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Ein bisschen Spaß muss sein - Drei Wahrheiten über Humor in Blogs

Ein bisschen Spaß muss sein – drei Wahrheiten über Humor in Blogs

Leider wirken manche Blogs so, als habe man ihnen mit einer Art Exorzismus jeglichen Humor ausgetrieben. Kein Sprachwitz, keine gewagten Metaphern, kein verschmitztes Storytelling. Nichts was einen zwischendurch mal kurz schmunzeln oder auflachen lässt. Vor allem Fachblogs haben da noch viel Luft nach oben. Das macht sie inhaltlich zwar nicht schlechter – ihr Unterhaltungswert liegt damit jedoch deutlich unter Normalnull. Schade eigentlich. Zumal etwas Humor, sofern er wohldosiert ist, Blogbeiträge erheblich aufwerten kann, ohne ihnen gleich die fachliche Qualität und Ernsthaftigkeit zu nehmen. Sie werden dadurch lesbarer, und darüber dürfte sich hinterher wohl kaum jemand beschweren.

Hundertprozentig humorfreie Blogs lassen sich dabei in aller Regel auf zwei völlig unterschiedliche Ursachen zurückzuführen: Entweder haben die Autoren schlichtweg keine witzige Ader (was man ihnen dann auch nicht zum Vorwurf machen sollte), oder aber sie trauen sich nicht, weil sie davon ausgehen, dass so etwas in Blogs rein gar nichts zu suchen hat. Nun, letzteren kann geholfen werden.

Insofern sollen die nun folgenden drei Wahrheiten über Humor in Blogs durchaus eine kleine Ermutigung dazu sein, es auch mal ein wenig entspannter und lockerer anzugehen. Ebenso wie die elf Blogs, die weiter unten zwecks Motivationsförderung aufgeführt sind. Aus Sicht des Verfassers bekommen sie alle das mit dem dezenten Humor nämlich ganz wunderbar hin. Zuvor stellt sich aber noch eine wichtige Frage.

Was ist denn nun überhaupt guter Humor?

Darüber gehen die Meinungen im Zweifelsfall weit auseinander. Etwa wenn es sich um Schadenfreude, Galgenhumor oder Franz Kafka dreht, der sich dem Hörensagen nach bei seinen Lesungen vor Lachen nur so ausgeschüttet hat. Das kann möglicherweise nicht jeder nachvollziehen.

Am verbindlichsten ist da wohl noch die Definition, die das Herkunftswörterbuch der Duden-Reihe liefert (zitiert nach Wikipedia): Humor ist die Begabung eines Menschen, der Unzulänglichkeit der Welt und der Menschen, den alltäglichen Schwierigkeiten und Missgeschicken mit heiterer Gelassenheit zu begegnen. Wobei hinzuzufügen wäre: und andere damit anzustecken. Genau darum geht es hier.

Denn wenn ich es als Blogger schaffe, meinen Lesern schon mal ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern (oder sie sogar zu ausgelassenem Schenkelklopfen zu bewegen), dann habe ich schon viel gewonnen. Jedoch gibt es dafür kein Patentrezept, sondern „nur“ jede Menge verschiedene Mittel. Sprachwitz, Metaphern und Storytelling wurden ja bereits eingangs erwähnt. Hinzu kommen dann noch Dinge wie Wortspiele, Ironie, Situationskomik, Kalauer und überraschende Wendungen (s. „Franz Kafka“). Das Repertoire ist schier unerschöpflich. Und nie vergessen: Versuch macht klug.

Wichtig ist jedenfalls, dass man erstens ein Händchen für launiges Texten hat und es zweitens nicht übertreibt, sondern Humor im richtigen Moment und richtigen Mischungsverhältnis einsetzt. Sonst ist die Gefahr groß, nicht ganz für voll genommen zu werden, und dann ergeht es einem schnell wie hier in Good Morning, Vietnam:

Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit

Was bis hierhin über humorige Akzente beim Bloggen gesagt wurde, gilt grundsätzlich auch für andere textliche oder textgestützte Content-Arten. Nur bieten Blogs wegen ihrer vergleichsweise offenen Form und eher subjektiven Perspektive weitaus mehr Möglichkeiten,  ab und an mal einen rauszuhauen. In Presseinformationen über die aufgeflogene Mogel-Software aus eigenem  Hause oder internen Benachrichtigungen bezüglich der jüngst erfolgten Insolvenzanmeldung indes sollte man von Humor nach Möglichkeit Abstand nehmen. Das kommt meist nicht so gut. Und auch Blogger, die vornehmlich über so düstere Themen wie den Tod, Naturkatastrophen oder den MSV Duisburg schreiben, sollten es sich zweimal überlegen, bevor sie einen kessen Satz tippen.

