zeit. Darin bringt der Vordenker des digitalen Marketings in Deutschland das Problem wie folgt auf den Punkt:

Wenn derselbe Content immer und immer wieder von Experten erstellt und verbreitet wird, mag sich die Schlagzahl für ein Thema erhöhen. Leser haben davon wenig, die Inhalte prallen beim zweiten, dritten und x-ten Male ab, weil wir nichts Neues mitnehmen können. Vor allem stehlen sie uns etwas sehr Wertvolles: Zeit.

Dem ist nicht zu widersprechen. Zumal mittlerweile immer mehr Unternehmen auf Content-Marketing setzen und so dem sich infolge des digitalen Wandels vollziehenden Paradigmenwechsel in der Unternehmenskommunikation hin zu nutzerzentrierten inhaltlichen Angeboten Rechnung tragen. Es ist also kaum davon auszugehen, dass die Content-Schwemme im Web so bald wieder abebbt. Umso wünschenswerter wäre aus Sicht der jeweils adressierten Zielgruppen ein (mindestens) entsprechender Zuwachs an einzigartigen Inhalten.

Allerdings bleibt es dabei, dass einzigartiger Content in erster Linie „nur“ ein selten erreichtes Ideal ist. Wenn auch ein höchst erstrebenswertes – und zwar sowohl für die Nutzer als auch für diejenigen Anbieter, deren Content-Auslese bislang eher dürftig ist. Denn Erstere werden Letzteren über kurz oder lang den Rücken zukehren, falls ihnen nur allzu häufig Wiederaufgewärmtes aufgetischt wird. Werfen wir daher kurz mal einen Blick darauf, was sich eigentlich hinter diesem Ideal verbirgt.

Aber was sind denn nun „einzigartige Inhalte“?

Der Begriff „Unique Content“ stammt ursprünglich aus dem Bereich der Suchmaschinenoptimierung und bezog sich zunächst primär auf Websites. Meiner Auffassung nach sind darunter heute aber speziell im übergreifenden Content-Marketing alle Inhalte zu verstehen, die die folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  1. Behandlung eines neuen Themas oder neuartige Aufbereitung eines bestehenden Themas mit dem Ziel, Content mit deutlich erkennbaren Unterscheidungsmerkmalen zu entwickeln
  2. Klar ersichtlicher praktischer Nutzen und signifikanter Erkenntniszugewinn für die Zielgruppe
  3. Möglichst hochwertige Ausführung (bzw. Qualitätscontent)

Das ist ein echt dickes Brett. Insbesondere wenn man sich vor Augen führt, dass sich Marketingkommunikation überwiegend innerhalb des thematischen Spektrums einer spezifischen Branche abspielt. Okay, zwar kann man selbst aus einer mehr oder minder überschaubaren Anzahl an Themen theoretisch immer noch eine unendliche Anzahl an Inhalten generieren. Da wir hier aber von einzigartigem Content sprechen, sind die Möglichkeiten schon per se dramatisch eingeschränkt. Denn mit zunehmender Dauer wird es – zugegebenermaßen ein wenig verknappt und pauschalisiert ausgedrückt – immer schwerer, etwas wirklich Neues aus dem Hut zu zaubern, ohne sich selbst oder andere allzu oft in wesentlichen Punkten zu wiederholen.

Ganz ohne inhaltliche Wiederholungen dürfte es in aller Regel sowieso nicht gehen. Deshalb ist oben auch von „deutlich erkennbaren Unterscheidungsmerkmalen“ und „signifikantem Erkenntniszugewinn“ die Rede. Sprich: Um „unique“ zu sein, muss Content immer in ausreichendem Maße Neues bieten. Doch wo genau hier die Grenze ist, lässt sich naturgemäß nicht bestimmen, und am Ende entscheiden ohnehin die Nutzer selbst darüber.

Wo der Hase im Pfeffer liegt: Die Budgetfrage

Um auf der sicheren Seite zu sein, müssen Unternehmen und andere Inhaltsanbieter also bereit sein, entsprechend in die Qualität ihres Contents zu investieren. Also in Dinge wie Recherche, Kreativität, Skills, Wissen, Zeit etc. – denn all dies sind wiederum zentrale Vorbedingungen für die Produktion von Inhalten, die zumindest zu einem maßgeblichen Teil einzigartig sind. Gerade hier liegt aber häufig der Hase im Pfeffer, wie wohl hinlänglich bekannt ist.

