Warum Texter und Autoren viel lesen sollten

Warum Texter und Autoren viel lesen sollten – mit Literaturtipps!

Die letzten drei Kapitel in Herman Melvilles „Moby Dick“ gehören mit zum Besten, was jemals geschrieben wurde. Kapitän Ahabs fanatische Jagd auf den weißen Wal, der ihn viele Jahre zuvor zum Krüppel gemacht hat, findet auf diesen knapp 40 Seiten ihr tragisches Ende. Den finalen Akt in diesem voluminösen Drama über den zum Untergang verdammten Walfänger Pequod bekommt man als Literaturfreund nie wieder aus dem Kopf. Er ist längst Teil unseres kulturellen Gedächtnisses.

Gute Literatur schafft das. Und sie kann sogar noch weitaus mehr: Gute Literatur trainiert beim Lesen das Schreiben. Daher können Texter, Blogger, Autoren und überhaupt alle, die regelmäßig im Web oder sonstwo veröffentlichen (und was auf sich halten), auch gar nicht genug gute Romane, Erzählungen und Kurzgeschichten lesen. Plus Qualitätsmagazine wie GEO, Hohe Luft oder mare. Denn richtiges Lesen bildet nicht nur, sondern es bildet auch aus. Und zwar neben Orthografie, Sprachgefühl und Schreibstil auch die Storytelling-Skills.

Leider nur mangelt es immer mehr Marketing-, PR- und Blog-Texten an all dem – man merkt ihnen allzu rasch an, dass ihre Verfasser Lesemuffel sind. Sehr lese(r)freundlich ist das nicht. In Zeiten des Content-Überangebots dürfte sich dies als Nachteil erweisen.

In meinem Beitrag geht es also um die Bedeutung des Lesens für das Schreiben. Zehn persönliche Literaturtipps inklusive. Man weiß ja nie, wofür das mal gut sein kann.

Jede Menge Schrott im Web

Im Web existiert eine unendliche Fülle an Ratgeberbeiträgen über „gutes Texten“. Nicht selten tragen diese vermutlich gutgemeinten Versuche so beknackte Titel wie „Wie du galaktisch geile Blogartikel schreibst und mit Lichtgeschwindigkeit reich wirst“. Aus professioneller Sicht ist das meiste davon totaler Schrott, da hier oftmals Leute, die nicht schreiben können, übers Schreiben schreiben. Finde den Fehler.

Aber selbst in den besseren Beiträgen wird in aller Regel nicht einmal am Rande erwähnt, dass das bewusste Lesen guter Literatur die eigene Schreibe nachhaltig auf Vordermann bringt. Mein eigener Blogpost Wie man gute Texte schreibt bildet da eine seltene Ausnahme und liefert auch sonst ein paar ganz ordentliche Hinweise, wie ich finde. Etwa wenn es um Dinge wie Satzlänge, Rhythmus und Tempo geht – auch darüber wird andernorts allerhand Blödsinn erzählt. Dass man nur kurze Sätze schreiben soll zum Beispiel. Gähn.

Qualität wird immer wichtiger

In der Königszeit des Contents ist das schon ein wenig verwunderlich. Zumal eins klar sein dürfte: Je mehr Content ins Web kommt, desto wichtiger wird Qualität als Differenzierungsmerkmal. Inhaltlich wie handwerklich. Insofern gehe ich fest davon aus, dass die hochwertige Aufbereitung der Inhalte künftig eine immer größere Rolle spielen wird. Denn wirklich gute Texte laden den Content noch einmal zusätzlich mit Qualität auf und können im immer härteren Wettbewerb um die Leser durchaus den Unterschied machen. Nicht zuletzt, weil sie durch Eindeutigkeit, Verve und Spannung punkten und idealerweise sogar ein gewisses Lesevergnügen bieten.