Einen prima Text zum gleichen Thema gibt’s übrigens von Walter Epp aka Schreibsuchti aus Duisburg. Leseempfehlung! Und noch ein Tipp: Anekdoten in Marketingtexten von Kollegin Dr. Annika Lamer.

1. Wahrheit: Humor lockert Blogbeiträge auf

Man muss sich Humor in Texten – oder genauer: seine Funktion – so wie diese Styroporkügelchen in Versandpaketen vorstellen: Sie schützen den Inhalt und verschaffen ihm etwas Luft (bestehen sie doch sowieso zu 98 bis 99 Prozent aus selbiger). Außerdem machen sie lustige Geräusche, wenn man sie aneinander reibt. Eingeräumt, über das Quietschen von Styropor kann man auch geteilter Meinung sein.

Bezogen auf Blogbeiträge ist eins jedoch unstrittig: Eine Dosis Humor hier und da lockert einen Text insgesamt auf und gibt dem Inhalt mehr Luft zum Atmen. Was dann wiederum den Leser entspannt und ihn gelegentlich amüsiert durchp(r)usten lässt, da er nicht in einer Tour bedeutungsschwangere Sätze verarbeiten muss. Das macht schnell mürbe. Umso dankbarer sind viele, wenn die eine oder andere Passage auch mal ganz unversehens beim Humorzentrum ihres Gehirns anklopft.

Übrigens sollten sich Fortgeschrittene ruhig auch daran versuchen, ihre Kernbotschaften etwas witziger zu verpacken. Gut möglich, dass diese dann besser hängenbleiben – schließlich scheint Humor ja auch beim Lernen zu helfen. Aber Vorsicht: Gerade hier darf das Lachen nicht die eigentliche Aussage übertönen!

2. Wahrheit: Humor bringt Sympathiepunkte

Das mit der Sympathie ist in Neuland nicht anders als im richtigen Leben: Wer andere zum Lachen animiert und somit ihre Glückshormone in Wallung bringt, ist klar im Vorteil. Denn Humor macht attraktiv. Folglich müssten alle, deren Mundwinkel beim Lesen dieses Beitrags zumindest einmal kurz nach oben zucken, den Verfasser einigermaßen sympathisch finden. Oder wenigstens seinen Text. Man weiß es nicht. Hier darf man später auf die Kommentare gespannt sein.

Wie dem auch sei. Wenn Humor also sympathisch macht und Sympathie Bindungen schafft, dann spricht noch ein weiterer gewichtiger Grund dafür, dass es Blogger öfter mal mit einem kleinen Augenzwinkern versuchen sollten. Denn egal ob privater oder gewerblicher Blog: Alle wollen und brauchen Fans, Follower und Abonnenten, die als regelmäßige Leser die Beiträge im Social Web liken & sharen und so maßgeblich zu deren Viralität beitragen.

Nicht zu vergessen ist, dass Humor zudem für Authentizität sorgt und Blogs eine persönliche Note verleiht. Beim Bloggen ist das, neben der inhaltlichen Qualität, das A und O, denn es sagt was über den Absender aus. Sprich: Man baut so eine emotionale Bindung zum Leser auf.

3. Wahrheit: Humor macht den Kopf frei

Von jetzt auf gleich einen total lustigen Satz schreiben zu wollen, kann einem Autor reichlich Kopfzerbrechen bereiten. Nicht selten ist das verflixt harte Arbeit. Aber das ist kreatives Schreiben ja ohnehin. Vor allem wenn man tags drauf einen Termin beim Finanzamt oder Scheidungsanwalt hat. Oder gleich beides. Das Oberstübchen ist dann oft wie mit Isolierschaum gefüllt, und der Wille zum Witz wird zum Problem. Das sind die Schattenseiten des spaßaffinen Schreibens.

Doch welche Wohltat ist es, wenn es dann plötzlich Klick im Kopf macht! Zwar schämt man sich immer ein kleines bisschen, sobald man sich wieder einmal dabei ertappt, länger als zehn Sekunden über den eigenen geistigen Erguss gelacht zu haben … Zum Glück unbeobachtet! Aber egal, der Kopf ist bis auf Weiteres wieder frei. Nur das zählt.