Angesichts immer häufigerer Kundenanfragen frei nach dem Motto „Wir suchen professionelle Ghostwriter für unseren Unternehmensblog und zahlen 100 bis 150 Euro pro Beitrag“ wird das Dilemma deutlich. Als PR-Dienstleister mit Content-Schwerpunkt kann ich ein Lied davon singen … Und ja, auch ich habe schon „neuen“ [sic!] Content auf Basis schnell recherchierter Fremdquellen zusammengeklöppelt. Wenn man fix ist und keine Longreads angefragt sind, kann das bisweilen sogar schnell verdientes Geld per „Autopilot-Schreiben“ sein. Der Kunde will es ja nicht anders.

Allein, Unique Content kommt dabei nicht heraus – das gibt ein solch schmales Budget auch gar nicht her. Stattdessen wird so viel Output wie nur irgend möglich in das Budget gepresst, so dass die Zielgruppe auch weiterhin hochfrequent mit irgendwelchem Zeugs bespielt werden kann. Dienstleistern ist das meist völlig latte, ihr Name steht ja später nicht drunter. Ich denke, in nicht wenigen unternehmenseigenen Kommunikationsabteilungen herrschen ganz ähnliche Bedingungen. Nicht in allen, wohlgemerkt.

Und was ist dann mit dem Nutzenversprechen …?

Fakt bleibt aber: Unternehmen und andere Inhaltsanbieter tun sich und ihrer Zielgruppe keinen Gefallen, wenn sie ihren Content nicht weiter ausdifferenzieren und individualisieren. Denn während sie durch Wiederholung des immer Gleichen die Chance verpassen, sich vorteilhaft als Premium-Player zu positionieren (und infolgedessen die meisten Ziele im Content-Marketing verfehlen), bleiben sie ihrer Zielgruppe etwas eminent Wichtiges schuldig: die Einlösung des Nutzenversprechens. Und selbstverständlich wird sich dies früher oder später rächen. Fragt sich halt nur, ob betroffene Unternehmen tatsächlich genau dann radikal umschwenken werden (etwa auf Slow Blogging, um beim obigen Beispiel zu bleiben), wenn die Kritik zunimmt und die Nutzerzahlen abnehmen …

Und ich gehe jetzt sogar noch einen Schritt weiter und behaupte einfach mal, dass Unique Content in den allermeisten Fällen vermutlich gar nicht auf ihrer Agenda steht. Jedenfalls nicht im reinen Sinne der Bedeutung. Hierfür fehlt alles in allem offenbar (noch) das richtige Bewusstsein. Und schlimmer noch: Durch das für die möglichst „effiziente“ Content-Produktion nötige Wildern in fremden Gärten sorgen sie obendrein dafür, dass so mancher ursprünglich einzigartige Inhalt nicht lange einzigartig bleibt. Aber immerhin lassen sich die Originalquellen per Keyword-Recherche normalerweise recht schnell googeln. Auch darauf weist Klaus Eck in seiner Kolumne – wohl nicht von ungefähr! – ganz ausdrücklich hin.

Ein Unique-Content-Schlaraffenland gibt es nicht

Dennoch müssen wir uns als Marketer, PRler und Redakteure vollends darüber im Klaren sein, dass es ein regelrechtes Unique-Content-Schlaraffenland, also eine Welt ausschließlich voller einzigartiger Inhalte, natürlich niemals geben wird. Niemals geben kann. Nur um es noch einmal betont zu haben. Das heißt andersherum aber nicht, dass wir uns keine Mühe geben sollten! Vielmehr, und so und nicht anders verstehe ich Klaus Eck an dieser Stelle, sollten wir dieses Ideal zum Leitgedanken unseres Handelns machen und immer wieder aufs Neue versuchen, aus eigener Kraft und mit eigenen Ideen und Mitteln möglichst originäre und nützliche Inhalte für unsere Zielgruppen zu entwickeln. Und wenn uns dies dann hin und wieder tatsächlich einmal gelingt, profitieren am Ende beide Seiten umso mehr davon.

