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5 No Gos in der Welt des Bloggens

Fünf No-Gos in der Welt des Bloggens

Dass Blogs ein hervorragendes Mittel zur Kommunikation darstellen, ist längst bekannt. Inzwischen setzen auch Firmen auf Blogs, genauso wie Freelancer und Selbstständige. Bedauerlicherweise verläuft das Bloggen selbst nicht immer reibungslos. An verschiedenen Stellen passieren eklatante Fehler, die nicht nur ärgerlich, sondern auch unprofessionell sind.

Dabei gehen Kontaktaufnahmen mit Bloggern meist vielversprechend los: Eine Anfrage zum Beispiel zur Gastautorenschaft wird binnen weniger Stunden beantwortet. Doch so mancher Blog ist nicht mehr als ein Potemkinsches Dorf. Daher findest du im Folgenden fünf No-Gos, die du als Blogger unbedingt vermeiden solltest.

1. Absprachen nicht einhalten

Sei nicht einer dieser Blogger, die sich nicht an verbindliche Absprachen halten. Wenn du eine Kooperation eingehst und du zum Beispiel mit einem Grafiker zusammenarbeitest oder deinem Programmierer etwas versprochen hast, dann halte dich daran. Einen Beitrag nicht anzuteasern, obwohl dies vereinbart war, oder eine vorher online gestellte Fotografie leise, still und heimlich wieder aus dem Post zu schmeißen, geht gar nicht. Umstände können sich ändern, aber teile dies so schnell wie möglich den Betroffenen mit und versuche, eine Lösung gemeinsam mit ihnen zu finden.

Professionalität ist auch in der Art und Weise der Kommunikation von entscheidender Bedeutung. Alle Umgangsformen, die du offline pflegst, sollten auch im Netz selbstverständlich sein. Das heißt:

  • E-Mails, Nachrichten und Kommentare zeitnah beantworten
  • Kontakte knüpfen und pflegen
  • Wertschätzung und Anerkennung für die Arbeit anderer zeigen
  • nicht haten oder trollen, sondern auch bei Kritik konstruktiv und sachlich bleiben

Ganz selbstverständliche Dinge eigentlich, die leider nicht selbstverständlich sind und zur Folge haben, dass immer mehr Medien ihre Kommentarfunktion dichtmachen oder Blogger nicht ernst genommen werden. Schade, denn unter dem Verlust des Ansehens leiden vor allem diejenigen Leser, die Wert auf einen qualitativen Meinungsaustausch und hochwertigen Content abseits der großen Kanäle legen.

2. Falsche Versprechungen machen

„Ich zeige dir, wie du in einem Monat 5.000 Euro mit deinem Blog verdienst!“ oder „So gewinnst du in einer Woche 2.000 Abonnenten“ sind Sprüche, die selbst deine Oma nicht glauben würde. Gib gegenüber deinen Kunden beziehungsweise Lesern nur Versprechen, die du tatsächlich einhalten kannst. Schreibe nicht, dass du ab sofort zwei Beiträge pro Woche herausbringst und lasse deinen Blog anschließend über Monate hinweg veröden. Das macht einen verdammt schlechten Eindruck und kann selbst Stammleser wie scheue Rehe für immer verschrecken.

Ein weiteres Problem entsteht, wenn dein Text nicht das Versprechen einhält, das deine Überschrift gibt. Womit wir beim nächsten Punkt wären.

3. Reißerisch schreiben

Es ist gut, die Aufmerksamkeit deines Lesers zu gewinnen, denn das gehört zu den schwierigsten Aufgaben als Blogger. Da draußen gibt es jede Menge guten Content, und je mehr davon deine Reader Persona anspricht, umso größer ist deine Konkurrenz. Ob dein Stil frech, charmant, provokativ, sachlich oder geschnörkelt ist – alles ist erlaubt.