Denn Humor ist gesund und löst Blockaden. Sogar beim Schreiben. Sofern man sich das nicht von vornherein selbst verbietet, versteht sich. Die Leser werden es einem aus den genannten Gründen jedenfalls danken. Seltsam nur, dass die meisten dann überraschenderweise an völlig anderen Stellen lachen als man selbst. Na ja, sind schon komische Leute, diese Leser …

Ein Fazit mit zwei Zusatzwahrheiten

Humor ist auch in Blogs eine mächtige Waffe, die es zu beherrschen und richtig einzusetzen gilt. Alles andere ist schlecht. Und wenn man nicht sonderlich gut damit umgehen kann, lässt man besser die Finger davon. Oder aber man bittet vor der Veröffentlichung zwei, drei humorkundige Freunde oder Kollegen, die „angejuxten“ Texte auf ihre Massentauglichkeit zu prüfen. Das schützt einen vor Schüssen, die nach hinten losgehen. (Zum gleichen Ergebnis kommt auch „PR-Doktor“ Dr. Kerstin  Hoffmann in  ihrem lustigerweise parallel erschienenen Artikel „Erst denken, dann scherzen: Humor im Contentmarketing“.)

Und noch viel wichtiger: Humor ist  hierbei weder ein Selbstzweck noch ein Muss. In erster Linie zählt immer noch der eigentliche Inhalt. Und das ist auch gut so.

3 Wahrheiten über Humor in Blogs. Für Anfänger und Fortgeschrittene.TWEET

Andererseits wird wohl so gut wie jeder Text bekömmlicher, wenn er zuvor mit einer Prise guter Laune und der einen oder anderen Zote abgeschmeckt wurde. Denn mit Humor geht ja bekanntermaßen vieles im Leben leichter. Außer so ernste Sachen wie Fußball natürlich.

Wie hältst du es mit  Humor in Blogbeiträgen? Egal, ob nun als Autor oder als Leser. Und welche Blogs findest du persönlich ganz besonders amüsant?
Ein bisschen Spaß muss sein – drei Wahrheiten über Humor in Blogs Rating: 4.67/5 18 Votes
Andreas Quinkert

Andreas Quinkert

Andreas Quinkert ist PR-Freelancer für strategische Kommunikation. Als 1966er Jahrgang eigentlich ein Printzeiten-Relikt, fühlt er sich heute auch im Digitalen pudelwohl – mit Fokus auf Content-Strategie. Der leidenschaftliche Ruhrpottler ist seit Sommer 2015 Chefredakteur von Zielbar. Info unter Quinkert PR & Redaktion.

33 Reaktionen zu “Ein bisschen Spaß muss sein – drei Wahrheiten über Humor in Blogs”

  1. Astrid K.

    D-A-N-K-E! Ein aufrichtiges Danke! Bald startet mein Blog. Dazu habe ich einiges an Recherche abgeleistet. Und war schon reichlich verunsichert, weil die Umschau im WWW zum Großteil knochentrockenes, bierernstes, ach-so-seriöses Blog-Geschwafel zu Tage gefördert hat. Jetzt bin ich überzeugt, dass ich nichts Außerirdisches vorhabe, wenn ich in der mir sonst eigenen, blumigen Art formuliere. Anderenfalls würden meine Texte ohnehin eher unterirdisch ausfallen. ;-) Viel Spaß(!) und Erfolg auch Ihnen weiterhin, Ihre A.K.

    Antworten
    1. Andreas Quinkert
      Andreas Quinkert

      Hi Astrid,
      das Team von ZIELBAR wünscht dir einen guten Blogstart und jede Menge Erfolg! Und guck mal hier: http://www.zielbar.de/blogstart-mit-bang-5058/

      Liebe Grüße
      Andreas

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  2. socialmediadoktor
    socialmediadoktor

    Es hat noch kein Wissenschaftler herausgefunden, dass das Leben ernst ist ;-)

    Vielen Dank für die Erwähnung meines Blogs.