08/15-Geschreibsel von zweifelhafter orthografischer und stilistischer Güte muss dagegen schon geradezu sensationelle Informationen liefern, um im direkten Vergleich nicht ins Hintertreffen zu geraten. Besser ist’s also, man schreibt ein wenig besser als das Gros der anderen Autoren. Was freilich nicht von alleine kommt – es sei denn, man ist ein Genie. Ich selbst bin keins. Deshalb arbeite ich ständig an meinem Stil und diesem ganzen anderen Gedöns. Das ist Teil meines Jobs als PR-Freelancer und Blogger.

Von wahren Könnern lernen

Der Schlüssel zu einer mitreißenden und fehlerfreien Schreibe liegt somit – neben dem nötigen Talent, Workshops über kreatives Schreiben, Sachbuch-Klassikern wie „Deutsch für Profis“ von Wolf Schneider und natürlich jeder Menge Schreibpraxis – nicht zuletzt im regelmäßigen Studium stilsicher verfasster Literatur, Reportagen, Essays etc.

Wie machen es die wahren Könner, und was kann ich für mich daraus lernen? Das sind die beiden zentralen Fragen, die man sich stellen muss, und dies erfordert ein Lesen aus der Perspektive eines Schreibenden. Denn nur wer wachen Auges und in Realtime die eigenen Skills an denen anderer misst, wird seine eigenen Fähigkeiten tatsächlich daran schärfen.

Und nur um es erwähnt zu haben: Das hastige Reinziehen literarischer Super-GAUs wie „Shades of Grey“, „Feuchtgebiete“ und „Nichts als die Wahrheit“ sowie sämtlicher Bücher von Wolfgang Hohlbein ist dabei nicht sonderlich hilfreich. Dadurch lernt man allenfalls, wie es nicht geht. Immerhin. Nur weiß man dann auch schon, wie es besser geht …?

Freizeit oder Arbeitszeit …?

Okay, letztlich ist es mir natürlich völlig schnuppe, was die Leute so lesen. Nur ist schlechte Literatur für das Training der Schreibfertigkeiten nun einmal in etwa so hilfreich wie Wackelpudding beim Bau von Stufenpyramiden. Wobei es mich  dann umso mehr irritiert, wenn mir Kollegen gelegentlich „gestehen“, dass sie überhaupt keine Romane mehr lesen. „Ich komme in meiner Freizeit einfach nicht mehr dazu“, heißt es dann meistens.

Freizeit …? Denkfehler! Wenn das Lesen im obigen Sinne  der individuellen Weiterentwicklung eines Autors dient, indem es die Schreibe schult und perfektioniert, so ist es aus meiner Sicht ebenfalls Arbeit. Wenn auch ein ziemlich angenehmer Part derselben. Dafür sollte man sich Zeit nehmen, denn das ist man seinen Lesern (und Kunden, sofern man ein gewerblicher Anbieter ist) schuldig. Andernfalls darf man sich hinterher nicht darüber beklagen, dass man auf der Stelle tritt oder gar abgehängt wird.

Kurzum, Lesen hilft beim Schreiben. Ob ich den Beweis dafür antreten kann …? Nein. Aber ich denke, ich schreibe selbst ganz manierlich. Und das ist mir beileibe nicht in den Schoß gefallen.

Zehn Literaturtipps für Lernwillige

Die nachfolgend aufgelisteten Romane, Novellen und Erzählbände gehören zu meinen persönlichen Favoriten und sind meines Erachtens prima Trainingsstoff für Autoren. Außerdem bieten sie pures Lesevergnügen. Mir zumindest. Also googelt, lest und entscheidet selbst!

  • Tschingis Aitmatow: Djamila
  • Richard Brautigan: In Wassermelonen Zucker
  • Raymond Carver: Wovon wir reden, wenn wir von Liebe reden
  • Franz Kafka: Erzählungen
  • Sibylle Lewitscharoff: Pong
  • Herman Melville: Moby Dick
  • Stewart O’Nan: Letzte Nacht
  • Ralf Rothmann: Milch und Kohle
  • Boris Vian: Der Schaum der Tage
  • Tim Winton: Weite Welt

Ich hätte übrigens locker 50 Bücher auflisten können … Aber für Lesemuffel ist dies ja vielleicht schon mal ein guter Anfang. Zwinker.