Nur ist das Ganze halt mit einem nicht unerheblichen Aufwand verbunden. Von vereinzelten Sternstunden mal abgesehen. Auch darüber müssen wir uns im Klaren sein. Bei Zielbar sind wir uns dessen bewusst – auch wenn wir häufiger am Ziel vorbeischrammen, als es uns am Ende lieb ist. Aber wir arbeiten dran.

Unique Content ist lediglich ein Ideal – und das ist auch gut so! Eine Reflexion.TWEET

Vom Schreiben per Tunnelblick als Selbstversuch

Ich habe lange darüber nachgedacht, ob und inwiefern ich abschließend ein paar praktische Tipps zum Erstellen von Unique Content geben kann. Schwer. Geblieben ist nur das Folgende: Eine Möglichkeit mag darin bestehen, bei der Planung und Produktion ganz bewusst per Tunnelblick zu arbeiten. Also weder nach links noch nach rechts zu schauen und sich einzig und allein auf sein Wissen, seine Erfahrung und seinen Einfallsreichtum zu verlassen. Thematische Querrecherchen fallen während dieses „einsamen Flows“ dann völlig weg. Sie würden hierbei nur das Ergebnis verfälschen, sofern man dazu neigt, immer wieder Aspekte aus verwandten Beiträgen zu übernehmen, um nur ja nichts Wichtiges unerwähnt zu lassen. Um dieser Versuchung den Riegel vorzuschieben, spielt man sein Thema stattdessen einmal komplett gedanklich von vorn bis hinten durch, wägt ab, verwirft, überdenkt neu – und ist gespannt auf das, was später dabei rauskommt.

Inspiriert von Klaus Ecks mahnenden Worten und als Replik darauf gedacht, ist auf eben diese Weise der vorliegende Beitrag entstanden – und es hat fürwahr so seine Zeit gedauert. Ob es ein ausreichend einzigartiger Inhalt über Unique Content geworden ist, kann ich nicht beurteilen, da ich den Begriff nur ein einziges Mal gegoogelt habe. Und zwar um weiter oben den Link auf Wikipedia setzen zu können. Gut möglich also, dass auch zu diesem Thema bereits alles gesagt wurde. Nun, man wird sehen. Außerdem kommt es ja immer auf den Versuch an. Beziehungsweise auf den Selbstversuch.

Ist Unique Content für dich ebenfalls ein erstrebenswertes Ideal? Und kannst du der Zielbar-Community dann ein paar Tipps geben, wie du selbst einzigartige Inhalte erstellst oder erstellen lässt?
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Andreas Quinkert

Andreas Quinkert

Andreas Quinkert ist PR-Freelancer für strategische Kommunikation. Als 1966er Jahrgang eigentlich ein Printzeiten-Relikt, fühlt er sich heute auch im Digitalen pudelwohl – mit Fokus auf Content-Strategie. Der leidenschaftliche Ruhrpottler ist seit Sommer 2015 Chefredakteur von Zielbar. Info unter Quinkert PR & Redaktion.

18 Reaktionen zu “Warum Unique Content (leider) nur ein Ideal bleiben wird”

  1. Birgit Schultz

    Hallo Andreas,
    einzigartigen Content kann es kaum geben – das wusste schon der alte Goethe. Aber ich bemühe mich bei jedem meiner Blogbeiträge, ein Thema aus einer für meine Leser neuen Richtung zu beleuchten. Thematisch lasse ich mich gerne inspirieren (und mein Evernote als Swipe File ist über 17000 Notizen dick, angesammelt über 10 Jahre), inhaltlich gehe ich meinen Weg.

    Den originalen Beitrag von Klaus Eck habe ich auch gelesen und überlegt, ob und wie ich darauf reagiere. Ich habe es gelassen, gerade auch, weil ich erst Montag etwas im weiteren Sinne zu dem Thema gebloggt habe und außerdem im Sinne des Slow Bloggings nur einen Artikel pro Woche veröffentliche. Schon so geben mir meine Leser das Signal, dass sie es kaum schaffen, alles zu lesen. Das Gefühl eines Content Tsunamis haben also viele Menschen.

    Beste Grüße
    Birgit

    Antworten
    1. Andreas Quinkert
      Andreas Quinkert

      Hi Birgit,
      wenn ein Beitrag pro Woche bei dir Slowblogging ist, was ist denn dann „Fastblogging“ …? ;-) Auf jeden Fall solltest du das Feedback deiner Leser ernstnehmen!