    Beste Grüße,
    Sebastian

    Antworten
    1. Andreas Quinkert
      Andreas Quinkert

      Das kommt noch … :D

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  3. Klaus-Peter

    Den Humor kann man nicht einplanen, wenn es sich aber so ergibt, soll man ihm auch nicht ausweichen. Ob er dann auch verstanden oder überhaupt bemerkt wird, ist eine andere Frage.
    Neulich hatte ich beim Artikel
    http://portionsdiaet.de/produkte/nudeln-mit-hirse-hirsenudeln-dinkel-hirsenudeln-wann-wurde-die-nudel-erfunden
    die Suchanfrage „Wer hat die Hirse erfunden?“ ;-)

    Antworten
    1. Andreas Quinkert
      Andreas Quinkert

      Es ist nicht leicht, witzig zu sein, wenn man nicht witzig ist, stimmt. Allerdings bin ich bei meinen Recherchen für diesen Beitrag auf Humorlernseminare gestoßen. Man lernt nie aus. So oder so nicht.

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      1. katharinatuermer

        Menschen mit ähnlichem Humor sind doch gleich sympathischer! Danke für die Erwähnungen und besonders für den gelungenen Artikel!

        Antworten
  4. Stefan Schütz
    Stefan Schütz

    …ich finde den Blogpost witzig ;-) Herzlichen Dank für die Erwähnung, darüber freue ich mich wirklich sehr!

    VG
    Stefan

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    1. Andreas Quinkert
      Andreas Quinkert

      Sir, in meinem Herzen weiß ich, ich bin witzig.

      Antworten
  5. Jacqueline Wesling

    Danke Andreas für diesen pfiffigen Beitrag! Mir war gar nicht bewusst, dass ich damit meine Beiträge lockerer gestalten konnte, beziehungsweise habe ich mich auch nicht getraut in diese Richtung zu denken. Dennoch finde ich, dass dein Beitrag ein klasse Ansatz ist, den ich mir in Zukunft zu Herzen nehmen werde.

    Ich fand es immer sehr anstrengend allgemein und sachlich zu bleiben und wahrscheinlich haben das bis jetzt auch meine Leser gespürt. Da kommt dann wieder der Perfektionismus durch…

    Dabei bin ich persönlich ein lockerer und fröhlicher Mensch. DANKE! Was so kleine Feinheiten manchmal auslösen können :)

    Liebe Grüße Jacqueline

    Antworten
    1. Andreas Quinkert
      Andreas Quinkert

      Hi Jacqueline,

      die Wahrheit ist doch: Es ist nie leicht. Bis auf manchmal. Und es freut mich natürlich sehr, wenn mein Geschreibsel dich (und andere) inspiriert. Das wiederum inspiriert mich selbst. Darum geht es hier bei ZIELBAR ja auch.

      Gruß aus Duisburg
      Andreas

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  6. Marc Ostermann (PR Desk)

    Hallo Andreas,

    besten Dank für: „Tod, Naturkatastrophen oder den MSV Duisburg“. Damit hattest du mich! ;)

    Dass du dann noch den gut versteckten Humor im PR Desk-Blog entdeckt hast, zeigt, dass du wirklich etwas von Kommunikation verstehst. Hahaha. Danke für die Erwähnung!

    Ganz im Ernst: Natürlich stimme ich dir hundertprozentig zu, dass Humor in (Corporate) Blogs ein mächtige Waffe ist – und ich persönlich freue mich, wenn es in dem ein oder anderen Beitrag einen humorvollen Stolperstein gibt. Das sorgt nicht nur für gute Laune, sondern transportiert auch ein sympathisches (und hoffentlich authentisches) Selbstbild.

    Einen kleinen Tipp habe ich noch: Absolut genial finde ich persönlich das Impressum und die Datenschutzbestimmungen auf dem Blog von Karl Kratz. Herrlich, ich habe Tränen gelacht!

    Weitermachen!

    Beste Grüße aus Hagen

    Marc

    Antworten
    1. Andreas Quinkert
      Andreas Quinkert

      Strike! :D

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    2. Dani Schenker
      Dani Schenker

      Da kann ich Marc nur zustimmen… Bei „MSV Duisburg“ musste ich laut lachen!

      Stark! Nicht nur wegen dem MSV selbst, sondern auch wegen der Ironie. In dem Satz, wo du sagst bei welchen Themen man keine Witze machen soll…. :D

      Antworten
      1. Andreas Quinkert
        Andreas Quinkert

        Ironie?