Und nicht vergessen: Es geht am Ende immer um deine Schreibe. Fühl dich inspiriert!

Und wie ist es bei dir so? Guckst du beim Lesen anderen Autoren bewusst auf die Finger? Oder fehlt dir die Zeit für dein individuelles Schreibtraining per Lesen …? Ich bin gespannt.
Warum Texter und Autoren viel lesen sollten – mit Literaturtipps! Rating: 4.62/5 13 Votes
Andreas Quinkert

Andreas Quinkert

Andreas Quinkert ist PR-Freelancer für strategische Kommunikation und Textredaktion. Als 1966er Jahrgang eigentlich ein Printzeiten-Relikt, fühlt er sich heute auch im Digitalen zu Hause – mit Fokus auf Content-Marketing. Der leidenschaftliche Ruhrpottler ist seit 2015 Chefredakteur von Zielbar. Info unter Quinkert PR & Redaktion.

39 Reaktionen zu “Warum Texter und Autoren viel lesen sollten – mit Literaturtipps!”

  1. Benjamin Brückner
    Benjamin Brückner

    Spitze, Andreas! Als Schreib-Kollege kann ich dir in allen Punkten zustimmen. Schreiben zu wollen, ohne selbst viel zu lesen, ist wie Autofahren wollen, ohne den Führerschein zu machen. Meine Vermutung ist, dass vielen Leuten das Lesen bereits in der Schule vergrätzt wird – durch staubtrockene Analysen alter Schinken. Dabei ist Literatur lebendig und wer einmal die Kraft von Romanen entdeckt hat, kann unmöglich Lesemuffel bleiben. Ich werde mir „Der Schaum der Tage“ zu Gemüte führen.

    Antworten
    1. Andreas Quinkert
      Andreas Quinkert

      Hi Benjamin und vielen Dank für deinen Kommentar!

      Die Wahrheit ist: Autoren müssen nicht zwingend die „Konkurrenz“ lesen. Allerdings lassen sie dann gute Chancen liegen, über diese Trainingsmethode weiter an ihren Skills zu arbeiten. Außerdem ist gute Literatur für jeden Autor ein Quell der Inspiration. Und wie gesagt, auch die im Beitrag erwähnten Magazine machen was her.

      Viel Spaß bei „Schaum der Tage“! :)

      Liebe Grüße
      Andreas Quinkert

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  2. Tina
    Tina

    Hallo Andreas, ich liebe es nach einem stressigen Arbeitstag am Computer ein gutes Buch in die Hand zu nehmen. Das erweitert den eigenen Horizont und man bekommt tatsächlich viele Inspirationen mit auf dem Weg.

    Deine hier vorgestellten Bücher sagen mir leider nichts ( Schande über mein Haupt) , aber wie sagt man so schön:“ Was nicht ist, kann noch werden ;-) Ich bin dann jetzt mal in der Welt der Bücher zu finden – falls mich jemand sucht:-) :
    LG Tina

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    1. Andreas Quinkert
      Andreas Quinkert

      Wie, schon Feierabend? ;-)

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  3. Sven Lennartz

    Ich finde, Schriftsteller wissen das. Durch das Lesen kommen die erst zum Schreiben. So entsteht der Wunsch.

    Was Blogger angeht, hast du völlig recht. Meine aber, dass Lewitscharoff viel zu abgehoben ist. Das ist feistes Geschwurbel, das schreckt Unbedarfte eher ab.

    Es ist schon ein Gewinn, überhaupt etwas zu lesen, das nicht aus dem eigenen Dunstkreis stammt. Darauf kann man ja aufbauen ;-)

    Antworten
    1. Andreas Quinkert
      Andreas Quinkert

      Hi Sven!