Wer hingegen übertreibt und mit Superlativen um sich schmeißt wie Besucher der Tomatina mit Gemüse, trägt zu dick auf. Überschriften, die „umwerfend“, „umhauend“, „fucking geil“ oder „fantastisch“ beinhalten, wandern bei mir ohne Umwege in den gedanklichen Spam-Ordner. Und mit ihnen natürlich auch der Text.

Ähnlich verhält es sich bei Blogbeiträgen im Telegramm-Stil oder mit einer pseudo-authentischen Herumkumpelei. Es ist sinnvoll, den Leser bei seinen Bedürfnissen, Interessen und Wünschen abzuholen, doch du solltest den Bogen nicht überspannen. Ein Text braucht keinen Marktschreier, wenn er wirklich etwas zu sagen hat. Mag sein, dass ihn weniger Leute lesen, dafür aber dann das passende Publikum, welches sich ernst genommen fühlt.

4. Unsauber schreiben

Die eifrig in Kommentarspalten krittelnde Rechtschreibpolizei möge sich im Folgenden bitte nicht angesprochen fühlen. Die ist nämlich noch schlimmer als die Tatsache, dass manche Blogger auf Rechtschreibung und Stil pfeifen. Und damit einen negativen Eindruck vermitteln.

Denn oft liegen Fehler im Text nicht in einer Rechtschreibschwäche begründet, sondern sind ein Resultat hastigen beziehungsweise unsauberen Arbeitens. Ein Fehler kann immer durch die Kontrolle rutschen (auch wenn das nach Möglichkeit nicht passieren sollte), aber Leser erkennen mangelnde Sorgfalt. Im besten Fall durchläuft der Text wie bei ZIELBAR ein mehrfaches Korrektorat/Lektorat.

Denk immer daran, dass du deinem Leser den maximalen Mehrwert bieten möchtest. Und dazu gehört nicht nur der Inhalt, sondern auch dessen Aufbereitung. Leserlichkeit ist die Brücke zum User. Je klarer, fehlerfreier und optisch ansprechender dein Content ist, desto höher ist die Chance, dass deine Leser dranbleiben.

5. Keine eigene Stimme haben

Eine eigene Stimme ist für Blogger elementar. Egal, ob du einen Food-, Fashion-, Lifestyle-, Reise- oder Bücherblog betreibst: Die Leser interessieren sich dafür, wer hinter diesem Blog steckt und was er zu sagen hat. Warum sonst raten Inbound-Marketing-Strategen wie Robert Weller dazu, großes Augenmerk auf die „Über mich“–Seite zu legen? Als Blogger musst du aus der Masse des gewöhnlichen Geschreibsels herausstechen.

Vorbei sind die Zeiten, in denen der Mehrwert eines Weblogs darin bestand, seine persönlichen Gedanken und Erlebnisse gleich einem Tagebuch zu notieren. Das ist nicht mit der Aufforderung gemeint, deine eigene Stimme zu entwickeln. Es geht darum, wie du Themen betrachtest. Im Idealfall aus einer Experten-Perspektive heraus. Wichtig ist, dass du einen Bezug zu den Themen hast, über die du in deinem Blog schreibst.

Fazit

Der Content ist der Star deines Blogs. Lasse jedoch das Drumherum nicht außer Acht. Die Netiquette innerhalb deines Netzwerks sollte eine genauso große Bedeutung haben wie die Verlässlichkeit deiner Zusagen und sorgfältiges Arbeiten. Bloggen ist ein umfangreicher Job, aber auch kein Hexenwerk. Wenn du diese fünf No-Gos beherzigst, stehen die Chancen gut, in der Netzwelt und darüber hinaus mit deinem Blog erfolgreich zu sein.

Welche weiteren No-Gos gibt es aus deiner Sicht beim Bloggen? Was ist dir als Blogger, aber auch als Leser besonders wichtig?
Fünf No-Gos in der Welt des Bloggens Rating: 4.78/5 18 Votes
Benjamin Brückner

Benjamin Brückner

Benjamin Brückner ist Schriftsteller, Journalist und Blogger. Nach Tätigkeiten in Hörfunk- und Fernsehredaktionen veröffentlichte er zwei Bücher und kooperiert mit anderen Unternehmern. Sein Blog umfasst Rezensionen, Lesetipps und Analysen zu gesellschaftlichen Themen.

