Kleine Psychologie des Kommentierens im Web

Kleine Psychologie des Kommentierens im Web

Wir drehen mal ein wenig an der Zeitmaschine und blicken rund zehn Jahre zurück. Im Jahr 2006 war das Internet für die allermeisten tatsächlich noch „Neuland“ und Social Media nur Eingeweihten ein Begriff. „Du musst unbedingt bei OpenBC mitmachen, das ist ein neues und cooles Online-Business-Netzwerk“, verkaufte mir damals ein Radiokollege das heutige Xing als DEN neuen heißen Scheiß. Und ich war recht schnell sehr enttäuscht ob der Erkenntnis, dass ich dort zunächst einmal unbeachtet meine Runden drehte. Irgendwie öde, wenn man virtuell noch keine Kontakte hat. Niemand nimmt Notiz von dem, was man tut, und man selbst bekommt von dem, was andere tun, ebenso wenig mit.

Nun sind wir Menschen von Natur aus soziale Wesen. Spätestens seit der Psychologe Abraham Maslow in den 1940ern und 1950ern seine Bedürfnispyramide mit den einzelnen Ebenen

  1. Physiologische Bedürfnisse
  2. Sicherheitsbedürfnisse
  3. Soziale Bedürfnisse
  4. Individualbedürfnisse
  5. Selbstverwirklichung

entwickelt hat, wissen wir, dass wir, sobald unsere existenziellen Bedürfnisse befriedigt sind, nach Zuneigung, Liebe, sozialer Anerkennung und Zugehörigkeit verlangen. Und anders als noch im Jahr 2006 leben wir diese Bedürfnisse heute – in Zeiten der totalen Vernetzung – ganz selbstverständlich im Social Web aus.

Wir können Inhalte liken und damit allen anderen signalisieren, dass wir sie mögen. Wir können sie teilen und damit als Tippgeber für das eigene Netzwerk fungieren. Und wir können zu nahezu allem unseren Senf dazugeben. Sprich: kommentieren. Denn jeder hat im Social Web jederzeit eine Stimme.

Interaktion ist die Währung des Social Webs

Wer selbst eine Fanpage oder einen Blog betreibt, der wird mir zustimmen: Interaktion ist die Währung des Social Webs und der Lohn für harte Arbeit. Dass andere die eigenen Inhalte teilen und kommentieren, zeigt dem Verfasser, dass das, was er zu sagen hat, für andere relevant ist. Es zahlt also auch auf sein Sozialbedürfnis ein (wir erinnern uns, Stufe drei der Maslowschen Bedürfnispyramide – soziale Anerkennung, Zugehörigkeit). Und mehr noch, denn auch der Wunsch nach Anerkennung und Wertschätzung (Stufe vier nach Maslow) wird erfüllt – jedenfalls dann, wenn die Kommentare konstruktiv und wertschätzend formuliert sind. Warum das Kommentieren in Blogs wichtig ist, hat Steve Naumann in seinem Beitrag eingehend beleuchtet.

Ebenso wie die Autoren haben natürlich auch die Kommentatoren diese sozialen Grundbedürfnisse, die sie mit ihrem Verhalten im Social Web befriedigen wollen. Und je nach individueller Prägung und Vermögen treibt dieses zuweilen komische Blüten.

Kleine Typologie der Kommentatoren

Wenn du aufmerksam durch Blogs, Foren und Facebook-Seiten blätterst, dann fallen dir einige Kommentatoren recht schnell wegen ihres stereotypen Stils auf. Bei einigen merkt man sofort, dass sie jeweils nur die Überschrift oder den Vorspann gelesen haben und sich sogleich berufen fühlen, ein pauschales (und meist destruktives) Urteil abzugeben. Ich beleuchte hier die fünf wesentlichen Kommentatoren-Typen ein wenig näher – und auch, wie du als Blog- oder Seitenbetreiber am besten mit ihnen umgehst. Inspiriert hat mich dabei eine Studie von ZEITonline.