      Zugegeben: Lewitscharoff ist harter Stoff. Allerdings zeigt sie in „Pong“, was mit Sprache so alles geht. Den Bachmann-Preis gab’s ja auch nicht von ungefähr. Ist für einen Strandurlaub aber eher ungeeignet. Andererseits habe ich am Strand auch schon ganz andere Sachen gelesen. Den „Golem“ von Gustav Meyrink etwa. Spooky. :D

      Gruß aus DU
      Andreas Quinkert

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  4. Daniel B.

    Ich bemerke dies bei mir oft selber, dass sich meine Beiträge früher besser haben lesen lassen und wir wollen gar nicht erst von der Schule reden. Denn dort gab es oft Lob von Lehrern und die Mitschüler lauschten gespannt den eigenen Geschichten. Mit dem Beitrag ruft ihr mein Gewissen hervor und ja, mehr Bücher lesen und vor allem auch vernünftigen Lesestoff. Danke dafür :)

    Antworten
    1. Andreas Quinkert
      Andreas Quinkert

      Gerne geschehen, Daniel! Schön, dass mein „Weckruf“ offensichtlich funktioniert. Obwohl mir völlig bewusst ist, dass einige es nicht mögen werden, sich „ertappt“ zu wähnen … ;) Andererseits wird die Content-Qualität in Zukunft meiner Einschätzung nach tatsächlich eine noch größere Rolle spielen. Darum geht es mir hier.

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  5. Sven Dichte

    Oh….. Da muss ich aber noch viel lesen. :-( Kafka finde ich persönlich unsympathisch und Lewitscharoff ist wirklich anstrengend.
    Muss ich mich schämen, wenn ich hier schreibe, dass ich Bücher von Karl May (z.B. Und Friede auf Erden) liebe?
    Des Weiteren habe ich leider nicht die Geduld, um schöne, gute und lange (ausführliche) Texte zu schreiben.
    Übrigens der Artikel ist ganz große Klasse und einiges werde ich bestimmt in die Tat umsetzen.

    Antworten
    1. Andreas Quinkert
      Andreas Quinkert

      Um Gottes Willen, nein! Niemand muss sich für irgendwas schämen, Sven. Und Karl May ist ja auch kein Schund.

      Danke für dein Lob! Das freut mich aufrichtig. :-)

      Liebe Grüße
      Andreas Quinkert

      Antworten
      1. Sven Dichte

        Da freue ich mich! :-)

        Antworten
  6. Robert Nagel
    Robert Nagel

    Hallo Andreas,

    danke für diese Stellungnahme!

    Leider hast Du vollkommen recht damit, dass bei Weitem nicht alle Ratgeberartikel, die einen erreichen, einem Qualitätsanspruch im engeren Sinne gerecht werden. Viel zu oft entpuppen sich vorgebliche strategische Beiträge letztendlich als lieblos geleimte Listicles, die jeglicher Substanz in Inhalt und Ausdruck entbehren. (Memo an mich selbst: Artikel „10 Gründe, warum Listicles Mist sind“ verfassen!)

    Mein Eindruck ist zudem, dass die Übererfüllung von „Lesbarkeitskriterien“ – wie einfachster Satzbau oder mundgerechte Mikro-Content-Verabreichung – die Artikel keineswegs verbessern.

    Im Gegenteil finde ich, dass man sich so der Möglichkeit, eine wiederkennbare Schreibe und ein tatsächliches Fluidum aufzubauen, nachhaltig beraubt. Es grenzt meiner Meinung nach auch an die Beleidigung des Lesers, wenn man ihm unterstellt, er sei nicht imstande, zwei Gedanken gleichzeitig im Kopf zu behalten und/oder eine Nebensatzebene aufzulösen.

    Irgendwo ist das vielleicht auch Geschmackssache. Aber: Die im Sinne höherer Qualität geforderten „Evergreen“-Beiträge bekommt man in diesem eingekochten Telegrammstil jedenfalls nur selten zu Gesicht.

    Ob diese stilistische Nahkampfführung an den Rezeptionsgewohnheiten der Autoren liegt? Mag durchaus sein. Frischer Input kann also keineswegs schaden. Also öfter mal was anderes… An dieser Stelle sei deswegen einer meiner litrarischen Favoriten ergänzend zu deinen Empfehlungen erwähnt: die „Illuminatus!“-Trilogie von Robert A. Wilson.