21 Reaktionen zu “Fünf No-Gos in der Welt des Bloggens”

  1. Jacky Wesling

    Hey Benjamin! Klasse Beitrag. Wie recht du mit dem hast, was du hier schreibst. Manchmal muss man allerdings auch den Zeit-Kosten-Umfang berechnen und es gibt viele Blogger, die „nur“ zum Spaß Bloggen oder sich einfach noch kein Lektorat leisten können.

    Das Thema ist meiner Meinung nach sehr schwierig. Aber natürlich sollte man gucken, dass so wenig Fehler, wie möglich im Text sind.

    Liebe Grüße Jacqueline

    Antworten
    1. Benjamin Brückner
      Benjamin Brückner

      Hi Jacqueline,

      danke dir. Natürlich ist es vollkommen in Ordnung, das Bloggen als Hobby auszuleben und aus Spaß an der Sache Beiträge zu posten. Die müssen auch nicht perfekt sein, aber sobald jemand mit seinem Blog geschäftlich auftreten möchte, sollten diese 5 No-Gos zumindest im Hinterkopf sein. Mit der Zeit-Kosten-Frage hast du vollkommen recht, aber es geht für den Anfang auch ohne Lektorat. Einfach den Text eine Weile ruhen lassen und dann nochmal gründlich lesen. Das hilft schon, die groben Fehler zu entdecken. Alternativ können Blogger ihre Texte auch vor der Veröffentlichung von Freunden gegenlesen lassen.

      Liebe Grüße zurück
      Benjamin

      Antworten
  2. Tina
    Tina

    Hallo Benjamin.
    Ja, diese dummen Richtschrübfilär fallen mir auch immer wieder auf. Manchmal passt auch ein Satz von hinten bis vorne nicht und dann frage ich mich, warum der jeweilige Blogger sich nicht wenigstens 5 Minuten seiner Zeit nimmt, um noch laut !!!! mal drüber zu lesen. Jedem passieren hin und wieder mal Fehler, aber: diese sollten sich nicht von Beitrag zu Beitrag wiederholen. Da kenne ich so einige Blogs….

    In solchen Fällen könnte ein Lektor sehr helfen und ich hätte auch sogleich eine dicke Empfehlung: Janette Reimann von textschöpfung
    ( http://www.textschoepfung.de/)
    Ein Lektor ist gar nicht so teuer wie man denkt. Im Gegenteil, man sollte sich immer fragen, ob man es sich leisten kann, aufgrund vieler Fehler überhaupt noch ernst genommen zu werden. Diese Erkenntnis wäre wesentlich teurer!

    Ich muss mich ab und an mal auch selber bremsen, wenn ich einen Beitrag“ geil “ finde :-) Dennoch rutscht dann „leider geil“ des öfteren bei mir raus…
    LG Tina

    Antworten
    1. Benjamin Brückner
      Benjamin Brückner

      Hallo Tina,

      Lektoren leisten tolle Arbeit, das stimmt. Und manche Beiträge sind einfach megahammerspitzenmäßig, das kann man dann auch ruhig so oder so ähnlich sagen ;). Nervig wird es dann, wenn die Schreibe aufgesetzt wirkt. Und solche Wörter inflationär auftauchen, um auf Krampf beim Zielpublikum zu landen.