      Jetzt kann man natürlich sagen, die von Zielbar veröffentlichen sogar zwei Beiträge pro Woche, das ist viel zu viel … Aber dafür wir gehen thematisch ja auch sehr in die Breite, finde ich. Das schützt uns ein wenig besser vor Wiederholungen. Aber eben auch nicht völlig. Deswegen behalte ich das Ganze jetzt umso mehr im Auge.

      Gruß aus dem wolkigen Duisburg
      Andreas Quinkert

      Antworten
  2. Alexa
    Alexa

    Hallo Andreas,

    ich finde, dass dieser Beitrag auf jeden Fall „Unique Content“ ist!

    Und zwar, weil du damit zeigst, dass Unique Content nicht bedeutet, das Rad neu zu erfinden.
    Viel mehr geht es darum, deine Leser mit deinen eigenen, einzigartigen Tipps zu begeistern und ihnen bei einem Problem zu helfen. Ob andere zum gleichen Thema bereits einen Beitrag geschrieben hat, ist für mich eher Nebensache. Hauptsache ist: DEIN Beitrag ist „einzigartig“!

    Ich habe mich auch schon mit diesem Thema auf meinem Blog beschäftigt und für mich kommt es natürlich auch auf den Kontext eines Artikels an. Allerdings bedeutet „Unique Content“ in meinen Augen viel mehr:

    1. Investiere Zeit in deine Inhalte
    2. Betreibe aktives Beziehungsmarketing
    3. Wiedererkennungswert kommt heraus
    4. Stehe hinter dem, was du machst

    Am Ende ist Unique Content das, was deine Leser daraus machen :)

    Danke für diesen Artikel dazu!

    Liebe Grüße
    Alexa

    Antworten
    1. Andreas Quinkert
      Andreas Quinkert

      Hi Alexa,
      danke für deinen Kommentar! Ich hoffe du hast es gestern ordentlich krachen lassen … ;-) (Die liebe Kollegin hatte gestern Geburtstag.)

      Nur so viel zu deinen ergänzenden Bemerkungen: Zeit ist für mich der wohl wichtigste Faktor. Mag sein, dass es Autoren gibt, die binnen 60 Minuten Einzigartiges raushauen können. Aber erfüllt das dann auch alle von mir im Beitrag aufgeführten Punkte …?

      Wie dem auch sei, ich brauche viel mehr Zeit, um einen brauchbaren Text zu schreiben. Und wie ich weiß, bin ich damit alles andere als alleine. Wenn ich im Auftrag handle, muss das adäquat bezahlt werden. Oder ich nehme den Auftrag nicht an. It’s as simple as that.

      Beste Grüße
      Andreas Quinkert

      Antworten
  3. Jutta Beyer
    Jutta Beyer

    Lieber Andreas,

    vielen Dank für diesen tollen Beitrag und die sachliche und praxisnahe Beleuchtung der Situation.
    Ich finde es natürlich auch wichtig, einzigartige Inhalte zu erstellen. Aber ehrlich gesagt nervt mich das Thema zur Zeit ein wenig. Weil es oft so praxisfern behandelt wird, weil es wie du schreibst sehr schwierig ist – zumindest für kleinere Unternehmen oder Solopreneure.

    Ich habe das Gefühl, aus lauter Druck, einzigartige Inhalte zu erstellen kommen dann zum Teil theoretische Abhandlungen raus, die vielleicht irgendeinen noch nie dagewesenen Aspekt ins Detail beleuchten – mit dem aber die eigentliche Zielgruppe gar nichts mehr anfangen kann.
    Bei manchen selbständigen Bloggern macht es auf mich den Eindruck, dass mittlerweile gar nicht mehr für die Kunden selbst geschrieben wird, sondern für Kollegen aus der Filterblase.

    Ich habe erst gestern in einer Facebook-Diskussion darüber geschrieben, dass mich genau dieser Anspruch in letzter Zeit sehr am Inhalte erstellen gehemmt hat.

    Und für mich festgestellt, dass ich auch viel zu sehr auf Content von anderen achte – der mich dann wiederum hemmt, über das gleiche / ähnliche Thema zu schreiben, weil das ja schonmal da war – aber eben: Was war denn noch nie da?