    Beste Grüße
    RNA

    Antworten
    1. Andreas Quinkert
      Andreas Quinkert

      Hallo Robert,

      ich habe beim Lesen deines Kommentars in einer Tour genickt – das ist ein gutes Zeichen. ;-) Und was nun diesen Telegrammstil anbelangt: entsetzlich und ermüdend bzw. entsetzlich ermüdend. Einen mitreißenden Rhythmus bekommt so jedenfalls nicht in seine Texte. Dafür muss man sich beim Schreiben schon etwas mehr Zeit nehmen als diese dauernd feuernden Content-Kanonen unter den Bloggern. Ich selbst lese (wenn überhaupt) solcherlei Beiträge nur noch höchst ungern.

      So, und jetzt mache ich mit dem neuen Roman von Ralf Rothmann im Gepäck erst einmal Mittagspause. :-)

      PS: Wilson hatte ich Dutzende Male in den Händen. Klar, ich war ja auch mal ein paar Jahre Buchhändler.

      Beste Grüße aus dem verregneten Duisburg
      Andreas Quinkert

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      1. Robert Nagel
        Robert Nagel

        Hallo nochmal! Ich hab mir zu dem Thema Telegrammstil noch den einen oder anderen Gedanken gemacht. Befürchte aber fast, dass das in so eine Art Rant abgeglitten ist ;) http://www.mds.eu/blog/knietief-im-seichten-inhalt-der-doppelte-content-schock/

        Schönes Wochenende
        Robert

        Antworten
  7. Claudia Dieterle
    Claudia Dieterle

    Hallo Andreas,

    das kann ich nur unterschreiben, lesen bildet. Ich habe schon immer viel gelesen, aber keines der Bücher, die Du vorgeschlagen hast, sondern meistens in anderen Sprachen, weil ich so die jeweilige Sprache besser lernen wollte. Neben Magazinen und Büchern, kann ich aber auch das Folgen von interessanten Blogs empfehlen.
    Man darf dabei nicht vergessen, das viel lesen und viel schreiben beides hilft, um einen besseren Schreibstil zu bekommen.
    Dass Kinder weniger lesen, liegt wohl an den Eltern, die selbst nicht mehr so viel lesen, und an E-Books, die ich nicht so ideal finde, um bei Kindern Leseinteresse zu wecken.

    Viele Grüße
    Claudia

    Antworten
  8. Frank

    Hallo, Andreas,
    ein toller Artikel und dein Vergleich „Nur ist schlechte Literatur für das Training der Schreibfertigkeiten nun einmal in etwa so hilfreich wie Wackelpudding beim Bau von Stufenpyramiden.“ ist genial…

    Ich lese ebenfalls sehr viel, neben Fachliteratur vor allem Magazine und von Zeit zu Zeit auch mal einen Roman. Gerne greife ich auch mal auf die alten Meister zurück, wie z.B. Hermann Hesse. Auch Bibliographien finde ich sehr lesenswert.

    Lesen bildet – und mit Sicherheit hilft es auch, egal ob bewusst oder unbewusst, unseren Schreibstil zu verbessern.

    Ich glaube auch, dass sich mein Schreibstil dadurch in den letzten drei Jahren stetig verbessert hat. Wer sich davon überzeugen möchte, besucht einfach mal meinen Blog.

    Herzlichen Dank für den großartigen Artikel.
    Frank

    Antworten
    1. Andreas Quinkert
      Andreas Quinkert

      Ich habe wochenlang an dem Wackelpudding-Vergleich gearbeitet. ;-) Und vielen Dank für das positive Feedback!