      Liebe Grüße
      Benjamin

      Antworten
  3. Hans

    Hallo Benjamin, ich kann und möchte dem Beitrag aus den Tiefen meines Inneren nur zustimmen. Manchmal ist es nämlich nicht mehr schön, wenn man manche Blogger liest, die da meinen, Blogbeiträge müssten reißerisch geschrieben sein. Und – so zumindest mein Anschein – solchen Artikeln fehlt es öfter an der Kinderstube. Ich lege auch als Leidenschafts-Blogger großen Wert auf die – von dir aufgezeigten – no-goes. In diesem Sinne: Danke und einen herzlichen Gruß Hans

    Antworten
    1. Benjamin Brückner
      Benjamin Brückner

      Hallo Hans,

      danke für deine Zustimmung. Darüber ärgere ich mich auch, speziell, wenn diese Art und Weise des Bloggens als die einzig wahre angepriesen wird. Dabei ist es doch gerade die Vielfalt, die Blogs so spannend macht.

      Einen herzlichen Gruß zurück
      Benjamin

      Antworten
  4. Anna Franzen
    Anna Franzen

    Hallo Benjamin,
    dein Beitrag hat einen hervorragenden Wachrütteleffekt sich selbst noch einmal zu reflektieren und seinen eigenen Blog noch mehr zu überprüfen! Danke. Gerne lese ich hier mehr von dir! :)
    Viele Grüße

    Antworten
    1. Benjamin Brückner
      Benjamin Brückner

      Hallo Anna,

      vielen Dank! Ja, es ist wirklich ein Zugewinn für den Blogger und für den Leser, wenn die Beiträge regelmäßig überprüft werden. Dann freue ich mich, dich als Leserin meiner bisherigen und aktuellen Texte begrüßen zu dürfen. :)

      Viele Grüße
      Benjamin

      Antworten
  5. Robert Nagel
    Robert Nagel

    Hallo Benjamin,

    gut gebrüllt! Ich persönlich ärgere mich tatsächlich regelrecht über reißerisches Schreiben, so mit In-den-Bildschirm-Beißen und allem Drum und Dran ;)

    Ein kleiner Moment konstruktiver Kritik dennoch und auch etwas, was nicht nur Blogger übersehen: Wenn ich einen Click-to-Tweet anbiete, dann wäre es schön, wenn da dann auch das Zitat fix und fertig drinstünde. Sonst schließt man doch als Leser das Fenster einfach wieder, und zwar ersatzlos.

    So, das war’s schon!

    Beste Grüße
    Robert

    Antworten
    1. Andreas Quinkert
      Andreas Quinkert

      Hoppla, da hat unser Technik-Team etwas übersehen … War also nicht Benjamins Fehler. Wird sofort behoben!

      Danke für den Hinweis, Robert! :)

      Antworten
    2. Benjamin Brückner
      Benjamin Brückner

      Hallo Robert,

      auch dir vielen Dank für das Kompliment. In den Bildschirm beißen möchte ich da auch manchmal, aber das kann man ja leider nur ein paarmal machen und so richtig lecker schmeckt’s auch nicht. Noch mehr auf den Magen schlagen allerdings schwer verdauliche Blogbeiträge.

      Beste Grüße zurück
      Benjamin

      Antworten
  6. Alexander Herzog

    Das sind ganz einfache Punkte, die jeder nachvollziehen kann.

    Vor allem Punkt 5 ist aus meiner Sicht besonders wichtig. Jeder hat eine gewisse Zielgruppe. Keiner darf sich verstellen nur um jeden zu gefallen.

    Leute die bei den ersten Punkten danebenhauen, werden sich im Laufe der Zeit ohnehin selbst ein Grab schaufeln.

    Antworten
    1. Benjamin Brückner
      Benjamin Brückner

      Hallo Alexander,

      danke für deine Zustimmung. Genau, mir ist es wichtig, mit den genannten Punkten aufmerksam zu machen – damit die eigene Stimme auch gehört wird. :)

      Beste Grüße
      Benjamin

      Antworten
  7. Alexa Manoeuvre (@AManoeuvre)

    Hallo Benjamin,

    ich zum Beispiel bin eine der Bloggerinnen, die ihren Blog bisher lediglich als Hobby nutzen =)
    Allerdings verbinde ich damit mein Hobby und meinen Beruf – zumindest in Bezug auf das Thema :)

    Mit der Zeit habe ich mir die „doppelte Lesereise“ angewöhnt.
    Bei mir heißt das:

    1. Lesereise: Rechtschreibung und Grammatik

    2. Lesereise: Sinnhaftigkeit

    Damit fahre ich bisher ganz gut.
    Aber wie du schon sagst – manchmal den eigenen Artikel einfach ein paar Stunden liegen lassen und später noch einmal draufschauen.
    Das wirkt oft schon Wunder…

    In diesem Sinne: Vielen Dank für deinen Beitrag und die Tipps, mit denen sich meiner Meinung nach wirklich jeder Blogger befassen sollte.