1. Der Pöbler

Kommentator-Typ: PöplerDer Pöbler richtet sich gegen die im Artikel vertretene Meinung und äußert sich nur zu einem Teilaspekt der Debatte. Seine Kommentare sind relativ kurz, und ihre argumentative Güte ist eher gering (Beispiel: „Wer braucht denn diesen Mist?“). Der Pöbler verwendet eine unhöfliche Sprache und versucht erst gar nicht, Argumente zu integrieren. Er ist aktiv und verfolgt die Debatte hartnäckig, um immer wieder herumzuätzen.

2. Der Musterschüler

Kommentator-Typ: MusterschülerDer Musterschüler bezieht sich weniger auf andere Kommentatoren und vertritt eher die Meinung des Autors. Seine Frequenz ist geringer als die des Pöblers, dafür sind seine Kommentare in der Regel recht lang und vereinen unterschiedliche Aspekte. Der Musterschüler argumentiert auf einem hohen Niveau und in einem freundlichen Ton, welcher ihm Leserempfehlungen einbringt. Meist äußert er sich recht zeitnah nach Erscheinen eines Artikels, verfolgt die nachfolgende Diskussion jedoch nicht akribisch.

3. Der Besserwisser

Kommentator-Typ: BesserwisserAuch der Besserwisser bezieht sich weniger auf andere Kommentatoren, provoziert mit seinen bissigen Kommentaren jedoch, dass andere sich auf ihn beziehen. Kaum ist ein Artikel erschienen, ist der Besserwisser am Start. Und natürlich vertritt er genau die entgegengesetzte Meinung. Er pickt sich ein oder zwei Argumente heraus und schickt sich argumentativ recht geschickt, aber eher auf einem mittleren Niveau an, diese zu widerlegen. Seine Scharfzüngigkeit gleitet gern einmal ins Beleidigende ab. Er polarisiert und bekommt dadurch viele Leserempfehlungen. Die sich entspinnende Debatte verfolgt der Besserwisser selten.

4. Der Bemühte

Kommentator-Typ: BemühteDer Bemühte scheint am Bildschirm zu kleben. Er äußert sich zu fast allen Aspekten und bezieht sich auf andere Kommentatoren. Der Ton seiner Kommentare ist meist freundlich, die Qualität seiner Argumentation dagegen eher mittelmäßig. Er kommentiert eifrigst, schafft es jedoch eher nicht, die Argumente anderer schlüssig zu integrieren. Ein Grund, weshalb seine Kommentare von anderen nur selten empfohlen werden. Dennoch verfolgt der Bemühte die Debatte mit großer Ausdauer und wird nicht müde, Kommentare abzusetzen.

5. Der Troll

Kommentator-Typ: TrollDer Troll hat nur ein Ziel: stören, sabotieren, kaputt machen. Entsprechend fallen seine Kommentare aus. Sie reichen von sinnfreiem Frohsinn bis hin zu aggressiven Angriffen. Trolle sind Personen, die ihr destruktives Verhalten absichtlich oder aufgrund einer heftigen psychischen Störung an den Tag legen. Mal sind sie genauso schnell wieder weg, wie sie gekommen sind. Manchmal sind sie recht hartnäckig.

Natürlich gibt es von diesen fünf Grundtypen noch jede Menge Abwandlungen und Entartungen. Wenn dir spontan Typen einfallen, die ich explizit nicht erwähnt habe, dann prüfe einmal, in welche dieser fünf Kategorien sie sich vielleicht einordnen lassen. Und natürlich gibt es daneben auch ganz normale Menschen (und zum Glück ist das sogar die Mehrheit), die ohne überzogene Emotionen und mit Wertschätzung für andere ihre Meinung sagen, faire Kritik üben und den Autor sogar gegen unqualifizierte Angriffe verteidigen.