      Antworten
  9. Sabienes

    Oh ja, diese Ratgeber-Schrottartikel! Die gehen mir fast noch mehr auf die Nerven als die ganzen Beauty-Blogs.
    LG
    Sabiene

    Antworten
  10. ivanabaricgaspar

    Servus Andreas,

    ein herrlicher Artikel, vielen Dank dafür!
    Ich lese unheimlich gerne – das war schon immer so. In den letzten Jahren bin ich aber eher in Richtung Kinderbücher gegangen, die aber wieder einen anderen Reiz haben. Auch aus diesen konnte ich immer wieder etwas lernen.

    Im Alltag „vernasche“ ich täglich meine Wiener Zeitung, eine Handvoll guter Magazine und Fachbücher. Ich glaube, ich schnappe mir demnächst wieder einen Roman….vielleicht Moby Dick, das war nämlich schon länger her….

    Danke für deine Lesetipps!

    Ganz liebe Grüße aus Wien

    Antworten
    1. Andreas Quinkert
      Andreas Quinkert

      Hi Ivana,

      das geht natürlich runter wie Öl, wenn’s von einer geschätzten PR-Kollegin kommt. :-)

      „Moby Dick“ ist zäher Stoff, da es zugleich ein Sachbuch über den Walfang im 19. Jahrhundert ist. Aber die Erzählpassagen am Anfang und im letzten Teil sind schon allererste Kajüte. Viel Spaß dabei!

      Gruß aus DU!
      Andreas Quinkert

      Antworten
  11. blue969

    Der Artikel erinnert mich daran, dass ich noch einige ungelesene Romane im Regal stehen habe. Das Lesen anspruchsvoller Literatur ist in letzter Zeit leider etwas zu kurz gekommen. Das werde ich, dank deiner Anregung, ab heute wieder ändern. Vielen Dank!

    Antworten
    1. Andreas Quinkert
      Andreas Quinkert

      Gerne! :)

      Antworten
  12. Stefan Schütz
    Stefan Schütz

    Hallo Andreas,

    hier noch eine kleine Spielerei: https://www.schreiblabor.com/textlabor/filler/

    Am Ende werden prozentual die Füllwörter des jeweilig angegebenen Blogposts angezeigt und: jetzt kommt der Zusammenhang – ein Vergleich zu Literaturgrößen wie Jules Gabriel Verne, Karl May oder J. K. Rowling gezogen!

    VG
    Stefan

    p.s. ich nutze übrigens deutlich weniger Füllwörter als die zuvor genannten Autoren ;-)

    Antworten
    1. Andreas Quinkert
      Andreas Quinkert

      Ach ja, die alte Füllwörter-Diskussion … ;-) Ich fasse mich kurz: Wenn man seinen Text laut liest, merkt man sehr schnell, welche „Füllwörter“ stören (bzw. tatsächlich überflüssig sind) und welche für den Rhythmus und die Melodie des Textes wichtig sind. Leser sind keine Textverarbeitungsroboter – sie lesen im Kopf laut mit. Auch deshalb sollten Texte möglichst geschmeidig sein.

      Insofern sind solche Tools zwar nett, verleiten aber auch schnell dazu, Texten allzu viel Mark aus den Knochen zu saugen. Das eigene Sprachgefühl ersetzen sie nicht. Sofern man eins hat. Auch hier hilft das Lesen guter Bücher.

      Antworten
  13. tommimh

    Moin,

    das sind sehr gute Tipps, wo ich mir selber einige auf die To-Read-Liste gesetzt habe.

    Ich selber versuche meine eigene Schreibe immer ein wenig weiter zu entwickeln. Mir ist klar, an einen Profi werde ich in meinem Blog niemals heran kommen. Will ich auch gar nicht, aber besser werden darf es gerne.

    Da ich auch viel lese, parallel recht viel selber schreibe sehe ich auch schon eine Entwicklung. Ein Blick auf zwei Jahre alte Blogeinträge lassen mich heute schon schmunzeln.

    Daher, ich kann die Tipps hier nur unterschreiben und, noch wichtiger, auch annehmen.

    LG Thomas

    Antworten
    1. Andreas Quinkert
      Andreas Quinkert

      Tach Thomas!