    Liebe Grüße
    Alexa

    Antworten
    1. Benjamin Brückner
      Benjamin Brückner

      Hallo Alexa,

      das klingt nach einem guten Scan für deine Beiträge. Ich mache das ganz ähnlich, meistens folgen bei mir zyklische Durchläufe, also:

      1. Rechtschreibung und Grammatik
      2. Sinnhaftigkeit
      3. Wieder Rechtschreibung und Grammatik
      4. Feinschliff (Sinnhaftigkeit inbegriffen)

      Wie ein Bildhauer – der Stein wird geformt und das (Zwischen-)Ergebnis immer wieder überprüft. Ein schönes Bild, wie ich finde.

      Viele Grüße
      Benjamin

      Antworten
  8. pyramideneule

    Ein schöner Artikel und gute Tipps. Allerdings mit der Rechtschreibung und Grammatik bin ich nicht ganz deiner Meinung. Leider gibt es viele interessante Mensche mit interessanten Meinungen, die sich nicht trauen zu schreiben aus Angst Fehler zu machen. Es gibt nämlich leider immer Menschen, die denen die Fehler „aufs Brot schmieren“, bzw. harsch in den Kommentaren kritisieren. Das kränkt manch einen Blogger, vor allem Hobbyblogger sic richtig frei zu schreiben.

    Bei einem Geschäftsblog kann ich das erwarten, aber insgesamt seit nicht zu streng. Denn mal ehrlich, die meisten Leser verstehen den Text auch mit Fehlern.

    Antworten
    1. Benjamin Brückner
      Benjamin Brückner

      Hallo pyramideneule,

      danke dir. Du hast recht, nicht jeder ist gut in der Rechtschreibung und es ist verkehrt, darauf herumzuhacken. Daher auch meine Kritik an der „Rechtschreibpolizei“, die in Kommentarspalten penibel jedes noch so kleine Fehlerchen herauspickt.

      Da frage ich manchmal, warum diese Leute nicht Lektoren geworden sind. Und falls sie es sein sollten – weshalb sie für ihre Korrekturwut kein Geld nehmen ;).

      Ein Blog lebt von der Freiheit. Doch sobald ein Blogger professionell auftreten will, sind sauber geschriebene Texte unerlässlich. Und man kann sich immer Hilfe und Beratung holen!

      Viele Grüße
      Benjamin

      Antworten
  9. Stephan 黒

    Punkt Nr. 5 und die „Potemkinschen Dörfer“ kann ich nur unterstreichen.
    Viele Blogs haben einfach keine Seele.
    Man liest viel zu viel flache aalglatte schreibe.
    Das liegt oft daran, dass diejenigen die schreiben einfach nichts relevantes zu sagen haben.
    (oder es mit dem SEO-Texten übertreiben)

    Gerade in dem Bereich Contentmarketing, SEO und Blogmarketing gibt es so viel „wissen“ das einfach nur übernommen und etwas aufpoliert wird.
    Daraus resultieren auch die unzähligen „X Gründe für/gegen Artikel“ die oft sehr wenig „Nährwert“ haben, aber einfach zu schreiben sind.
    Es gibt wenig Beiträge, die gut durchdachte sind und auch erprobte Erfahrungswerte vermitteln. Das hat einen ganz einfachen Grund: Die sind aufwendiger zu schreiben.