Umgang mit Kommentatoren

Was heißt das nun aber für dich, wenn du einen Blog, eine Facebook-Fanseite oder ein Forum betreibst? Zunächst einmal, dass du für die unterschiedlichen Kommentatoren-Typen unterschiedliche Strategien brauchst:

  • Sich auf eine Diskussion mit Pöblern oder Trollen einzulassen ist sinnlos – hier gilt es, Grenzen aufzuzeigen und deren Einhaltung durchzusetzen. Denn egal, was in deren Leben schief läuft, so dass sie sich in ein derart destruktives Verhalten flüchten – du wirst es nicht auflösen können.
  • Musterschüler mögen auf den ersten Blick ein wenig anstrengend wirken (und wer fand die Streber in der Schule schon sympathisch?), sie bereichern die Diskussion jedoch mit Fakten und Argumenten, komplettieren damit dein Thema und geben dir wertvolle Impulse. Zudem sind sie dir tendenziell wohlgesonnen. Ein Grund mehr, die Musterschüler als Verbündete zu betrachten und entsprechend wertschätzend auf ihre Kommentare zu reagieren.
  • Bei Besserwissern ist weniger manchmal mehr. Du musst nicht auf jeden ihrer Kommentare sofort reagieren, auch, wenn du dich durch ihre belehrende Art angegriffen fühlst. Häufig springen dir andere Kommentatoren zur Seite und weisen den Besserwisser in seine Schranken. Wenn du ihm antwortest, bleib so sachlich wie möglich und lass dich nicht provozieren.
  • Der Bemühte zuletzt wird sich freuen, wenn du ihm deine Aufmerksamkeit schenkst und damit anerkennst, dass er sich einbringt – auch wenn jenes nicht viel Substanz hat.
TIPP: Wenn du dir deinen Humor bis hierhin bewahrt hast, dann kannst du hier testen, welcher Kommentatoren-Typ du bist. Natürlich ist dieser Test mit einem Augenzwinkern zu betrachten … Viel Spaß!

Schlussbemerkung

Soziale Anerkennung und Zugehörigkeit sind wichtige Treiber für Menschen. Letztlich wollen wir alle geliebt werden und dazugehören. Wer hier einen Mangel im realen Leben verspürt, der neigt nicht selten dazu, diesen mit einem besonders aggressiven, mit überheblichem oder belehrendem Auftreten im Social Web kompensieren und erzwingen zu wollen. Wertschätzung für andere ist jedoch Voraussetzung dafür, selbst Wertschätzung zu erfahren.

In der Psychologie gibt es hierfür einen recht einfachen, aber ebenso treffenden Merksatz: Was Peter über Paul sagt, sagt mehr über Peter aus als über Paul.

Sind dir die unterschiedlichen Kommentatoren-Typen auch schon aufgefallen? Und kennst du weitere?
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Harriet Lemcke

Harriet Lemcke

Harriet Lemcke berät und unterstützt Unternehmen, Agenturen und Personen des öffentlichen Lebens in Fragen der internen und externen Kommunikation. Sie schreibt Fachartikel, gibt Workshops, hält Vorträge und bloggt auf PR-Perlen über modernes Kommunikationsmanagement.

29 Reaktionen zu “Kleine Psychologie des Kommentierens im Web”

  1. Alexa Manoeuvre (@AManoeuvre)

    Hallo Harriet,

    danke für diesen großartigen Artikel.

    Einige deiner erläuterten Typen von Kommentatoren erkenne ich regelmäßig bei mir im Blog und bei anderen wieder.
    Und du hast Recht: Für jeden von ihnen ist eine andere Strategie notwendig.

    Mir ist noch ein weiter Typus eingefallen: Der Schein-Kommentator!

    Häufig finde ich Kommentare vor, die 1. wenig Sinn ergeben und 2. kein konstruktives Feedback beinhalten.
    Diese Kommentatoren schreiben in meinen Augen häufig einfach nur einen Kommentar, um sich irgendwie einzubringen oder einen Backlink bzw. Traffic zu ergattern.
    Schade, meiner Meinung nach!

    Jedenfalls sollten Blogger auf alle Typen vorbereitet sein und für die Kommentaren eine passende Reaktion parat haben.
    Daher: Vielen Dank für deine Tipps!