    Ich für mich habe beschlossen, weniger um mich rum zu schauen, und mich auf das was die Zielgruppe weiter bringt zu konzentrieren.

    Und lustigerweise beim gestrigen Blogartikel genau das gemacht, was du vorgeschlagen hast – keinerlei Recherche im Vorfeld, sondern eine Frage einer Newsletterleserin hergenommen und diese im Blog so beantwortet, wie ich sie ihr beantwortet hätte.

    Wenn man seine eigene Meinung schreibt, versucht mal um die Ecke zu denken oder praxisnah zu schreiben (Erfahrungsberichte…) kann das aus meiner Sicht durchaus auch als einzigartiger Content durchgehen.
    Wie ich gestern in der erwähnten Diskussion schon geschrieben habe: Der Mensch hinter dem Thema macht letztendlich den Unterschied. (Aus der Betrachtung von selbständigen Bloggern / Solounternehmern).

    Liebe Grüße
    Jutta

    Antworten
    1. Andreas Quinkert
      Andreas Quinkert

      Hallo Jutta,
      eins steht für mich fest: Wenn ich den Anspruch habe, stets zumindest halbwegs „uniquen“ Content in die Welt zu setzen, muss ich als Einzelkämpfer entweder ein Ausnahmekönner sein … oder ich muss meine Schlagzahl drastisch reduzieren. Ich selbst habe mich für Letzteres entschieden.

      Wie ich schon weiter oben und auch im Beitrag gesagt habe: Wichtig ist, dass einem die Leser oder die Community nicht abspringen, und wenn dort vermehrt über inhaltliche Wiederholungen oder nachlassende Qualität gemurrt wird, dann hat man ein Problem und sollte dringend reagieren.

      Und ja, du hast völlig Recht: Bei einem Blog macht es natürlich immer auch der persönliche Touch. Bei einem von mehreren Autoren bespielten Unternehmensblog oder einem Online-Magazin wird es da aber schon ein wenig schwerer …

      Gruß aus DU
      Andreas Quinkert

      Antworten
  4. Huberta Weigl

    Auch wenn dieser Artikel einzigartig ist und Sie nicht links und rechts geschaut haben, hatten Sie beim Schreiben doch all das über Jahre angesammelte Wissen im Kopf, das nicht von Ihnen stammt. In einem wissenschaftlichen Text müssten Sie das belegen.

    Kurzum: Nehmen wir es gelassen. Und wenn Inhalte mehrfach in Blogs thematisiert werden, so macht es doch jeder auf seine Art und die einzelnen Blogs haben ja auch längst nicht alle dieselben Leser.

    Der Artikel macht übrigens indirekt klar, wie viel mehr Arbeit man in wissenschaftliche als in un- Texte stecken muss. Ohne saubere Recherche, ohne umfassende Blicke in alle Himmelsrichtungen und ohne Belge, geht da gar nichts. Und selbst in der Wissenschaft gibt es keinen ganz und gar einzigartigen Inhalt, weil man sich immer auch auf das Wissen anderer stützt.

    Herzlichen Gruß
    Huberta Weigl

    Antworten
    1. Andreas Quinkert
      Andreas Quinkert

      Hallo Frau Weigl,
      danke für den Kommentar. Deswegen heißt es in meinem Beitrag ja auch an entsprechender Stelle, dass man sich beim Schreiben per Tunnelblick „allein auf sein Wissen, seine Erfahrung und seinen Einfallsreichtum“ verlassen muss. Das kann man selbstverständlich nur, wenn man beruflich in einem Thema „zu Hause ist“. Nebenbei erklärt das dann auch, dass viele der bei einschlägigen Texterbörsen beauftragten Inhalte nicht im Kernsinne „unique“ sein können. Zumal hier ja auch unter großem Zeitdruck gearbeitet werden muss.

      Die Abgrenzung zu wissenschaftlichem Arbeiten ist natürlich völlig korrekt und wichtig, hier aber nicht das Thema.