        Antworten
  7. […] Übrigens bin ich lustigerweise mit dem PR-Doktor ausrechnet genau heute auf einer Liste mit humorvollen Fachblogs im Blog ZIELBAR gelandet. Das liegt aber bestimmt nicht an diesem Beitrag hier, der ja eher die Spaßbremse zieht. […]

  8. Leni Haas

    Ich finde es auch im Alltag so wichtig mal zu lachen. Ich merke aber oft auch bei den Kommentaren. Auf lustig angehauchte Beiträge wird dann nachgefragt: Wie meinst Du das. Ich sage dann immer ich lache Dich nicht aus sondern an. Meinen Blog möchte ich bald starten und werde versuchen ein gesundes Maß an Humor einzubinden. Sonnige Grüße Leni

    Antworten
    1. Andreas Quinkert
      Andreas Quinkert

      Dann wünsche ich dir ebenfalls viel Erfolg! Hier auf ZIELBAR findest du unter http://www.zielbar.de/category/blogger-tipps/ jede Menge Infos rund ums Bloggen. :-)

      Antworten
  9. nima236

    Hallo,
    endlich mal ein Artikel, bei dem ich wirklich Spaß am Lesen hatte – Danke!
    Mir gefällt es, mit Worten zu jonglieren. Mal gelingt es mir besser, mal weniger gut.
    Mir ist Humor beim Schreiben wichtig, sonst wird es mir selber langweilig.
    In meinem eigenen Blog habe ich sogar eine Lieblingsüberschrift, bei der ich immer wieder schmunzeln muss. Es geht in dem Textabschnitt um die Solarpanels auf unserem Oldtimerbus und die Überschrift dazu lautet: „Watt macht denn der Strom“

    Ob es den Lesern auffällt, weiß ich nicht. Aber zumindest hatte ich beim Schreiben meine Freude ;-)

    Herzliche Grüße
    Nima

    Antworten
    1. Andreas Quinkert
      Andreas Quinkert

      Hi Nima!

      Ich habe zu danken für dein Lob! Und es freut mich sehr, wenn’s dir Spaß gemacht hat, den Beitrag zu lesen. :-)

      Ich habe einen Lieblingseinstiegssatz aus meiner Zeit bei der NRZ Duisburg. War ne Reportage über ein Cheerleader-Casting. Der Satz lautet: „Cheerleader ohne Puschel sind wie Cocktails ohne Schirmchen.“

      Das werde ich wohl niemals toppen können. :-D

      Beste Grüße
      Andreas

      Antworten
  10. Tina
    Tina

    Ein wirklich cooler Beitrag. Ich habe schon in der ersten Textpassage laut loslachen müssen: „Leider wirken manche Blogs so, als habe man ihnen mit einer Art Exorzismus jeglichen Humor ausgetrieben..“

    Das Spiel mit Wörtern beherrscht leider nicht jeder und macher Blogger mag beim Schreiben zwar denken, es ist lustig, aber diesen Witz versteht er leider nur alleine.
    Genauso verhält es sich mit Ironie: Manch einer tritt damit einen halben Shitstorm aus, ein anderer Beitrag löst eine Empfehlungslawine damit aus :-) Ich sag nur:“ Die Bitten einer Fanseite an ihren Besitzer ..;-) ( Link ok? ansonsten löschen ;-) http://www.socialmedia-betreuung.de/die-bitten-einer-fanseite-an-ihren-besitzer/ )

    Eine Prise Humor hat noch nie geschadet und auch mir bleibt ein Beitrag oder ein Posting wesentlich länger in Erinnerung, wenn man es geschafft hat, dass mir der Espresso wieder aus dem Gesicht fällt ..
    Meist wird die Tastatur stark in Leidenschaft gezogen denn ich trinke dieses süffige Gold nur blond und süß :-)

    Scherz beiseite, Humor lässt sich nicht erzwingen und dies in einem wertvollen Beitrag unterzubringen oftmals gar nicht so einfach.
    Aber: Wer es nie versucht hat, wird nie erfahren, ob es jemals geklappt hätte ;-)
    LG Tina

    Antworten
    1. Andreas Quinkert
      Andreas Quinkert

      Dann wärst du wahrscheinlich auch die einzige gewesen, die über den ursprünglichen letzten Satz gelacht hätte. Der endete nämlich ebenfalls mit „Exorzismus“. Aber das war mir dann doch zu hart. :-D

      Antworten
  11. huhle

    Gratulation, du hast mein Humorzentrum animiert, den einen oder anderen Lacher abzusondern. Ein schöner Text, mit dem du völlig Recht hast.