    Liebe Grüße
    Alexa

    Antworten
    1. Harriet Lemcke
      Harriet Lemcke

      Hallo Alexa,

      schön, dass dir der Artikel gefällt und du gleich sagen konntest: „kenne ich“. Die Typen, die sich einfach nur „irgendwie einbringen“ wollen, passen vielleicht zu „der Bemühte“?
      Die von dir beschriebenen Link-Poster sind mir auch schon unangenehm aufgefallen. Für diesen Artikel habe ich sie absichtlich rausgelassen. Warum? Eben weil sie eigentlich gar nicht kommentieren wollen, sondern nur ihre Links unter die Leute bringen. Vielen Dank für die Ergänzung. :-)

      Sonnige Grüße,
      Harriet

      Antworten
  2. Michael Kleina

    Wie du kommst gegangen, so wirst du auch Empfangen!!

    Bevor ich Netzwerke knüpfe, Digital oder Analog ;-), muss ich mich auch damit Auseinander setzen Ablehnung zu erfahren oder sogar einen Shitstorm auszulösen.

    Wie ich damit dann im Detail umgehe, hängt auch von meiner eigenen klaren Positionierung ab. Also, erst die eigene Positionierung aufbauen und festigen und dann ist auch klar, was für Response wer und dann wie bekommt.

    Positionierung erfordert Klarheit in der Kommunikation nach Aussen!!

    Antworten
    1. Harriet Lemcke
      Harriet Lemcke

      Hallo Michael,

      leider muss, wer im Netz etwas veröffentlicht damit rechnen, dass es da irgendwo Leute gibt, die nur darauf warten, Contra zu geben, zu belehren oder zu pöbeln. Da gebe ich dir recht. Manchmal braucht ein Autor erstmal ein wenig Abstand, denn solche Angriffe aus dem Nichts treffen und tun schließlich auch weh.

      Viele Grüße,
      Harriet

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  3. Ich

    „Wer braucht denn diesen Mist?“
    :)

    Antworten
    1. Andreas Quinkert
      Andreas Quinkert

      Haha, ich hab’s kommen sehen! :D Endlich haben wir nun auch einen Pöbler hier. ;-)

      Antworten
  4. Marc Ostermann (PR Desk)

    Hallo Harriet,

    herzlichen Glückwunsch zum ersten ZIELBAR-Gastbeitrag!

    Ich persönlich finde ihn sehr gelungen, weil er sowohl zur Selbstreflexion anregt, als auch thematische Aspekte behandelt, die mich schon länger beschäftigen. Zunächst einmal ist mir selbst aufgefallen, dass ich recht wenig in anderen Blogs kommentiere. Das war mir bis zum jetzigen Zeitpunkt gar nicht so klar. Allerdings ist das weniger Ausdruck fehlender Wertschätzung, sondern dem Fakt geschuldet, dass ich viele Beiträge in den sozialen Netzwerken teile bzw. kuratiere. Hier ordne ich sie ein und gebe (wenn es sich gar nicht verhindern lässt) meinen Senf dazu.

    Was ich damit sagen will: Die Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Beitrag findet weniger im Blog selbst, als vielmehr in den Netzwerken statt. Ich denke, dass das insgesamt ein Trend ist. Wie siehst du das?

    Zentral finde ich folgende Anmerkung in deinem Beitrag: „Wertschätzung für andere ist jedoch Voraussetzung dafür, selbst Wertschätzung zu erfahren.“

    Ich habe das ungute Gefühl, dass es bei einigen Kommentatoren exakt an diesem Punkt hakt. Ich könnte manchmal schier wahnsinnig werden, wie so manche Kollegen und selbsternannte Experten Beiträge abbügeln und Argumentationen durch Pauschalkritik pulverisieren. Furchtbar!

    Wir alle wissen, wieviel Zeit und Herzblut in die eigenen Blogbeiträge fließen. Ich persönlich würde niemals behaupten, dass meine Artikel die in Stein gemeißelten zehn Gebote der Kommunikation sind, deshalb freue ich mich auf fachlichen Austausch. Diesen Respekt fordere ich aber auch von anderen ein – außer sie schreiben Beiträge, die man in Stein meißeln kann… ;)

    Sorry, ist ein bisschen lang geworden, aber mein schlechtes Gewissen bzgl. der wenigen Kommentare trieb mich dazu.

    Beste Grüße, freue mich schon auf weitere ZIELBAR-Beiträge von dir!