      Schöne Grüße
      Andreas Quinkert

      Antworten
  5. Claudi

    Hallo Andreas,

    vielen Dank für den tollen Beitrag. Gerade für jemanden, der – wie ich – erst mit seinem eigenen Blog begonnen hat, sind solche Beiträge hilfreich. Ich beschäftige mich viel mit dem Online-Marketing, obwohl es nicht Teil meines Themas im Blog ist. Und ich kann sagen, dass ich einen ähnlichen Beitrag wie deinen noch nicht gelesen habe.

    Ich stimme Alexa in dem Punkt zu, dass es wichtig ist, seine Leser mit eigenen Tipps zu begeistern.
    Ich selbst versuche durchaus unique Content zu erzeugen, wohl wissend, dass es fast unmöglich ist. Deshalb ist es mir besonders wichtig, meine eigenen Erfahrungen in meine Beiträge mit einfließen zu lassen und so die Sichtweise für den Leser etwas zu personalisieren.

    Da ich mich, durch eure Beiträge zum Slowblogging hier bei Zielbar, von Anfang an für diese Art der Veröffentlichung entschieden habe, lege ich großen Wert auf eine ausreichende Recherche. Allerdings finde ich deinen Gedanken mit dem Tunnelblick zum Schreiben sehr interessant. Ich werde diese Schreibweise garantiert mal ausprobieren.

    Letztendlich ist das Bloggen ja immer auch das Mitteilen der eigenen Meinung. Und ich denke, dass gerade das die Chance für einzigartigen Inhalt ist. Und somit schließe ich mich hier letztendlich dem letzten Punkt von Jutta Beyer an, dass der Mensch hinter dem Thema den Unterschied macht.

    Viele Grüße
    Claudi

    Antworten
    1. Andreas Quinkert
      Andreas Quinkert

      Hallo Claudi,
      freut mich, wenn dir mein Beitrag gefallen hat – umso mehr, wenn er dir weitergeholfen hat. In diesem Sinne: Viel Erfolg mit deinem Blogprojekt!

      Und vielleicht ist dann ja auch unser nächster Beitrag interessant für dich …? Darin geht es um das große Thema Monetarisierung.

      Schönes Wochenende!
      Andreas

      Antworten
  6. Ivana
    Ivana

    Servus!

    Jaaaa, genau dieses Thema hatte Jutta und mich (und noch einige mehr) beschäftigt – wie passend! :D Ich bin zum Nachdenken gekommen, nachdem ich aus meinem RSS-Feed nicht wirklich viel Neues, Interessantes, Lesenswertes herausfiltern konnte.
    Es ist wie so oft im Leben ein Balanceakt, wo Nuancen entscheiden, wie z.B. ein sehr persönlicher Zugang, ein unverkennbarer Schreibstil (wie bei dir) oder auch das richtige Timing. Leicht ist es sicherlich nicht, aber Unique Content als Ideal hochzuhalten finde ich wichtig und gut.

    Wenn ich so darüber nachdenke, ist es wie mit Liebesliedern. Es gibt nur die eine Liebe und doch wird sie von der Menschheit in all ihren Facetten und in persönlichen Noten seit unserem Bestehen besungen – und es wird immer Menschen geben, die zu einem gegebenen Zeitpunkt genau dieses Liebeslied hören bzw. singen. ;) Sind Liebeslieder unique? Ich weiß es nicht, aber falls ja, dann hat auch Content gute Chancen unique zu sein.

    Ganz liebe Grüße aus Wien,
    Ivana

    Antworten
    1. Andreas Quinkert
      Andreas Quinkert

      Hi Ivana,
      das mit den Liebesliedern ist ein absolut treffendes Beispiel! Und das mit dem „unverkennbaren Stil“ geht mir natürlich runter wie Öl. ;-)

      Zum Thema: Ich habe aus eben diesen Gründen mittlerweile die meisten Abos gekündigt. Nur wenige sind geblieben. Andererseits haben wir hier bei Zielbar aber auch eine ganz spezielle eigene Lösung, die dafür Sorge trägt, dass wir nur wenig Wichtiges im Web verpassen. ;-)

      Liebe Grüße aus DU in DE
      Andreas Quinkert

      PS: Freue mich auf unser Telefonat!