    Die eine oder andere Zote lass ich auch mal in meinem Blog fallen. Aber es ist richtig, dass das nicht überall passt. Und ja, vor allem beim MSV Duisburg.

    Antworten
    1. Andreas Quinkert
      Andreas Quinkert

      Na ja, eigentlich sollte man ja keine Scherze über den MSV machen … ;-)

      Antworten
  12. Hans

    Es gibt sicher auch ernste Themen, wo Humor weniger passt, aber grundsätzlich finde ich, dass das ruhig sein darf. Gerade in „sehr“ langen Beiträgen lockert das doch schon mal auf. Ist sicher auch eine Sache der Dosierung.

    Übrigens ein sehr lesenswerter Artikel. Danke.

    Antworten
    1. Andreas Quinkert
      Andreas Quinkert

      Danke fürs Lob! :-) Was ich meinte, waren ernste Themen wie Trauer, Krankheit oder dergleichen, bei denen Humor von manchen Lesern als pietätlos aufgefasst werden würde. Vor allem hier ist dann sehr viel Fingerspitzengefühl bzw. ein sehr feinfühliger Humor angebracht. Und jede Menge Erfahrung! Im Zweifelsfall sollte man aber wirklich besser die Finger davon lassen, finde ich.

      Antworten
  13. Christian Krauß

    Ein schöner Beitrag!

    Bei allem Optimieren, Verdichten und Nutzbarmachen von Content sollte Humor tatsächlich nicht fehlen. Genau genommen, ist er ja Teil des Ganzen.

    Häufig gibt es ein Missverständnis. Nämlich dass gehalt- und humorvoll sich ausschließen. Das sehe ich völlig anders. Ein bisschen Humor dient als kleiner „Haken“ zwischendrin. So bleibe ich als Leser auch bei längeren oder komplexeren Texten lieber dran.

    Wer jedoch glaubt, mit Spaß seine Seriosität infrage zu stellen, lässt besser wirklich die Finger davon.

    Auf die Gefahr hin, dass ich mich jetzt als völliger Blogger-Noob oute (der ich schließlich auch bin): Danke für die Liste der Blogs. Da sind einige dabei, die ich noch nicht kenne und auf meine Noch-auszuchecken-Liste gesetzt habe.

    Antworten
    1. Andreas Quinkert
      Andreas Quinkert

      Humor ist das Schmierfett in Texten. Bzw. kann es sein. Es muss aber eben auch passen … Deswegen lasse ich seit jeher die Finger davon. Übrigens war mir „Noob“ neu. :)

      Antworten
      1. Christian Krauß

        Kein Wort, dass man wirklich kennen muss. Aber vielleicht schadet es ja nicht, es tief im passiven Wortschatz zu verstauen. :)

        Antworten
  14. Eric-Oliver Mächler

    Ja Humor in der richtigen Dosis ist eine gute Sache aber es ist ein Spiel mit dem Feuer. Ich sehe täglich wie sich Blogger witzig geben wollen und dabei furz-trockene Gesellen sind im RL oder das ein harmloser Witze von unserer Emörungsgesellschaft komplett zerrissen wird.

    Denke darum ist Humor nur in Homöopatische Dosis eine gute Sache weil es sonst zu viele Leute gibt die dir den Witz übel nehmen

    Antworten
  15. Matthias

    Hallo Andreas, ein toller Beitrag. Ich denke auch, man sollte ruhig etwas Humor und gute Storys in die eigenen Artikel bringen. Schön geschrieben.
    Viele Grüße Matthias

    Antworten
  16. Lydia

    Ja, Mann, die meisten Blogs sind furztrocken und langweilig. Lesen darf Spaß machen! Dafür braucht man nicht mal eine wissenschaftliche Begründung. Denn wenn der Leser nach der 3. Zeile eingeschlafen oder weggesurft ist, hab ich auch nichts davon. In diesem Sinne bin ich absolut für „ab und zu einen raushauen“ – zumal ich es jahrelang im Job nicht durfte. Also keine Scheu, friends!

    Antworten
  17. Dampfbloque

    ABER: Es gibt auch Blogs, die sich dem Humor widmen und tatsächlich unterhaltsam sind. Danach kann man nur so schlecht suchen. Sehr zu meinem Leidwesen, denn es kommt kaum jemand wirklich zufällig auf meinen Blog. :)

    Antworten

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