    Marc

    Antworten
    1. Harriet Lemcke
      Harriet Lemcke

      Hallo Marc,

      das geht ja runter wie Öl. ;-) Vielen lieben Dank für deinen Kommentar – vor allem, weil du ja sonst nicht kommentierst… ;-) Ein schlechtes Gewissen sollte dir der Artikel keinesfalls machen. :-) Ich freue mich immer sehr, wenn du meine Beiträge für teilenswert erachtest. Und Beiträge zu kuratieren ist eine wichtige Unterstützung für den Autor – es ist eine Empfehlung und drückt natürlich Wertschätzung aus.

      Findet die Auseinandersetzung mit Blogbeiträgen zunehmend im Social Web statt? Das beobachte ich auch. Allerdings ist die Diskussion im Social Web auch recht flüchtig und eben – wie eben angesprochen eine Diskussion. Kommentare direkt in den Blogs sind aus meiner Sicht eben keine Gruppendiskussion über einen Artikel (in der es Antworten auf Antworten auf Antworten gibt und jeder nach Belieben mitmischt), sondern eine persönliche Nachricht an den Autor. Es ist also eher eine 1:1-Kommunikation. Und ich freue mich immer sehr, wenn sich jemand tatsächlich die Mühe macht, mir einen persönlichen Kommentar zu hinterlassen.

      Was du über Respekt und Wertschätzung schreibst, kann ich nur unterstreichen.

      Ganz liebe Grüße nach Hagen,
      Harriet

      Antworten
  5. Melanie Tamble

    Köstlich! Sehr gute Psycho-Studie – sehr treffend auf den Punkt gebracht. Wie nennt man eigentlich die netten Kommentatoren ;-)

    Antworten
    1. Harriet Lemcke
      Harriet Lemcke

      Merci! :-) Die netten Kommentatoren sind nicht stereotyp, sondern individuell nett. :-)

      Antworten
      1. PROC-Guerilla (@PROCGuerilla)

        Individuell nett ist auch hübsch formuliert!

        Antworten
        1. Harriet Lemcke
          Harriet Lemcke

          :-)

          Antworten
  6. Matthias

    Geiler Beitrag. Dem Test nach bin ich also der Superschlaue. Ich gebe aber zu, ab und zu stimmt das. ;-)

    Aber, wir kommentieren zu wenig. In Deutschland ist oft ein Kommentar ohne Kritik bereits ein Lob…. Das Gefühl habe ich zumindest manchmal.

    Schönen Abend!!

    Antworten
    1. Harriet Lemcke
      Harriet Lemcke

      Dankeschön. Soso, der Superschlaue… ;-) Steckt also ein wenig vom Besserwisser in dir? ;-)
      Was du zu Kommentaren schreibst, denke ich auch manchmal. Dabei ist es gar nicht so schlimm, einem anderen Menschen einfach mal was Nettes zu sagen oder zu schreiben, anstatt es nur zu denken.

      Dir auch einen schönen Abend!
      Harriet

      Antworten
  7. Claudia Dieterle
    Claudia Dieterle

    Hallo Harriet,

    kann mich den anderen Kommentaren nur anschließen, ein gelungener Artikel, der die verschiedenen Typen und wie man damit umgehen kann sehr gut beschreibt.

    Einen Punkt beim Kommentieren möchte ich noch erwähnen. Ich finde es immer sehr schade für den Blogger, wenn gute Kommentare zum Blogartikel nur in den sozialen Netzwerken und nicht im Blog gemacht werden. Ich habe dann auch schon nach Rücksprache mit dem Kommentator Kommentare in den Blog kopiert.

    Viele Dank auch für die Verlinkung zu meinem Artikel betreffend Wertschätzung.

    Viele Grüße
    Claudia

    Antworten
    1. Harriet Lemcke
      Harriet Lemcke

      Hallo Claudia,

      danke für dein Feedback. Was die Kommentare im eigenen Blog anbelangt: das sehe ich ganz genau so wie du. Wenn sich jemand die Mühe macht und über meinen Blog mit mir Kontakt aufnimmt, dann fühle ich mich ganz besonders geehrt.