      Hier eine Spezial-Empfehlung für Reise-Blogger: Paul Bowles „Taufe der Einsamkeit“. Guckst du hier: https://www.perlentaucher.de/buch/paul-bowles/taufe-der-einsamkeit.html ;)

      Gruß aus der Nachbarstadt
      Andreas Quinkert

      Antworten
  14. Florine Calleen

    Mein Meister der Sprache war und ist Günther Grass. Als Bildhauer hatte er eine wunderbar plastische und doch raffiniert-einfache Sprache. Lieblingsbuch: „Treffen in Teltge“ oder „Der Butt“, das wechselt schon mal.

    Antworten
  15. Harriet Lemcke

    :-) Tschingis Aitmatow mit Djamila an Platz eins deiner Liste. Steht bei mir im Regal, war Schulstoff. :-)

    Antworten
    1. Andreas Quinkert
      Andreas Quinkert

      Die Liste ist alphabetisch. ;-) Trotzdem ein wunderbares Buch. Ich habe es vor Jahren in einem Rutsch auf der Terrasse des alten Dünenhotels in Domburg/Zeeland gelesen. Tags drauf musste ich wegen eines SCHWEREN Sonnenbrands den Kurzurlaub abbrechen. Kein Witz.

      Antworten
  16. Annika Lamer
    Annika Lamer

    Hallo Andreas,

    danke für den interessanten Beitrag! Bisher hatte ich beim Bloggen und Werbetexten immer eher die gesprochene Sprache als Vorbild im Hinterkopf. Aber das ist ja längst nicht alles, da gebe ich dir recht. Wenn ich überlege, wie und warum ich Texterin geworden bin, dann spielt das kreative Schreiben mit Abstand die größte Rolle.

    Besonders freut mich, dass du den Schaum der Tage in deiner Literaturliste nennst. Ich war als Jugendliche/junge Erwachsene großer Boris-Vian-Fan, habe viele Bücher von ihm im Regal. Ausgelöst natürlich von der Lektüre vom Schaum der Tage …

    Viele Grüße
    Annika

    PS: Wenn du bei Google „Boris Vian Ceryx“ eingibst, wirst du auf zwei Artikel von mir aus dem Jahr 2001 stoßen. (Ich verlinke sie hier lieber nicht direkt, die sind zu alt. :-D)

    Antworten
    1. Andreas Quinkert
      Andreas Quinkert

      Hi Annika,

      vielen lieben Dank für deinen Zuspruch! Da ich deine gute Arbeit kenne und schätze, freue ich mich darüber umso mehr. :-)

      Und ja, „Schaum der Tage“ ist in der Tat eines der schönsten, fantasievollsten und lustigsten todtraurigen Bücher, die ich jemals gelesen habe. „In Wassermelonen Zucker“ von Richard Brautigan könnte dir dann auch gefallen.

      Gruß
      Andreas Quinkert

      Antworten
      1. Annika Lamer
        Annika Lamer

        Hallo Andreas,
        danke für das nette Kompliment und den Tipp! Setze ich auf meine Leseliste. :-) Den Schaum der Tage werde ich dank dir auch mal wieder zur Hand nehmen.
        Viele Grüße
        Annika

        Antworten
  17. Anna Franzen
    Anna Franzen

    Hallo Andreas,
    auch wenn mir Lesen riesen Spaß bereitet, nach einem langen Arbeitstag zieht es mich dann doch eher zum TV, bzw. zum eigenen Blog. Mich zum Schreiben zu motivieren schaffe ich, denn es macht ja Spaß und über persönlich Erlebtes zu schreiben ist vielleicht auch einfacher. Aber wo packe ich es dann noch ein Buch außerhalb vom Urlaub in die Hand zu nehmen. Irgendwelche Tipps?
    By the way, ich finde es spitze, dass du Buchtipps ausgesucht hast, die nichts mit Bloggen oder Social Media zu tun haben, sondern einfach „nur“ gute Literatur sind. Ich dachte immer als Blogger müsse man mehr über das Bloggen und Online Marketing lesen…
    Liebe Grüße