    Blogger werden als Gruppe auch in Zukunft nicht ernst genommen werden.
    Warum auch? Jeder kann einen Blog anfangen.
    Anders sieht es bei einzelnen Bloggern aus. Was da ernst genommen wird ist die Reichweite, die ein Blogger sich erarbeitet hat. Das Selbe gilt für YouTubern, die werden auch nicht als Gruppe „ernst“ genommen, sondern ihre Reichweite.

    Meiner Erfahrung her hatte ich von Bloggern im Bezug auf Netiquette kaum Probleme. Deswegen kann ich den Punkt Nr. 1 nicht so ganz bestätigen.

    Super Artikel!

    Beste Grüße
    Stephan

    Antworten
    1. Benjamin Brückner
      Benjamin Brückner

      Hallo Stephan,

      genau, SEO sollte man wirklich nur sparsam einsetzen. Ein No-Go hier: Keyword-Dropping. Es ist wie mit Salz beim Essen: Ein bisschen davon bringt Würze rein, zu viel verdirbt das Gericht. Und genau dieser von dir erwähnte Aufwand ist es, der einen besonders gut strukturierten Artikel hervorbringt. Und der zahlt sich immer aus!

      Wie meinst du diese Unterscheidung von Bloggern als Gruppe und einzelnen Bloggern? Dass sie erst dann ernst genommen werden, wenn sie eine große Reichweite haben? Und von wem werden sie dann ernst genommen? Der Community? Unternehmen?

      Last, but not least – danke für dein Kompliment!

      Viele Grüße
      Benjamin

      Antworten
  10. Kleckerlabor

    Also ich bin gebürtige Holländerin und obwohl ich mich sehr viel Mühe gebe, wird man in meinen Blog nicht nur einen Grammatikalischen Fehler finden, wenn es nach der Rechtschreibpolizei geht könnte ich meinen Blog dicht machen, statt rumzuhacken auf Rechtschreibfehler und Grammatik, könnte man die Über Mich Seite durch lesen und in meinen Fall erfahren das ich Ausländerin bin und nicht in meine Muttersprache schreibe und ich könnte mir vorstellen das ich es neben mir noch andere ausländische Blogger im Deutschsprachigen Raum gibt die sich durch Kommentare der Rechtschreibpolizei auf dem Schlips getreten fühlen bzw. nicht trauen was zu schreiben, aus Angst für Kritik. Was ich persönlich sehr schade finde, da grade das bloggen durch das learning by doing eine gute Möglichkeit bietet die deutsche Sprache zu lernen. Ich persönlich sehe es so: wer Anstoß an meine Grammatik und Rechtschreibung nimmt, soll in meinen Blog nicht mitlesen, weil das bloggen und Interaktion mit meine Leser viel zu viel Spaß macht außerdem gibt es immer noch 1500 fb Fans, 2400 Twitter Follower, 1950 Pinterest Follower und ca 500 RSS Feed Leser die an meine Interpretation und Auslegung der Deutschen Rechtschreibung und Grammatik keinen anstoss nehmen.

    Wenn sich jemanden findet der in der Lage ist mir die deutsche Grammatik plausibel zu erklären ware ich trotzdem sehr dankbar.

    Antworten
    1. Andreas Quinkert
      Andreas Quinkert

      Hallo Kleckerlabor,
      das ist alles nachvollziehbar. Dennoch kann dies im Umkehrschluss nicht bedeuten, dass Rechtschreibung, Grammatik und Stil unwichtig sind und man nicht (im Rahmen seiner Möglichkeiten) darauf achten sollte. Und zwar aus drei Gründen:
      1. Bessere Lesbarkeit von Texten
      2. Höhere Verständlichkeit von Texten
      3. Qualitätsbewusstsein als Teil des Markenkerns

      Mit Rechtschreibpolizei hat das m. E. nichts zu tun, sondern mit einem spezifischen Dienst am Leser einerseits und mit einem „unternehmerischen“ Selbstverständnis andererseits.

      Viele Grüße
      Andreas Quinkert

      Antworten

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