      Für die Verlinkung zu deinem Artikel bedanke dich bei deinen Kollegen. Dafür war ich nicht verantwortlich… :-)

      Viele Grüße,
      Harriet

      Antworten
  8. Steve Brattig
    Steve Brattig

    Hallo Harriet,

    auch an dieser Stelle möchte ich nochmals mein Lob für deinen sehr werthaltigen und informativen Artikel aussprechen. Deine Zeilen habe ich förmlich verschlungen und musste feststellen, dass ich bei allen fünf Kommentatoren sofort ein klares Bild vor Augen hatte. Bei dem einen oder anderen Charakter sind mir gleichfalls mehrere real existierende Personen eingefallen. :-)

    Eigentlich wollte ich zur Aufheiterung erst etwas Pöbeln, wusste es dann jedoch besser und besonn mich mustergültig und bemüht darauf, nicht als Troll eingegliedert zu werden. ;-)

    Deinen Artikel würde ich ganz klar als einen wichtigen Teilbereich einer Social-Media-Strategie einordnen. Die Ziele, die wir uns setzen, können wir nur mit Kommunikation erreichen, die sich klar einigen Regeln unterwerfen muss.

    Wie Marc Ostermann bereits richtig ausführte, ist im Web und im realen Leben an vielen Stellen etwas mehr Respekt gefragt. Oftmals müssen die grundlegenden Kommunikationsregeln, die leider nicht jeder verinnerlicht hat, erneut angesprochen werden. Für mich ein trauriger Umstand. Dennoch erfreut es mich, dass der Mensch so vielfältig ist und es genau die fünf von Dir analysierten Nutzertypen sind, die uns das Lesen so abwechslungsreich gestalten.

    Danke.

    Antworten
    1. Harriet Lemcke
      Harriet Lemcke

      Hallo Steve,

      vielen lieben Dank – da werde ich ja glatt rot. :-) Und ja, Marc hat recht, wenn er feststellt, dass es im täglichen Miteinander sehr häufig an Respekt mangelt. Aus meiner Beobachtung sind es meistens die Leute, die der Ansicht sind, dass sie im Leben etwas zu kurz gekommen sind – und die dafür andere verantwortlich machen. Anstatt dankbar zu sein für das, was ist, suchen sie im Außen nach der Ursache für ihren empfundenen Mangel. Das hat dann ein zum Teil überhebliches Verhalten und zum Teil eine Aggression gegenüber denjenigen zur Folge, die vermeintlich die eigene Situation verschärfen.

      Ich denke, es ist nicht immer einfach, Angriffe von Menschen mit Wertschätzung zu parieren. Aber ich glaube daran, dass es dennoch wichtig für die eigene geistige Hygiene ist.

      Schön, dass du sofort Assoziationen zu den Nutzertypen hattest. Ich beoachte, dass einige Menschen durchaus durch die verschiedenen Rollen switchen – nach Tagesform…

      Viele Grüße,
      Harriet

      Antworten
  9. PROC-Guerilla (@PROCGuerilla)

    Hallo Harriet,

    ich möchte Dich ebenfalls beglückwünschen zu diesem tollen Beitrag. Ich finde ihn gerade in der jetzigen Zeit sehr angebracht und somit empfehlenswert. Leider sind es ja weniger Kommentare im eigentlichen Sinne, als viel mehr geistiger … oder pure Selbstdarstellung und Tuning des eigenen Egos.

    Oftmals stelle ich fest, dass wir uns im Internet scheinbar nicht nur in einem rechtsfreien Raum bewegen, sondern ebenfalls verfügen wohl manche Login-Fenster über die Auswahlmöglichkeit: „Mit dem markieren dieses Feldes legen Sie den guten Ton, Ihre Erziehung sowie Werte und Moral ab!“

    Allerdings habe ich eine Bitte für die nächste Grafikauswahl: Bitte den Pöbler jemand anders zuschieben! Danke. ;).