    Antworten
    1. Andreas Quinkert
      Andreas Quinkert

      Hi Anna,

      das kann ich dir beim besten Willen nicht sagen, und es ist ja auch nicht so, dass ich mir jede Woche einen Wälzer von Zauberberg-Format reinpfeife. Aber ein bis zwei Bücher pro Monat „schaffe“ ich trotz gefühlter 100-Stunde-Woche locker. Wie ich das schaffe? Indem ich fast jede sich bietende Gelegenheit nutze, zwischendurch ein paar Seiten zu lesen. Außerdem lese ich vorm Einschlafen meist so noch meine 10 bis 20 Seiten.

      Als Freelancer habe ich bei all dem natürlich auch ganz andere Möglichkeiten. Jedenfalls guckt mich niemand schräg an, wenn ich mal kurz rüber zum Bücherschrank gehe, um zwecks Inspiration ein paar Seiten Brautigan oder Bowles zu lesen. Das ist prima. :-)

      Liebe Grüße
      Andreas Quinkert

      Antworten
  18. Karo

    Hallo Andreas,

    DANKE für diesen tollen Beitrag!

    Ich habe Literaturwissenschaften studiert und bin Redakteurin, arbeite aber mittlerweile im (Online) Marketing, betreue einen Corporate Blog, schreibe Newsletter und Texte für Onlineshops.

    Oft kommt es mir so vor, als sei das ganze Studium wertlos. Bücher? Braucht kein Mensch. Oder warum konkurriert man bei Texterstellen so häufig mit studierten Marketingmenschen, die zwar von der Theorie viel Ahnung, das Schreiben aber nie gelernt haben?

    Ich lese nach wie vor sehr viel. Das lasse ich mir auch nicht nehmen.
    Meine Lieblingsautorin ist übrigens Juli Zeh. :)

    Viele Grüße

    Antworten
    1. Andreas Quinkert
      Andreas Quinkert

      Hi Karo,

      nicht von ungefähr habe ich vor einiger Zeit mal einen Beitrag mit dem Titel „Warum ich kein Texter bin“ (http://bit.ly/1B2GsiH) geschrieben. ;-)

      Beste Grüße
      Andreas Quinkert

      Antworten
    2. Benjamin Mombree

      Hallo Andreas,

      lesenswerter Beitrag. Du hättest ruhig 50 Bücher auflisten können. :) Ich lasse mich gern inspirieren von Bücherlisten.

      „Djamila“ habe ich sogar im Bücherregal und kürzlich während meines Ostseeurlaubs gelesen. Raymond Carver hatte ich mir vor einer Weile zugelegt und nun gedenke ich, „Milch und Kohle“ von Rothmann zu lesen. Ich lese ohnehin viel lieber deutschsprachige Autoren.

      Viele Grüße
      Benjamin

      Antworten
      1. Andreas Quinkert
        Andreas Quinkert

        Hi Benjamin,
        Ralf Rothmann ist aus meiner Sicht einer der besten zeitgenössischen deutschen Erzähler. „Milch und Kohle“ spielt im Bergarbeiter-Milieu, und da mein Großvater mütterlicherseits Püttologe war, habe ich zu diesem Roman eine besondere Beziehung. Außerdem ist Rothmann immer sehr nah an seinen Figuren. Empathisch halt. Also viel Vergnügen beim Lesen!

        Und vielen Dank für dein Lob! :-)

        Glückauf aus Duisburg
        Andreas

        Antworten
  19. […] regelmäßig guten Lesestoff empfehle. Heute fange ich mal mit einem Blog-Beitrag von Andreas Quinkert bei Zielbar an. Der ist nämlich nicht nur mit mir einer Meinung was das Lesen und den Zusammenhang zwischen Lesen und Schreiben angeht, ich mag auch seinen Schreibstil sehr gerne und finde ihn sehr inspirierend. Schaut mal rein, was er zum Thema „Warum Texter und Autoren viel lesen sollten“ zu sagen hat. […]

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