      Antworten
  7. Thomas Schuster
    Thomas Schuster

    Hallo Andreas,

    Ausnahmen bestätigen die Regel – so sagt man. Dein Beitrag ist eine dieser Ausnahmen. Sehr hochwertig, durchaus unique und absolut lesenswert. Danke für den guten Input und ein schönes WE für dich
    Greetz
    Thomas

    Antworten
    1. Andreas Quinkert
      Andreas Quinkert

      Moin Thomas,

      vielen Dank für das Lob! Obwohl ich ja eigentlich eher schlecht damit umgehen kann … Ich werde nämlich immer ganz schnell rot im Gesicht. ;-) Spaß beiseite: Es ist bestürzend, wie lange ich summa summarum an diesen knapp 1.500 Wörtern gesessen habe. Das muss man sich leisten können. Und eben auch wollen! Genau darum geht es m. E. bei Unique Content.

      Dir auch ein prima Wochenende!

      Andreas

      Antworten
  8. Arno

    Hey Andreas, vielen Dank für deinen spannenden Artikel. Aus meiner Sicht Kopfnicken zu jedem Absatz (ja..genau…recht-hat-er…jup…) und auch zu den bisherigen Kommentaren.

    Ich empfinde es als wertschöpfend diese Ansätze und Erfahrungen aufzunehmen, diese wirken zu lassen und mit meinen eigenen Erfahrungen zu vergleichen.

    Für mich ist dein Text unique content, denn der Inhalt bereichert, bietet die Möglichkeit sich mit der Komplexität des Themas zu beschäftigen, was ist unique content überhaupt? Dein Text ist für mich unique, weil er deutliche Relevanz hat, obwohl eigentlich schon so viel dazu gesagt wurde, von so vielen Leuten, aus so vielen Bereichen.

    – Für Content Manager ist es vielleicht wichtig den Redaktionsplan möglichst breit abzudecken und auf Themenwiederholungen zu verzichten. Vielleicht auch den Trend nicht zu verpassen.

    – Für SEOs bedeutet unique content die Bedingung, dass Webinhalte von Google als unique eingestuft werden und die Inhalte für bessere Suchergebnisse taugen, bzw. einer Abstrafung entgegenzuwirken. Unique content darf aber nicht teuer sein aber ganz getreu der Devise „Content is King“ sich durch ein hohes Wortvolumen und einer bestimmten Keyword-Dichte auszeichnen.

    Für die content creation – der Autorin, dem Redakteur, geht es um das Herausheben aus der Webmasse, um Authetizität, Kreativität, Leidenschaft, Qualität in der Tonalität, um Relevanz und die Weitergabe von Wissen und Informationen.

    Vor allem braucht es dafür Zeit, schließlich ist es wertschöpfende Arbeit. Immerhin ist Text nicht nur content, sondern auch ein strategisches Mittel, vor allem für Unternehmen und das Marketing.

    Desweiteren ist es für mich als Content Texter wichtig, dass unique content, wenn gewünscht, auch im Kontext wirkt und sich dem Großen unterordnet, ergänzend wirkt. Als weiterer Baustein eines umfangreichen Themengebietes. Es möglich ist auf weitere Inhalte zu verlinken und zu verweisen und auch selbst als Quelle eignet. Das Internet nutzen sozusagen :)

    Wollte ich zu deinem Thema gesagt haben. Danke noch mal für den tollen Artikel.

    VG Arno

    Antworten
  9. Andreas Quinkert
    Andreas Quinkert

    Hi Arno,

    vor allem dein Hinweis auf den Content-Kontext ist eine ganz wichtige Ergänzung. Gerade in Unternehmensblogs ist der „innere Zusammenhang“ von großer Bedeutung – sonst zerfastert das Ganze nach und nach. Was aber nicht heißt, dass hier und da nicht auch etwas Abwechslung gefragt ist, um die Leser zu überraschen. Kurzum, ohne Planung mit Weitblick geht das alles nicht.

    Danke dafür! Und für deine lobenden Worte nicht minder.

    Liebe Grüße
    Andreas Quinkert

    Antworten
  10. Bernhard Reiß

    Danke für die Zeit, die Du aufgewandt hast! Und es hat sich gelohnt. Mehr gibt´s nicht zu sagen. Denn alles andere haben die übrigen Kommentatoren schon geschrieben. Genug Content also.

    Antworten
    1. Andreas Quinkert
      Andreas Quinkert

      *verbeug*

      Antworten

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