    Antworten
    1. Harriet Lemcke
      Harriet Lemcke

      Moin Moin,

      vielen Dank. Ich freue mich, dass dir meine Gedanken zum Thema gefallen. Im Internet seinem Lebensfrust Raum zu geben und herumzupöbeln ist natürlich sehr einfach – ein Grund vermutlich, weshalb bei vielen Leuten die Hemmschwelle derart gering ist. Und leider ziehen solche Kommentare im Netz deutlich weitere Kreise als zu Zeiten, an denen diese Leute sie nur am heimischen Stammtisch losgelassen haben.

      Wie würdest du denn idealerweise den Pöbler darstellen? Hast du dabei ein konkretes Bild vor Augen?

      Viele Grüße,
      Harriet

      Antworten
  10. Maria Lengemann

    Hallo Harriet,

    danke auch für diesen eindrucksvollen und interessanten Beitrag. Ich dachte mir, bei dieser Steilvorlage muss ich auch einen „individuellen netten“ Kommentar beisteuern. *grins*. :)

    Nein, im Ernst. Du fasst es gut zusammen, auf welche Arten und Typen von Kommentatoren wir in unseren Blogs stoßen und wie diese zu interpretieren sind. Herrlich zusammengefasst!

    Liebe Grüße
    Maria

    Antworten
    1. Harriet Lemcke
      Harriet Lemcke

      Hallo Maria,

      vielen Dank für dein Feedback. Es freut mich sehr, dass du mit dem Beitrag etwas anfangen kannst.

      Viele Grüße,
      Harriet

      Antworten
  11. Snowqueen

    Wo sind eigentlich Deine Bindestriche abgeblieben? Ist es Absicht, dass es keine gibt? Oder ist das ein Browserproblem. Das Fehlen erschwert das Lesen ungemein.

    Und in welcher Kategorie passt dieser Kommentar ;-)?

    Antworten
    1. Andreas Quinkert
      Andreas Quinkert

      Wo fehlen denn z. B. welche? Da wir hier sehr um ein korrekte Orthografie und Interpunktion bemüht sind, tippe ich da eher auf ein „Browserproblem“.

      Antworten
      1. Snowqueen

        Es fehlen komplett alle im Text, wenn ich ihn mit dem Internet Explorer anschaue. Mobil werden Silben gar nicht getrennt. Sehr seltsam…

        Antworten
        1. Steve Naumann
          Steve Naumann

          Hallo Snowqueen,

          das Problem mit den fehlenden Trennstrichen scheint beim Internet Explorer hin und wieder aufzutreten. Ich selbst habe es bisher nicht rekonstruieren können. Bei mir funktioniert dies (ab Version 10) auf unterschiedlichen Rechnern reibungslos. Die technischen Anforderungen sind auf unserer Seite eigentlich erfüllt.

          Die Browser Chrome und Opera unterstützen keine automatische Silbentrennung. Sofern du mit einem Android-Gerät online bist, wirst du sicher auch den Chrome verwenden. Nicht nur mir schleierhaft, warum Google dies nicht von Haus aus unterstützt.

          Beste Grüße
          Steve

          Antworten
  12. Jan

    Ich bin dann wohl so ne Mischung aus Pöbler, Musterschüler und Besserwisser. Allerdings ist das ne Selbstdiagnose, denn den verlinkten Test konnte ich nicht durchführen. Die verlinkte Seite konnte nicht vernünftig geladen werden.

    Ich finde es ziemlich schade, dass in Deutschland so wenig kommentiert wird. Allerdings ist das auch verständlich, denn es gibt oft keine guten Anreize zu kommentieren (außer Linkbuilding vielleicht): Die wenigsten Leute lesen Blogkommentare und vernünftige Antworten erhält man auch selten. Oft setzt nur der Betreiber des Blogs sein obligatorisches „danke für den „tollen“ Kommentar“ unter den Kommentar. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass ich mich auf den falschen Blogs herumtreibe.

    Viele Grüße,
    Jan

    Antworten
  13. […] aggressives Kommunikations­verhalten auf. Die Bloggerin Harriet Lemcke beschreibt sie in ihrer Kleinen Psychologie des Kommentierens im Web ganz treffend: „Der Troll hat nur ein Ziel: stören, sabotieren, kaputt machen.“ Das Problem […]

  14. Barber Trends

    Prima Artikel! Regt auch zum Schmunzeln an!

    Antworten

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